Biennale 2017

re_form

11. Internationale Ausstellung Dresden, 28.7. - 01.10.2017

Die OSTRALE – Biennale ist die drittgrößte Ausstellung für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was uns die Freiheit gibt, abseits des Marktgeschehens gesellschaftlich relevante Themen zu diskutieren. Die Leitgedanken der OSTRALE wie friedlichem Miteinander, Akzeptanz des Fremden/ Unbekannten, respektvollem Umgang miteinander, religiöser Vielfalt, Internationalität spiegeln sich in den Ausstellungen stetig wieder.

Vor Ort besteht eine enge Zusammenarbeit mit Dresdner Institutionen, Sammlern und Galerien, sowie mit internationalen Kuratorinnen und Kuratoren, Biennalen und Kulturinstitutionen. So eröffnen sich neue Wege und Möglichkeiten auch im Ausland zu gastieren. Unter anderem treten wir 2018 in Valletta (Malta) der europäischen Kulturhauptstadt auf.

Darüber hinaus pflegen wir gute Kontakte mit sächsischen Schulen, welche die OSTRALE zu pädagogischen Bildungszwecken nutzen. 9.300 Schüler und Studenten waren allein 2016 auf der OSTRALE. Begleitend zur Ausstellung bieten wir ein umfangreiches Rahmenprogramm (Musik, Tanz, Performance, etc.) an. Die barrierefreie Infrastruktur, eine Blinden- und Hörgeschädigten-APP sowie gezielte Workshops mit spezieller Zielgruppenbeteiligung ermöglichen eine soziokulturelle Beteiligung.

„re_form"
Eine Reform ist gemäß Definition eine planvolle und gewaltlose Umgestaltung bestehender Verhältnisse ohne Bruch mit den wesentlichen geistigen und kulturellen Grundlagen. Ziel einer Reform ist die Verbesserung. Kunst kann in einem notwendigen Reform-Prozess Fragen stellen und Lösungsansätze einbringen. Das Leitthema „re_form" greift vor allem die Frage nach planvoller Umgestaltung bestehender kulturpolitischer Verhältnisse und Kultur-Systeme in Europa, Deutschland und gerade auch in unserer Stadt auf, die auf dem Weg ist, sich als „Kulturhauptstadt 2025" zu bewerben.

re_form-Gedanken in eigener Sache
Die Ostrale selbst befindet sich durch den Übergang von einer jährlich stattfindenden Ausstellung zu einer Biennale, im Zustand der re_form. Auch der spezielle Veranstaltungsort, die denkmalgeschützten Gebäude des bedeutenden Architekten Hans Erlwein, muss nach der Ausstellung 2017 saniert werden, um eine weitere Nutzung zu ermöglichen.

re_form in der Kunst
re_form ist grundsätzlich Bestandteil von Kunst und Wesensmerkmal von Kreativität und künstlerischem Schaffen. Die Kunstwerke dienen als Mediatoren. Anders als zu Zeiten der Avantgarden, scheint es heute als würden Neuheitsbehauptungen in der Kunst vielfach auf Wiederentdeckungen und Vorläuferschaften basieren. Was bewegt Künstlerinnen und Künstler dazu, sich wieder verstärkt Vorbildern zuzuwenden und wie offenbaren sich die damit einhergehenden Hommagen, Referenzen, Zitate und Aneignungen im jeweiligen Werk? Welche Perspektiven ergeben sich in der Auseinandersetzung mit Vorangegangenem für die Zukunft?

re_form- Eine Frage der Identität
Die 11. OSTRALE wird eines der zentralen Themen der Europäischen Kulturhauptstädte aufgreifen: Sie stellt die Frage nach der Identität von Menschen und neuen Räumen angesichts der Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Vergangenheit und Gegenwart, einer verstärkten Hinwendung zu Nationalismus sowie dem Zerfall der Wertegemeinschaft Europa (z.B. „Brexit"). Kann die Kunst in seiner Materialität die Brücke zwischen Identitäten sein, die sich überschneiden aber nicht verschmelzen?

OSTRALE-AudioGuide „AllSense“ für Blinde und Sehbehinderte

Erstmals vermittelt die OSTRALE Blinden und Sehbehinderten den Zugang zur Kunst auch mittels einer eigens programmierten, kostenlosen App.

„Die App „AllSense" ist ein Audio-Guide. Dadurch ist es möglich einen Querschnitt von 25 ausgewählten Arbeiten er Ausstellung zu repräsentieren und mittels Autodeskriptionen vorzustellen. Kunstwerke und andere Orte auf dem Ausstellungsgelände, wie Gastronomie, Toiletten etc., werden von uns mit sogenannten Bluetooth-Beacons ausgerüstet. Nähert sich der Nutzer der App diesen Punkten,wird die Audiodeskription angesagt.", beschreibt der selbst blinde Dr. Jan Blüher, der die App mit seiner Firma visorApps im Auftrag der OSTRALE programmiert hat.

Zusätzlich zur App wird ein visuelles und taktiles Leitsystem Sehbehinderten und Blinden Orientierung geben. Die App gibt es sowohl für iOS als auch für Android-Geräte, sie ist im Play Store, App Store sowie mit vor Ort ausleihbaren Geräten zugänglich.

Künstler und Kuratoren

Die OSTRALE - Biennale zeichnet sich erstmals als reine Einladungsausstellung aus.
Die 164 eingeladenen Künstler aus 25 Nationen präsentieren insgesamt 1.118 Werke und Werkgruppen.

Das künstlerische Konzept haben die Kuratoren Mykola Dzhychka, Oliver Kratz, Detlef Schweiger und Holger Wendland gemeinsam mit der künstlerischen Leiterin und Direktorin Andrea Hilger erstellt.

Künstler

  • Faig Ahmed

    Faig Ahmed * 1982

    http://www.faigahmed.com

    Faig Ahmed (Baku, 1982) lebt und arbeitet in Baku, Aserbaidschan. 2004 erhielt er den Abschluss der Aserbaidschanischen Staatlichen Kunstakademie im Bereich Bildhauerei. 2007 vertrat er Aserbaidschan zur Biennale in Venedig. Seine Werke wurden weltweit in Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt, in New York, Paris, London, Rom, Berlin, Dubai, Moskau und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Seine Werke sind in öffentlichen und privaten Sammlungen auf der ganzen Welt zu finden.

    Gara - eine neue Arbeit des Künstlers, schafft die Illusion einer schwarzen Substanz, die über einen Teppich mit vertracktem Muster strömt, eine Mauer herunterfließend. Die Arbeit verweist auf die Rolle des Öls in der Region Aserbaidschan, da es sowohl für eine Renaissance der Region als auch für Zerstörung verantwortlich ist. Wie in vielen seiner Werke arbeitet der Künstler ständig mit Grenzgängen und versucht, über Einschränkungen hinauszugelangen, um eine größere persönliche und kulturelle Freiheit zu finden. Seine dramatischen Innovationen im traditionellen Handwerk des Teppichknüpfens liegen in seinen digital erschaffenen Entwürfen, während die Ausführung unverändert bleibt: Die einzigartigen Werke werden von Webern seiner Werkstatt vor den Toren von Baku mit natürlicher farbiger Wolle handgefertigt.

  • Marleen Andreev

    Marleen Andreev * 1981

    http://marleen-andreev.de

    1981 geboren in Dresden, lebt und arbeitet in Dresden
    2012 Meisterschülerabschluss, Prof. Ralf Kerbach, Hochschule für Bildende Künste Dresden
    2006 Diplom Bildende Kunst , Hochschule für Bildende Künste Dresden
    Stipendien:
    2005 Erasmusstipendium für die Accademia di Belle Arti di Brera, Milano/Italien
    Ausstellungsauswahl:
    2016
    EVERYBODY BODYMAP Workshop und Ausstellung, geh8 Kunstraum und Ateliers e.V. Dresden
    2015
    NEMSKA RABOTA, Vaska Emanouilova Gallery, Sofia (BG)
    2014
    MOON VOYAGE 36, Institute for Performance and Theory, GA, Fridge, Sofia (BG)
    2012
    ECOLOGY OF MEMORY, GA, Bulart Gallery, Varna (BG)
    SUPERMERCATO IN NEVERLAND, Messebeteiligung mit Bulart Gallery Bolzano (IT)
    2011
    EDELWEIß. Einzelausstellung zur Eröffnung der Deutschlandwochen in Bulgarien. Radio Varna (BG)

    Marleen Andreev vermischt Performance, Fotografie, Malerei und Installation spielerisch in ihrem Werk und bringt damit ihre künstlerischen Arbeiten in immer wieder neue technisch-mediale Kreisläufe. Mit ihren körper-raum-bezogenen Experimenten entwickelte sie die Idee zu einer partizipatorischen Performance. So inszenierte sie Ausstellungsbesucher in ihren Kontaktzeichnungs-Aktionen, bei denen die Arbeiten "100" in Leipzig und "80" in Dresden entstanden.

  • Paolo Assenza

    Paolo Assenza * 1974

    www.paoloassenza.com

    Geboren 1974 in Rom. Paolo Assenza absolvierte die Akademie für Bildende Kunst in Rom, im Fachbereich Szenisches Design und gehörte zu den Gründern des SpazioY, einem experimentellen Kunstraum in Rom 2014.

    Einzelausstellung
    DEL CORPO SENZA PESO TraleVolte, 2015 Rom
    HODOEPORICON Interno 14, 2015 Rom
    VENTINOVEGIORNI Spazio Menexa, 2014 Rom

    Gruppenausstellung
    EQUINOZIO D'AUTUNNO Castello di Rivara 2016 Rivara
    TOWER OF BABEL Schema Project Gallery New York 2016
    AUTO / PORTRAITS Galerie Jeune Création, 2010 Paris

    Die Installation "Del Corpo Senza Peso" - (Über einen gewichtslosen Körper) stellt eine idealisierte "Scala Coeli" dar, die ihres Körpers beraubt und durch ihre wesentlichen Linien in eine Leere gezogen wird, die den Blick in einen intimen Raum der Reflexion aufsteigen lassen, wodurch eine Bedingung entsteht, analog dem symbolischen Wert des kodifizierten Ritus, als Glaubender oder Glaubende eine Treppe auf Knien zu ersteigen. Durch diese Art von Handlung der Glaubenden, als ein tiefes Denken über das Bewusstsein des Schmerzes, haben viele Religionen Glauben und Riten durch die Jahrtausende hinweg strukturiert, in denen der Schmerz die Gegenwart des Fleisches ist, sich damit auf die Kenntnis der Begrenzungen als ein Weg, um über den Körper hinaus zu gelangen, beziehend. Da sie von heiligen Bedeutungen befreit ist, erscheint die Arbeit als ein Simulacrum der Unfähigkeit, den Durchgang körperlich zu durchqueren. Indem sie die Materialkomponente ignoriert, wird sie zur symbolischen Treppe, die die Vorstellung der Erfahrung des Menschen zurückbringt, von der Last des Körpers und der Existenz befreit zu sein.

  • Bence Bakonyi

    Bence Bakonyi * 1991

    http://www.bencebakonyi.com

    Bence Bakonyi wurde 1991 in Keszthely in Ungarn geboren. Während seiner Schulzeit studierte er autodidaktisch Fotografie. Nach seinem Schulabschluss wurde er an die Moholy-Nagy-Universität für Kunst und Design aufgenommen. Seine ersten Arbeiten wurden stark von den Werken Marina Gadonneix' und Mathieu Bernard Reymonds beeinflusst. In seinen Zwanzigern lebte er in China und reiste durch Asien, wo seine fotografischen Serien um Dokumentarfotografie ergänzt wurden, die oft im Geiste entworfener Fotografie gemacht wurde. Bence Bakonyi hat an vielen Ausstellungen und Kunstmessen teilgenommen und wird von vielen Galerien weltweit vertreten. Seine Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen des Museum Ludwig und der Kunsthalle Budapest, in Costa Rica und in Toronto gezeigt, organisiert von der Nicholas Metivier Gallery. Einzelausstellungen wurden von der Artify Galerie in Hong Kong und dem Xuhui Kunstmuseum in Shanghai organisiert. Seine Werke wurden in den Zeitschriften The Guardian, Wired, Blink, Étapes Magazin und The Red List abgedruckt. Die fotografischen Arbeiten von Bence Bakonyi stellen Symbole der Freiheit, der Leichtigkeit und der Transubstantiation, spiritueller Wandlung, dar.

    Während meines einjährigen Aufenthaltes in China versuchte ich, mein Zuhause in einer mir unbekannten Welt zu finden. Da zu Hause ist, wo man sich selbst finden kann, können die Fotos auch als Selbstporträts gesehen werden, die auf China projiziert werden. Ohne Hilfe war es für mich schwer, mit Leuten zu kommunizieren. Deshalb habe ich mich auf die Umwelt der Menschen konzentriert. Im ersten Teil meiner Reise ging ich durch Landschaften, aber mit der Zeit fand ich mich in immer größeren Städten wieder. Im zweiten Teil meiner Reise wurde es immer schwieriger, die Darstellung von Menschen zu vermeiden. Die Reihe folgt der Entwicklung meiner Reise, die sich allmählich steigert, ausgehend von der ländlichen Existenz, der von Menschen gemachten Welt.

  • Till Ansgar Baumhauer

    Till Ansgar Baumhauer * 1972

    http://till-ansgar-baumhauer.de

    1994-2000 Studium Malerei/Grafik/Übergreifendes Künstlerisches Arbeiten an der UdK Berlin und der HfBK Dresden
    2000-2002 Meisterschüler an der HfBK Dresden
    2009-2011 Archäologischer Zeichner und Ausstellungsgestalter in Herat (Afghanistan)
    2009-2015 Künstlerisches Promotionsstudium an der Bauhaus-Universität Weimar, Abschluss der Promotion mit Bestnote
    lebt als freischaffender Künstler, Kurator und Publizist in Dresden
    Auszeichnungen / Stipendien:
    2013-2015 Graduiertenstipendium des Freistaates Thüringen
    2014 2. Friese-Kunstpreis, Kirschau (Sachsen)
    Einzelausstellungen (Auswahl):
    2017 "Conquista Reloaded", Museo Municipal de Arte Moderno, Cuenca (Ecuador)
    2015 "Kollateralschaden 30+", Galerie Eigenheim, Weimar
    2012 "collateral creativity", Organ Kritischer Kunst, Berlin
    2010 "total burnout (kunduz version)", Glashaus Düsseldorf
    Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
    2016 "Orient trifft Okzident", Schweinfurt
    "Ostrale weht Oder", Wroclaw
    2015-2016 "RE:BELLION RE:LIGION RE:FORM. Künstler agieren im Umbruch", Kunstsammlungen Zwickau und Spendhaus Reutlingen
    2015 "WARTIFACTS. Gewalt und ihr Abbild in Langzeitkriegen", ACC Galerie Weimar
    2012 "Augenblick Afghanistan", Museum Fünf Kontinente München
    Vorträge und Lehrtätigkeiten u.a. an der HfBK Dresden, den Universitäten Osnabrück und Hildesheim, der TU Dortmund und der Universität für Angewandte Kunst Wien

    Die Werke von Till Ansgar Baumhauer besprechen die Auswirkung des Krieges auf die kulturelle Erinnerung und die Kreuzung verschiedener visueller Kulturen in Zeiten kriegerischer Konflikte sowie globaler ökonomischer und kultureller Homogenisierung. Deshalb arbeitet er mit historischen Artefakten, die er für seine Installationen nutzt. In seiner Arbeit spiegelt er auch die Schwierigkeiten und Möglichkeiten des interkulturellen Dialogs auf der Basis visueller Kulturen.
    Die Arbeit "Study on Disappearance" bezieht sich auf die Serie "Un-Knottings", die Baumhauer seit 2010 realisiert. Durch das Entfernen von Knoten aus afghanischen Teppichen schafft er neue Motive, die dort auf der Oberfläche des Textils erscheinen, wo leeres darunterunterliegendes gewebe sichtbar wird. In seinen ersten Werken der Serie benutzte er militärische Symbole der ISAF-Truppen in Afghanistan, um traditionelle Teppichmuster zu überschreiben. "Study on Disappearance" zeigt den Prozess der Beseitigung großer Teile des Teppichs bis zu dem Punkt, an dem ein Text farbiger Wollknoten übrigbleibt: Ein Grabgedicht des deutschen Barockdichters Andreas Gryphius für seine Nichte, die durch den Dreißigjährigen Krieg in Zentraleuropa starb.
    Die Arbeit "patch perversions" kreuzt die visuellen Kulturen zeitgenössischer Militärabzeichen mit den militärischen Insignien des Dreißigjährigen Krieges: Aquarellskizzen schwedischer Fahnen in Süddeutschland 1633 treffen auf offizielle und polemische Abzeichen sowie die martialischen Symbole werden zur Dekoration eines traditionellen afghanischen Tschaderi, einem Ganzkörperschleier.

  • Nathalie Bertrams

    Nathalie Bertrams * 1968

    http://www.crossingborders.info

    Nathalie Bertrams (*1968) arbeitet als Künstlerin und Fotojournalistin zu Migration, Identität und Staatenlosigkeit. Ihr Kunststudium in Maastricht, San Francisco und Düsseldorf schloss sie 2002 als Meisterschülerin ab. Sie ist 2017 Stipendiatin des Pulitzer Center on Crisis Reporting und erhielt 2016 den Lorenzo-Natali-Medienpreis für Journalismus der Europäischen Kommission. Ihre Arbeiten werden in Zeitungen, Magazinen und Büchern veröffentlicht, sowie international in Ausstellungen gezeigt.

    Libanon beherbergt weltweit prozentual die meisten Flüchtlinge. Neben über einer Million Syrer leben knapp eine halbe Million staatenloser Palästinenser im Libanon. Sie sind Nachkommen der Flüchtlinge, die vor dem arabisch-israelischen Krieg von 1948 flohen, sowie syrische Palästinenser, die erneut ins Exil gezwungen wurden. Seit fast siebzig Jahren im Exil, leben sie im Libanon in einer Art Schwebezustand. Da ihnen die libanesische Staatsbürgerschaft und damit die Grundrechte verwehrt werden, leiden sie unter zahlreichen Diskriminierungen. Als nicht anerkannte Bürger dürfen sie nur eingeschränkt legal arbeiten; sie haben kein Recht auf Wohnraum und nur begrenzten Zugang zu öffentlichen Sozialdiensten, Gesundheitswesen oder Bildung. Ihre Kinder werden in die Staatenlosigkeit hineingeboren. Da viele nicht einmal offiziell registriert sind, bedeutet ihre Staatenlosigkeit ein Leben ohne Perspektiven oder Hoffnung.

  • Peter Blase (NSK STAAT)

    Peter Blase (NSK STAAT) * 1965

    http://www.eurasische-steppe.de

    Geboren 1965, Wermelskirchen, Deutschland.
    Peter Blase ist freier Künstler, arbeitet als Innenarchitekt, war für Architekten tätig und arbeitete für verschiedene Möbel-Designfirmen in Deutschland. Er ist beeinflusst durch die Arbeit von Joseph Beuys und die Arbeit der Neue Slowenische Kunst.
    Ausstellungen:
    Gemeinschaftsausstellung, NSK FOLK ART, at 10. Bienale Taipei 2010
    Gemeinschaftsausstellung, NSK FOLK ART, The Global Contemporary Art Worlds After 1989. ZKM Karlsruhe 2011 - 2012
    Gemeinschaftsausstellung, IRWIN + NSK FOLK ART, Calvert22 Galerie London 2012
    Sammelausstellung, Internationales MAIL ART Projekt "ORIENT EXPRESS", Parkhaus Malkasten, Düsseldorf, 2016

    Das doppelseitige Öl/Acryl Gemälde 1914/1944/1984/2014 kombiniert Daten des ersten und zweiten Weltkriegs mit dem Gründungsdatum des Künstlerkollektivs NEUE SLOWENISCHE KUNST. Auf der Vorderseite ist ein schwarzes Kreuz abgebildet, das einen Fensterblick über Stadt und Burg von Ljubljana verdeckt. Für Peter Blase war die NEUE SLOWENISCHE KUNST anfangs eine alternative Kunstbewegung in Jugoslawien, welche für eine Öffnung der Beziehungen in der Kunstszene zwischen Jugoslawien und der Bundesrepublik Deutschland sorgte, aber auch Kunst-Ideen aus dem Ostblock in den Westen brachte, die einen kritischen Blick auf die damaligen Block-Systeme warf. Durch die Gründung des NSK STAAT wurde ein weiterer Schritt zu einer geistigen Öffnung getan!

  • Recycle Group

    Recycle Group * 1987/1985

    http://recycleartgroup.com

    Die Recycle Group wurde von Andrey Blokhin & Georgy Kuznetsov gegründet.

    Andrej Blokhin
    Geboren 1987 in Krasnodar, Russland
    2004 Absolvent Lyzeum der Akademie für Industriekunst in Krasnodar
    2010 Absolvent der Akademie für Industriekunst in Krasnodar

    Georgy Kuznetsov
    Geboren 1985 in Stavropol, Russland
    2005 Absolvent Kunstakademie Stavropol, Russland
    2011 Absolvent der Akademie der Industriekunst in Krasnodar, Russland

    "Der archeomodernistische Ansatz in den Arbeiten der Recycle Group ist durch ihr historisches Bewusstsein sichtbar, in welchem die Moderne nicht als lineare Kontinuität gezeigt wird, sondern als Summe von abgebrochenen und erfolgreichen Erfahrungen, Scharfsichtigkeit, technologischen Sprüngen sowie ideologischen Sackgassen, einer zeitlichen Verdichtung, (...) Archeomodernismus, als Strategie der visuellen Kommunikation im Oeuvre der Recycle Group, verwandelt Gummi in vermodernden Stein, Plastik in antiquierten Marmor." Zitat Ekaterina Scherbakova

  • Yuriy Borynets

    Yuriy Borynets * 1975

    https://www.facebook.com/e.levicka

    Geboren 1975 in Kalush, Ukraine
    Lebt und arbeitet in Nadwirna, Region Iwano-Frankiwsk
    1997 Absolvent der Bildenden Kunst der Nationalen Wassyl-Stefanyk-Universität der Vorkarpaten.

    Hauptausstellungen:
    2016
    electricity, synthetics, archaic, Galerie Marginesy, Iwano-Frankiwsk
    2015
    Chacha, Bunkermuz, Ternopil
    2008
    Museum der Ideen, Lwiw
    Museum der Schönen Künste, Czernowitz

    Die Gemälde von Yuriy Borynets, voller Ausdruck und Emotionen, können keinem bestimmten Stil zugeordnet werden. Der Künstler gibt zu, dass er die Kunstwerke nicht plant und alles von seinen Stimmungen abhängt. Ein Thema scheint für die Bilder von Yuriy Borynets nicht wichtig zu sein. Am wichtigsten ist für den Maler der Ausdruck seiner individuellen grafischen Geste, plakatiertem Minimalismus und Ausdruckskraft mit faszinierenden Kompositionsrhythmen in Farbe, aber ohne schattigen Hintergrund.

  • Kerstin Junker

    Kerstin Junker * 1989

    http://www.kerstinjunker.com

    1989 geboren in Dresden
    2015 Diplom Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden
    seit 2014 Studium Theatermalerei an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden
    2009–2015 Studium Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden

    Fremdartige und künstliche Szenen erscheinen mir oft menschlicher und realer als das, was uns die Welt als Realität präsentiert. Ich versuche an den Grenzen meiner Vorstellungskraft zu kratzen und mit meinen Arbeiten eine eigene Wirklichkeit zu schaffen. Das Licht verstehe ich als Energie(quelle), ein Strahlen von innen heraus, welches aus der Dunkelheit des Unbewussten gelockt werden will.

  • kamarade.A (NSK STAAT)

    kamarade.A (NSK STAAT) * 1980

    http://kamarade-a.daportfolio.com

    Bürger und Mitglied der Neuen Slowenischen Kunst (NSK).

    Ich bin Bürger des NSK, eines künstlichen, utopischen Staates ohne Grenzen, der - wie jeder Staat - seinen Bürgern diplomatische Körperschaften, Verwaltung und Pässe bietet; ein Staat, der sein Image, seine Identität und seine Mythologie erstellt, dekonstruiert und rekonstruiert, indem er unsere gemeinsame europäische Geschichte aufzeigt. Von russischem Konstruktivismus und sowjetischer Propaganda getragen, beteilige ich mich an dieser Bemühung. Wie für jede Propaganda ist die Frage nach Gut und Böse entscheidend. Der Gegenstand jeder Propaganda ist es, Gedanken und Handlungen zu legitimieren. Der NSK ist nur ein Spiegel, der vor uns ausgebreitet wird. Und was sehen wir in diesem Spiegel? Nur das, was wir sehen wollen.

  • Carsten Busse (NSK Staat)

    Carsten Busse (NSK Staat) * 1965

    http://carsten-busse.de

    Geboren 1965, freiberuflich tätig seit 1994. Seit 1987 zahlreiche Ausstellungen, Kunstprojekte und Kunstaktionen im In- und Ausland. Von 1991 bis 2004 Mitglied der Künstlergruppe soliaire factory. Diverse Arbeits- und Projektstipendien (z.B. Sächsische Kulturstiftung, Kulturamt Leipzig, Kunstfonds Bonn). Zahlreiche Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.

    Meine Arbeit ist multimedial, erforscht Fragen der kulturellen Identität und beinhaltet Installation, Objektkunst, Collage, Malerei und Fotografie. Viele Aspekte meiner Arbeit beschäftigen sich mit Ideologien, Geschichte und Kunstgeschichte. Im NSK-Kontext bin ich Teil eines Kollektivs, das sich mit Parallelen der slowenischen und sorbischen Geschichte und Gegenwart befasst.

  • Fernando Sánchez Castillo

    Fernando Sánchez Castillo * 1970

    *1970 Madrid
    Bekannt wurde Fernando Sánchez Castillo durch Filme, Skulpturen, Installationen und Performances, in denen er die Wirkmacht von Geschichte und kollektiver Erinnerung untersucht. Der Künstler lebt und arbeitet in Madrid
    2005-2006 Residency, Rijksakademie van Beeldende Kunsten, Amsterdam, NL
    2000 Investigation program, ENSBA, Paris, FR
    1995 Philosophy and Aesthetics, Universidad Autónoma, Madrid, ES
    1993 Fine Arts Bachelors Degree, Universidad Complutense, Madrid, ES

    Vor über 25 Jahren fiel die Berliner Mauer und man brauchte nicht mehr darüber zu springen. Etwa 5.000 Menschen konnten durch einen Mauersprung aus Ost-Berlin fliehen. Conrad Schumann war der Erste. Eine sehr gewagte und friedfertige Tat, die die Welt und das Leben vieler anderer veränderte. Um ein Modell zu erstellen, hat Castillo Live-Modelle mit echten Uniformen und Waffen gescannt und die Anatomie des Originalfotos und -films studiert. Er hat einen 9 cm großen Prototyp erstellt, der in Kunststoff-Injektion hergestellt wurde.

  • Christian Chrobok (NSK STAAT)

    Christian Chrobok (NSK STAAT) * 1969

    http://www.instituteforculturalcassation.org

    Christian Chrobok (geboren 1969) ist ein deutscher Maler, Installations- und Performancekünstler. Er absolvierte 1997 die Universität Münster. Ausgebildet in Philosophie, Kulturtheorie und Wirtschaftswissenschaften appropriiert seine künstlerische Praxis die Sprache des Museums und anderer kultureller Archive. Seit 1995 arbeitet Chrobok an einem Langzeitprojekt mit dem Titel Institut für Kulturelle Kassation (Institute for Cultural Cassation) (ICC). Präsentationen dieser Arbeit gab es u.a. in Burren, Leipzig, London, Ljubljana sowie Teipei.

    Das Institut für Kulturelle Kassation (Institute for Cultural Cassation) (ICC) betrachtet Kunstgeschichte, Kunst und künstlerische Moderne durch die Brille von Anthropologie und Ethnologie. Kulturelle Kassation ist die grundlegende Methode dieses Archivapparates, die auf dem kulturellen Gedächtnis als einem Werkzeug zum Manövrieren der Transformation der modernen temporalen Ontologie basiert. Das ICC hat keinen festen Standort und hat sich seit seiner Gründung im Jahre 1995 in Projekten, Installationen und Ausstellungen an verschiedenen Orten wie Kunstmuseen und Galerien manifestiert. Es ist die innere Logik der Produktion und Präsentation von Objekten, Exponaten und Projekten, die den eigentlichen Körper des ICC erzeugt. In das Kunstsystem eingegliedert fungiert diese Struktur als ein anthropologisches Labor, das die Triade aus Kunst, Kunstgeschichte und Kunstmuseum rekontextualisiert.

  • COOP

  • Kevin Cooley

    Kevin Cooley * 1975

    http://www.kevincooley.net

    In seiner multidisziplinären Kunstpraxis arbeitet Kevin Cooley mit elementaren Naturkräften, um Wissenssysteme und ihren Bezug auf unsere Wahrnehmungen und Erfahrungen im Alltag in Frage zu stellen. Durch Fotografie, Video und Installation schafft er Gefüge, durch die experimentelle und performative Gesten beobachtet werden können, um unsere komplexen, sich entwickelnden Beziehungen zur Natur, zur Technik und letztlich auch zueinander zu entschlüsseln.

    Skyward ist eine Videoinstallation, die die menschengemachte Landschaft von Los Angeles und ihre komplexe Beziehung zur natürlichen Welt darstellt. Mit der essenziellen Los Angeles-Erfahrung des Fahrens als Allegorie, nimmt das Video den Blick eines Passagiers ein, nach oben schauend durch ein Cabrio mit offenem Verdeck während einer Fahrt in der Stadt. Anfangs realistisch, wendet sich die Darstellung subtil in einen phantastischen Tagtraum, die Routineaktivität des täglichen Pendelns mit dem Auto überschreitend und über einen Stillstand auf der Straße hin zu einem unberührten blauen Himmel aufsteigend, welcher mit grenzenlosen Möglichkeiten gesättigt ist.

  • Elisa D'Urbano


    Elisa D'Urbano * 1994

    http://cargocollective.com/elisadurbano

    Elisa D'Urbano wurde 1994 in Tivoli geboren. Sie begann ihre offiziellen künstlerischen Studien an der Hochschule für bildende Künste in Rom und besuchte den Studiengang für Malerei. Ihre künstlerische Forschung beginnt mit der Manipulation und Verformung der menschlichen Figur als Reflexion über Identität, die Wahrnehmung unseres eigenen Körpers und den Raum, in dem wir platziert sind, sich in Studien über die äußere und innere ästhetische Erfahrung entwickelnd.

    Diese Arbeiten wollen eine kritische Reaktion auf Widersprüche unserer Zeit erschaffen und auf oft ignorierte oder vergessene Details fokussieren.

  • Klasse Deggeller

    Klasse Deggeller * 1954

    Prof. Marc Deggeller, HfBK Dresden
    Projektmentor der künstlerischen Autor_innen Klasse
    * Geboren 1954 in Schaffhausen, Schweiz
    Seit 1977: Studium an der UdK (Hochschule der Künste) Berlin bei Prof. Achim Freyer, Karl-Ernst Herrmann und Emmett Williams.
    Seit 1984: Produktionsdesign (Set und Kostüme) in verschiedenen Opernhäusern, Theatern und Festtheatern; Unter anderem in: Berlin, Hamburg, FfM, München, Leipzig, Dresden, Basel, Zürich, Athen, London, Reykjavik, Yaounde, Abidjan.
    Filmsets, Video- und Objektinstallationen und Ausstellungen.
    Seit 1990: Dozent an der Universität Hildesheim / Schiller Nationalmuseum Marbach, Bauhaus Dessau / Bauhaus Bühne, FH Hannover, Szenografie-Kostüme.
    Seit 2001: Professur an der HfBK (Hochschule für Bildende Kunst)

    DAVID CAMPESINO
    geb. 1979 in Valladolid, Spanien. Er lebt und arbeitet als Videokünstler und Fotograf in Dresden, Deutschland. Seit 2012 ist er Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 2016 Stipendium for Residency in Atelierhaus Salzamt, Linz, Österreich; 2013 Nachwuchsförderpreis des Filmverband Sachsen e.V., Kurzsüchtig Filmfest.; 2011 Goldener Knochen, Kurzfilmfestival Dogsbonesandcatering, Dresden; 2008 Stipendium beim Euro-Mediterranean Forum on Water and Culture, Turin, Italien; 2008 Wellenreiter Förderpreises , Internationales Kurzfilmfestival Dresden; Einzelausstellungen: 2015 West End, Galería Carrusel, Valladolid, Spanien; 2015 Shame, Container #4, Kulturfestival Weltoffenes Dresden, Kunsthaus Dresden; 2013 Shame, Galerie Hole of Fame, Dresden; Diverse Gruppenausstellungen. Kino-Projektionen zum DAVE-Festival Dresden (2015), Passion Pasta (Cineclub Casablanca, cinema Manhattan, Valladolid (2014+2013) und bei verschiedenen Filmfestivals

    DasTrio ReReRe-HaRoSe lädt die Ausstellungsbesucher*innen mit ihren filmischen Recherchen und Untersuchungen zum Thema der Ostrale-Biennale 2017 an einen runden Tisch ein.

    Der Titel „OUTSIDE THE FRAME" ist Programm.
    Philosophisch befragt - was existiert außerhalb des Bildes.
    Inhaltlich gedacht - alles was nicht in dem Bild zu sehen ist.
    Künstlerisch betrachtet - was unter der Oberfläche transparent wird.

    Die in unserer urbanen Realität ausgewählten Menschen, Räume und Objekte, werden mit eigenwilligen Methoden der Kamera eingefangen und neu komponiert.

    Überlagerte mediale Gestaltungsmittel, zeitliche Strecken und extreme Formate schärfen die Wahrnehmung für neue Sichtweisen des Betrachters ohne den Gegenstand zu erklären.

    Die Studierenden der interdisziplinären Bühnen- und Kostümbildklasse Deggeller und dem Lehrbeauftragten Videokünstler Campesino, fügen ihre Werke in einer für das Publikum dialogischen Raumkonstellation zusammen. Der Tisch bildet dynamische Ensemble.

    Hannah Enste
    Der Besuch eines Ortes. Einer kleinen, anderen Welt. Ein Perspektivwechsel. Ein Ort der seine anziehende Wirkung auf mich im Lauf der Zeit verloren hat.
    Eine Rückkehr.

    Romy Rexheuser
    Immanente Strukturen. Neu organisiert.
    Neues wirkt auf Altes. Linien des Lichts wirken auf den historischen Raum, ohne ihn zu zerstören. Sie geben ihm eine neue Form. Stehen bleiben, Zeit nehmen, wahrnehmen. Es ergeben sich unerwartete neue Raumgefüge, die sich latent transformieren. Auf Starre trifft Bewegung, auf Geschlossenheit trifft Offenes. Der historische Innenhof des Japanischen Palais wird einen Tag lang von der Kamera fixiert und verändert sich ausschließlich durch den Einstrahlungswinkel der Sonne. Was bleibt, ist ein sanft vibrierender, verwandlungsfähiger und vielgestaltiger Ort.

    Sebastian Schrader
    Eine Annäherung an einen Werkstattraum und seiner Nutzerin in dem rund um die Uhr verändert und erneuert wird. Das Alltägliche der Arbeit und die kleinen Veränderungen im Lebensalltag werden fokussiert. Dabei geschieht das Sichtbarmachen von Arbeit als greifbaren und hörbaren Prozess. Das Handwerk als Lebensgrundlage, bei der jeder Handgriff einer Komposition gleichkommt, aber auch der Existenzsicherung dient. Der Raum in der merkwürdigen Schwebe zwischen konzentriertem Prozess, eingefrorener Zeit und unmittelbarem Eindringen von Außen

  • abitalbero

    abitalbero * 1970

    http://www.abitalbero.com

    Geboren 1970 in Rom, wo er sein architektonisches Studium begann. 1996 zog er nach Aachen, wo er 2002 sein Studium an der RWTH-Aachen beendete. Während seines Studiums arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros in Rom und Aachen. 2002 bis 2005 arbeitete er als Assistent im Lehrstuhl für Architekturgeschichte bei Prof. Jan Pieper, ab 2005 war er Gastprofessor am CAAD-Lehrstuhl von Prof. Peter Russell und arbeitete als freiberuflicher Architekt. 2006 gründete er das Architektur-Design-Atelier lacasasullalbero in Rom, welches auf nachhaltige Architektur und die Konstruktion von Baumhäusern spezialisiert ist. 2010 änderte er den Namen des Ateliers in "abitalbero" und begann, auch als Installationskünstler auf Ausstellungs- und Landkunstfestivals zu arbeiten. Er lebt in Belgien und Rom.

    Weiße Linien zeigen das nichtvorhandene Volumen des archetypischen Wohnortes des Menschen auf. Ein Haus, das keinen Menschen beherbergen kann, sondern das sich selbst in einen ursprünglichen Wohnort, den Wald, einfügt. Häuser und Wald sind beides Lebensplätze, die der Menschheit Gastgeber waren und auch noch sind und sich koexistierend als Gleichnis von Nicht-Ort oder Trugbild begegnen.

  • Henri Deparade

    Henri Deparade * 1951

    http://henri.deparade-art.de/

    1977 Diplom für Malerei und Grafik an der Hochschule für Kunst und Design Halle
    ab 1977 Atelier für Malerei/ Grafik in Halle, seitdem Ausstellungen und Mitglied im Verband Bildender Künstler
    1983-1985 Meisterschüler von Prof. Willi Sitte
    1988 „Antrag auf ständige Ausreise aus der DDR", damit verbunden Ausstellungsverbot
    seit 1995 Atelier für Malerei und Grafik in Dresden
    1992-2017 Professur für Zeichnung/Malerei/ Grundlagen elementarer Gestaltung an der HTW Dresden

    „...Der Maler Henri Deparade erzählt keine alten Stories. Er benutzt den antiken Mythos wie ein Reservoir, wie eine hoch geladene Batterie. Im Grunde ist es reine Energie, was von „Agamemnon" und „Kassandra", von „Iason" und Medea", „Dionysos" und „Marsyas", von „Odysseus" und „Penelope" herüber hallt. Es sind allesamt Namen, die für Grenzzustände stehen, für Extremsituationen, für das Theater der Grausamkeiten, das Leben heißt, also für die abgründigen, die bodenlosen Wahrheiten"
    Hans-Joachim Müller, Kunsthistoriker, Freiburg/ Berlin, 2015

  • Constanze Deutsch

    Constanze Deutsch * 1980

    *1980 in Dresden
    2002-09 Studium Malerei/ Grafik HfBK Dresden
    2009-15 Meisterschülerstudium HfBK Dresden

  • Said Dokins & Leonardo Luna

    Said Dokins & Leonardo Luna * 1983

    https://www.instagram.com/saidokins/

    Said Dokins bezieht sich auf Kalligraphie und Graffiti als vermittelnde Praxis mittels Inschriften und Spuren, symbolische Ordnungen verdrehend und als eine Art politischer Artikulation. Dokins lebt und arbeitet in Mexiko-Stadt. Seine kulturellen Praktiken übernimmt er aus zeitgenössischer Kunst, Forschung und Kulturmanagement. Er startet kuratorische Projekte, die sich auf Urban Art sowie eine Reihe von politischen Fragestellungen seines Landes beziehen. Er macht sich die Sparsamkeit mittelalterlicher Kalligraphie und die Energie und Ausdruckskraft der japanischen Kalligraphie zunutze, um ein poetisches Werk zu schaffen, das auf vor-phonetischem Schreiben basiert. Für Dokins ist jede Erfahrung eine Spur, ein psychischer Eindruck, der in unserem symbolischen Universum eine Textur erzeugt. In diesem Sinne findet Kalligraphie und Graffiti nicht nur auf Papier und Tinte, an den Wänden und als Spray statt, sondern mit jedem Ereignis unserer Existenz.

    Leonardo Luna ist ein in Mexiko-Stadt arbeitender und lebender Fotograf. Seine Annäherung an die Fotografie begann schon in jungem Alter, vom Vater im Studio der Familie lernend. Seine Arbeit zeigt einen Übergang zwischen verschiedenen Stilen, von kommerzieller Werbung bis hin zur Dokumentation verschiedener urbaner und künstlerischer Szenen wie Graffiti, Underground Hip Hop, elektronischer Musik und Performance. Er interessiert sich besonders dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Künstlern zu neuen Wegen des Erschaffens führt.

    "Heliographies of memory" ist ein Projekt, das aus einer Reihe von fotografischen Aufzeichnungen von Aktionen im Öffentlichen Raum besteht, an Orten wie öffentlichen Plätzen, verlassenen Gebäuden oder Denkmälern in mehreren Städten in Mexiko, Deutschland und Frankreich aufgenommen. Die Serie verwendet Kalligraphie und Lichtmalerei als ikonisch-textuelle, kurzlebige, nichtinvasive, unsichtbare Handlungen, die nur durch lange Belichtungsfotografie aufgenommen werden können. Diese visuellen Aufzeichnungen beziehen sich auf die Begegnungen der Bewohner der Stadt, auf den historischen und symbolischen Wert eines jeden Platzes, den Begriff des kollektiven Gedächtnisaufbaus reizend und ein Umdeuten der architektonischen Wahrzeichen einer Stadt provozierend. Die Begriffe von Geschichte und Tod, von Augenblick und Dauer, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, sowie Inschrift und Tilgung, wirken als allegorische Objekte, um die Vergänglichkeit der Zeit an einem Ort als ein Geheimnis unseres menschlichen Seins und unseres individuellen geschichtlichen Werdens aufzuzeigen

  • Heinz Bert Dreckmann

    Heinz Bert Dreckmann * 1948

    http://www.heinz-bert-dreckmann.de

    Geboren 1948 in Köln
    1965 - 1971 Studium der Wand- und Experimentellen Malerei an den Kölner Werkkunstschulen
    seit 1972 freischaffend in Köln, Berlin und Falkensee
    Ausstellungen (Auswahl)
    2016 „WERKZEUG IST KUNST" Spektrale7, Luckau
    2015 „Brandenburgischer Kunstpreis" Schloss Neuhardenberg
    2014 „OSTRALE" Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste Dresden

    Industriell hergestellte Produkte dienen als Ausgangsmaterial meiner Arbeiten. Losgelöst von ihrer Funktion und ihrem Wert, werden sie in neue Objekte transformiert. Ein einziges Modul ist Baustein. So puristisch die Veränderung gehandhabt wird, so spielerisch und selbstverständlich öffnet sie sich dem Betrachter im fertigen Objekt. Die repetitive Ordnung, der Glanz des Materials und die Harmonie des in sich geschlossenen Objekts schaffen eine rhythmische, ornamentale Formenkomposition. In ihrem konzeptuellen Ansatz gehen die Arbeiten grundlegenden Fragen nach Definition und Abgrenzung von Objekt und Kunst nach, die sich bis hin zu Marcel Duchamps Readymades zurückverfolgen lassen.

  • Diamante Faraldo

    Diamante Faraldo * 1962

    http://www.diamantefaraldo.it

    Geboren 1962 in Aversa. Er besuchte bis 1984 die Accademia di Belle Arti in Neapel und hatte anschließend seine ersten Einzelausstellungen in Neapel und Grenoble. 1986 zog er nach Berlin, um weitere Studien der Kunst zu intensivieren. Aus Deutschland zurückkehrend zog er nach Mailand, wo er auch heute noch lebt.

    A nord del futuro (Nördlich der Zukunft), nach einem Vers von Paul Celan, hat eine hölzerne Oberfläche, die Schläuche als visuellen Horizont bedeckt. In ihrer greifbaren Dimension bezieht sich das Kunstwerk auf räumliche Verluste, in denen die Geopolitik selbst verspottet wird, da die Kontinente in einer überqueren Position zum real bekannten wiedergegeben werden, als ob sie von einem Gewässer reflektiert würden. Eine Karte der Erinnerungen, die durch das innere Röhrensystem verstärkt wird, sowie durch die Kodierungen, die sie auf der "Haut" trägt, und durch ein einzelnes Polyeder, das in seiner geometrischen Perfektion für symbolische Referenz westlicher Kultur steht.

  • Viola Fátyol

    Viola Fátyol * 1983

    http://www.fatyolviola.com

    (* Debrecen, 1983) Viola Fátyol ist eine ungarische Künstlerin, die in Budapest lebt und arbeitet. Sie studierte Fotografie an der Moholy-Nagy-Universität für Kunst und Design, wo sie aktuell auch an ihrer Doktorarbeit im Bereich multimedialer Kunst arbeitet. Sie beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit mehreren Themen, die stark auf ihren persönlichen Erfahrungen, Kindheitserinnerungen oder Lebenereignissen basieren. Ein Mitglied einer Gemeinschaft zu sein steht immer an der Spitze ihres Interesses, daher versucht sie, sich diesen Mitgliedschaften von verschiedenen Aspekten her zu nähern und Fragen individueller und kommunaler Identität zu studieren. Sie hatten mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen in Ungarn und Europa, eine Einladung, sich an einer Ausstellung des Museum Ludwig zu beteiligen, sowie an Ausstellungen der Fotogalerie Wien, des Kunstverein Düsseldorf u.a. Sie gewann den Robert Capa Grand Prize Hungary im Jahr 2016.

    Die laufende Serie mit dem Titel "Ne pas en mon nom" befasst sich mit Fragen der Verarbeitung von Terrorattacken in Europa. Die Arbeit begann in Paris, direkt nach dem Angriff auf das Büro des Magazins Charlie Hebdo im Januar 2015. Die Künstlerin dokumentierte kurzlebige Gedenkorte, die von den Menschen erschaffen wurden, welche versuchten, ihre Trauer und verwirrten Gefühle auszudrücken, und nahm viele Fotos der unter Schock stehenden Stadt auf. Diese Bilder wurden dann zu einem Archiv geformt, zu dem sie immer wieder zurückkam, um es zu überdenken, neu zu ordnen, zu retuschieren und zu überarbeiten. Mit diesen nachträglichen Handlungen versucht sie die Bilder verwittern zu lassen und sie dadurch in symbolische Zeichen umzuwandeln, um damit Fragen unserer immer bedrängenderen und frustrierteren Realität zusammenzufassen.

  • Feng Lu


    Feng Lu * 1979

    http://feng-lu.com/

    2005/06 Meisterschüler an der Universität der Künste, Berlin
    2005/07 Burg Giebichenstein Kunsthochschule, Halle
    Studienschwerpunkte: Plastik und Schmuckdesign
    2003/06 Absolvent Universität der Künste, Berlin
    Studienschwerpunkte: Plastik und Gestaltung mit diversen Materialien
    2001/03 Kunsthochschule Berlin (Weißensee)

    Einzelausstellungen
    2016 Delight in Small Things, Galerie Michael Schultz, Berlin
    2013 KULTUREN – KONTAKTE, Villa Streccius, Landau
    2013 "Traum und Wirklichkeit", Kunstkabinett Regensburg, Regensburg

    13 am Tisch: der Titel wurde durch den Roman "Thirteen at Dinner" von Agatha Christie inspiriert. Es ist eine Dokumentation der Menschheit. Alle Menschen suchen nach Identität und wollen herausfinden, zu welcher Gruppe sie gehören. Wenn sich die Gruppe bildet, färbt sich ihre Haut, ziehen sie sich dieselbe Uniform an und kämpfen dann miteinander, so wie es viele Hähne und eine Henne in einem Käfig gibt, um zu zeigen, wer am stärksten und am besten sei. Jeder Mensch repräsentiert eine Gruppe und alle wollen eine Friedenskonferenz machen, alle erscheinen dabei wie Superhelden, aber sie haben jeweils selber hässliche Geheimnisse. Z.B. der weiße Gorilla-Politiker benimmt sich cool und nachdenklich, um die Problematik wie z. B. der Globalen Erwärmung zu lösen aber tatsächlich hat er im Kopf, was er am Mittag gegessen hat und wie sein Kot als Abendessen schmecken würde. Politiker handeln wie bei Koprophagie, dem Verzehr von Kot: die schön formulierten aber stinkende Reden werden jahrelang fast unverändert wiederholt und von Politikern verkauft und nur untern Politikern "gegessen" und ergeben in der Tat keine Leistungen für die Gesellschaft.

    Believe Me and God Bless You: Eine Kirche mit Elefantenarsch als Hinterfassade ist ein Symbol der Religion. Seit Jahrzehnten wurde Religion als Ausrede für Kriege, Terrorismus und andere Menschheitverletzungen ausgenutzt. Ob man eine Religion braucht oder nicht, woran und an wen man glaubt, bleibt offen. Eine Religion, wenn auch ein Kult, wurde immer mit seltsamen Wundern und mit utopischen Hoffnungen und Wünschen geboren. Aber langsam versagt das System und der Mechanismus und die reale Welt hat sich durch die neue Religion und den Glauben verschlechtert und könnte zum Weltuntergang führen.

  • Parastou Forouhar

    Parastou Forouhar * 1962

    http://parastou-forouhar.de/

    *1962 in Teheran/Iran, Kunststudium an der Universität Teheran, seit 1991 lebt und arbeitet sie in Deutschland,1992-1994: Aufbaustudium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Teilnahme an zahlreichen internationale Ausstellungen.

    Wie positioniere ich mich als Künstlerin in einer Welt, die von Strukturen der Gewalt durchsetzt ist, und welche Strategien kann ich entwickeln, um die daraus hervorgehenden Sachverhalte ins Bild zu bringen? Meine künstlerische Arbeit begreife ich als einen Raum, den ich öffnen kann, um das angesprochene Dilemma zu veranschaulichen. Vielleicht geht es mir um die Herstellung einer Koexistenz zwischen der schönen Vision und der grausamen Realität, um einen Raum, in dem Anwesenheit und Abwesenheit gleichzeitig erfahrbar sind. Die auf dem Ornament basierende Bildsprache eröffnet mir die Möglichkeit, solchen kontroversen Empfindungen und der daraus entstehenden Paradoxie Ausdruck zu verleihen. Es geht mir um Darstellung von Machtstrukturen, indem die Figuren in Rollen verdrängt sind, und die Spirale der Gewalt, die sich endlos fortsetzt und Macht und Ohnmacht miteinander verwebt. Hier wird das Ornament zu einem Labyrinth, das den Betrachter hineinzieht, um ihm die Frage zu stellen: Wo stehst Du?

  • Kerstin Franke-Gneuß

    Kerstin Franke-Gneuß * 1959

    http://www.kerstin-franke-gneuss.de

    1959 geboren in Meißen
    1978-1984 Studium Malerei und Graphik, Hochschule für Bildende Künste Dresden
    seit 1989 Gründungsmitglied der Dresdner Sezession 89 e.V.
    seit 1995 Atelier im Künstlerhaus Dresden Loschwitz
    zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

    "Bei aller abstrakten Auflösung der Form herrscht auf Franke-Gneuß´ Radierungen kein Chaos. Ihre Linien und Flächen sind einer inneren Spannung, einer Richtung unterworfen, als würde ein Wind darüber wehen und auf natürliche Weise das Bildgeschehen ordnen. Auflösung und Halt, Bewegung und Richtung, Freiheit und Erdung fallen hier zusammen." Dr. Carolin Quermann, Kustodin Städtische Galerie Dresden

  • Michiel Frielink

    Michiel Frielink * 1979

    http://www.michielfrielink.de

    1979 geboren in Enschede, den Niederlanden
    2011 Bachelor of Fine Art, Malerei, Akademie voor Kunst en Industrie, Enschede
    Lebt und arbeitet in Leipzig

    In meinen Bildern versuche ich, mich mit der Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen, um die die Welt verändernden Ereignisse auf einen Maßstab zu bringen, auf dem sie leichter verstanden werden können. Ich erfinde kleine Geschichten, um das größere Gefüge sichtbar zu machen. Das Publikum ist eingeladen, sich eine eigene Erzählung auszudenken, während es die Arbeit betrachtet. Im Arbeitsprozess werden zuerst grobe Skizzen gemacht, um anschließend Modelle zu verwenden, um die Szenen zu inszenieren. Ein auf den Moment eingefrorenes Theaterstück entsteht, das in Farbe eingefangen wird. Fast vergessene Techniken der Malerei werden für die Arbeiten wiederbelebt. Durch die in den Gemälden zu entdeckenden Symboliken, Mythen, Legenden und Kunstreferenzen entsteht ein neues Bild, welches in kollektivem Bewusstsein verwurzelt ist.

  • Manuel Frolik

    Manuel Frolik * 1979

    manuelfrolik.de

    *1979, lebt und arbeitet in Dresden und Leipzig
    2011-2013 Meisterschüler, HfBK Dresden
    2007-2011 Student für Skulptur und Raumkonzepte, HfBK Dresden
    2005-2007 Grundstudium HfBK Dresden
    2015 Förderankauf durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
    2012 Preisträger des Hegenbarth-Stipendiums der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden im Programm des Deutschlandstipendiums
    Projekte
    seit 2016 The Kabakon Art House – Projektraum für zeitgenössische Kunst in Leipzig, www.kabakon-art.de
    seit 2012 Alte Molkerei Radebeul, Ateliergemeinschaft und Ausstellungsraum in Dresden/Radebeul

    Manuel Frolik ist ein Meister der Täuschung. In seinem Werk inszeniert er skurrile und unerhörte Momente, in denen er die Möglichkeiten medialer „Wirklichkeitserzeugung" auslotet. Zentrale Begriffe wie Authentizität, Wirklichkeit oder Wahrheit werden so hinterfragt und einem künstlerischen Narrativ untergeordnet. Ein Narrativ aus den persönlichen Fiktionen des Künstlers heraus, welches für den Betrachter jedoch stets übersetzbar bleibt. Die Täuschung ist hierbei keineswegs nur böswillige Manipulation. Sie ist eher als magisches Werkzeug zu verstehen, welches uns mitnimmt, verstört oder bezaubert.

  • Rao Fu

    Rao Fu * 1978

    www.fu-rao.com

    2002-08 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden
    2008-10 Meisterschüler bei Prof. Ralf Kerbach
    10-2012 Kunsttherapie-Studium an der HfBK Dresden
    Einzelausstellungen
    2017 Rao Fu - Malerei, Galerie Heissing, Lübeck, Geramny
    2016 Rao Fu »CHIMERICA«, Projektraum Neue Galerie, Städtische Galerie Dresden
    2014 Follow Wind, Kunstverein Junge Kunst, Wolfsburg
    2012 Chimerika, Kunstverein Göttingen
    2010 Chimäre, Galerie Ling, Berlin
    Gruppenausstellungen
    2015 "Das muss man gesehen haben" 10 Jahre Städtische Galerie Dresden - Erwerbungen und Schenkungen, Dresden

    Rao Fu will die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der westlichen und östlichen Kultur erforschen. „Chimerika" versucht, ein neues Konzept der Menschheit zu schaffen, das der Chimäre (ein Begriff verwendet, um die symbiotische Beziehung zwischen China und den Vereinigten Staaten von Amerika zu beschreiben). Die Werke zeigen vage Konflikte und innere Spannungen zwischen und innerhalb der Protagonisten. Ein wesentlicher Schwerpunkt in Rao Fus Fantasielandschaften ist die Natur, und ihre Ausbeutung durch die Menschen. Da diese Beziehung durch Zerstörung und Sanierung gekennzeichnet ist, entsteht ein endloser Kreislauf.

  • Karen Gäbler

    Karen Gäbler * 1975

    http://www.karengaebler.de

    1975 in Dresden geboren
    1998-2003, Studium an der HfBK Dresden
    2014 Aufnahme Künstlerbund Dresden
    Ausstellungen
    2014 Galerie Grafikladen, Plattleite Dresden
    2015 Altes Wettbüro, Dresden
    2017 Galerie am Damm, Körnerplatz, Dresden
    Arbeits- und Wohnort: Dresden

    "Erlösung verspricht in der christlichen Ikonographie die Figur des Gekreuzigten. Absichtsvoll nutzt Gäbler die tradierte Bildsprache in ihrem Werk „Gegrüßet seist du", das eine fast surreal anmutende Begegnung einer von Rogier van der Weyden übernommenen Christusfigur mit der der Künstlerin zeigt. Virtuos kombiniert Gäbler überlieferte Bilder mit zeitgenössischen Motiven ebenso wie alte Maltechniken mit modernem Farbauftrag. Sie aktualisiert uralte Themen der Menschheitsgeschichte und schafft damit eindrückliche Sinnbilder für die Gegenwart."
    Kathleen Schröter

  • Giovanni Gaggia

    Giovanni Gaggia * 1977

    http://www.giovannigaggia.it

    Giovanni Gaggia wurde 1977 in Pergola geboren, wo er zurzeit lebt und arbeitet. Im Jahr 2008 gründete er den kulturellen Zusammenschluss Sponge ArteContemporanea, dem er als künstlerischer Leiter vorsteht. Seine Arbeit kann vor allem als ein Streben nach einem Gleichgewicht zwischen Performance und Zeichnung gesehen werden. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Gaggias künstlerische Inspiration und Kreativität, die sich immer am menschlichen Körper ausrichtete, hin zu einzelnen besonderen Stellen dessen. Seine künstlerische Produktion konzentriert sich auf das Bild des Herzens, sowohl anatomisch als auch fleischlich, das in der Tat die Hauptrolle einiger sehr emotionaler Aufführungen geworden ist. Diesen Aktionen folgten vor kurzem delikatere, aber ebenso mächtigere Forschungen, die durch sein neues Interesse für Stickerei hervorgebracht wurden. Themen wie Identität, Rituale, Selbstverleugnung und das Teilen sind Eckpfeiler für Aufführungen, die immer als Interaktion mit anderen Menschen dienen. In ihnen leiden die ins Spiel kommenden Identitäten unter wechselseitiger Ansteckung und rufen Erinnerungen an schamanische Riten sowie Rituale der Einweihung hervor, durch die sich die tieferen Bereiche des menschlichen Geistes verwandeln. Der Inhalt der Handlungen und den Aufruf zur Opferung kann man dann als Metapher für die Befreiung und die Verwirklichung der Seele sehen.

  • Mavi Garcia

    Mavi Garcia * 1975

    http://www.mavigarcia.de

    2017 Neuer Kunstverein Regensburg e.V.
    Alfred Institute, Tel-Aviv
    2016 Schloss Burgau, Düren
    Die Zelle, Aachen
    2015 40grad urbanart Festival, Düsseldorf

    Der Affe als Stellvertreter für unsere Instinkte ruht inmitten der Bürokratie, die als Sinnbild für unser Regelwerk Bauchgefühl und Mensch "entzweit".

  • Max Gehlofen

    Max Gehlofen * 1989

    http://maxgehlofen.com

    Oktober 2010 Beginn des Kunststudiums an der Ruhrakademie in
    Schwerte
    Mai 2011 Gruppenausstellung Rpott im Ruhrtalmuseum Schwerte mit
    Auszeichnung
    Oktober 2014 Diplom in freier Kunst an der Ruhrakademie Schwerte
    mit Auszeichnung
    Oktober bis November 2015 Einzelausstellung „Endogener
    Versuch" mit den Leerraumpionieren in Würzburg
    August 2016 nominiert für den BloomArtAward
    September 2016 Rückertnacht in Schweinfurt, Aneignung einer
    Bronzeskulptur im öffentlichen Raum

    Der Dualismus des menschlichen Lebens zwischen geistiger und körperlicher Welt. Das Menschwerden zwischen innerer Stimme und äußeren Einflüssen. Verwunderung darüber, dass die eine Sache ohne die andere nicht existent wäre. Nur reine Subjektivität scheint ehrlich. Wer Da reingeht, der soll sich nie in Sicherheit wägen, immer zweifeln. Das Leben als Versuch, verlangt den Menschen als Vorschlag. Jede Tür eine Option, jede Tür ein Symbol. Symbol für die Unumgänglichkeit der Veränderung. Im Leben selbst irrt der Mensch so oft nur umher, wir suchen etwas, uns selbst, unsere Idee. Der Fingerabdruck, das letzte von all dem, was bleibt. Keine gute, keine schlechte Möglichkeit, kein Dualismus, absoluter Dualismus. Alles ist möglich, jeder Weg für jeden anders. Ich will gefährlich nahekommen, das erreichen, was ihr so beschützt.

  • Julius Georgi

    Julius Georgi * 1985

    http://julius-georgi.de/

    1985 Geboren. Arbeitet und Lebt in Dresden
    1997 Deutscher Jugendfilmpreis Hannover
    2002 GtA (esb medien) in Dresden
    2005 Theaterwerkstätten der Semperoper - Dresden
    2007 Hochschule für Bildende Künste Dresden
    2014 Diplom (Malerei / Grafik) HfBK

    Julius Georgi, ein Maler, der den Betrachtenden die Entscheidung überlässt, ob er in seinen Bildern Fragen stellt, oder Antworten formuliert. Er verwirrt mit seiner zum Konzept gewordenen Kryptik seines Strichess und seiner Themen. Julius Georgi, ein Maler, der sich im Fortlauf seines Werkschaffens einen selbstgefälligen Manierismus entwickelte und sich damit einer bequemeren kommerziellen Beliebigkeit entzieht. Er malt Bilder, die dem Betrachter eine Geschickllchkeit des Sehens abfordert, mit der sich die Bedeutungsgehalte seiner Bilder den Geduldigen erschließen.

  • Philipp Gloger

    Philipp Gloger * 1983

    http://philippgloger.de

    1983 in Dresden geboren
    2007 einjährige Studienreise Asien und Australien
    2010 Diplom Malerei / Grafik, HfBK Dresden
    2012 Abschluss Meisterschülerstudium an der HfBK Dresden
    2016 Reisestipendium Rotterdam, Goethe-Institut Rotterdam / Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden
    Philipp Gloger lebt und arbeitet in Dresden.

    In seiner Malerei, Collage und Assemblage stellt Philipp Gloger überfüllt wirkende, aber doch geordnete und funktionierende Systeme dar. Es geht ihm um Urbanität, Fortschritt, Informationsflut und den ständig wachsenden Grad an Vernetzung dieser Welt. Sein Fokus liegt auf der Komplexität und der unscharfen Grenze von Ordnung und Chaos in meist urbanen Räumen. Oft stellt er diese Wechselbeziehungen auf spielerische Weise dar. Glogers Haltung zum technischen Fortschritt ist ambivalent: Das ständige Wachstum, welches die Menschheit seit ihrem Anbeginn prägt, wird bewundert und zugleich kritisch hinterfragt.

  • Marianna Glynska

    Marianna Glynska * 1984

    mariannaglynska.io.ua

    Marianna Glynska wurde in Kosiv geboren, einer Stadt im westlichen Teil der Ukraine. Nach dem Abschluss der Schulzeit im Jahr 2001 begann sie an der Nationalen Wassyl-Stefanyk-Universität der Vorkarpaten in Iwano-Frankiwsk Linguistik und Literatur zu studieren. Während des Studiums fing sie an, Kurse zur Fotografie zu besuchen und engagiert sich seitdem auch stark für das regionale kulturelle Leben. Im Jahr 2006 hatte sie eine persönliche Fotoausstellung im Regionalmuseum Iwano-Frankivsk und nahm an verschiedenen Gruppenausstellungen teil. Im Jahr 2006 erhielt sie einen Master-Abschluss in Linguistik und Literatur und nahm eine Arbeit als kommerzieller Fotograf und als Englisch-Lehrer an der medizinischen Hochschule in Iwano-Frankivsk an. Im Jahr 2009 erhielt sie das Fulbright-Stipendium, um Kunst in den USA studieren zu können. Sie besuchte die Texas Tech University (TX, USA) und im Jahr 2012 bekam sie den Master in Fine Arts. Während ihrer Zeit in den USA, fing sie an, ihrer nationalen Identität und dem kulturellen Erbe mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Im Jahr 2012 kehrte sie in die Ukraine zurück. Zur Zeit lebt sie in Iwano-Frankiwsk, unterrichtet weiterhin Englisch und beteiligt sich an Kunstausstellungen und am kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Ukraine.

    Oft reiste ich von einer Stadt zur anderen, und irgendwann erwischte ich mich dabei, verschiedenste Plakate zu betrachten. Es fiel schwer, sie nicht zu bemerken, vor allem bei Ihrer Größe und Lage. Gezwungen zu sein, sie sehen zu müssen, die Botschaften lesen zu müssen, welche von bestimmten Bildern begleitet wurden, fing ich an, mir folgende Fragen zu stellen: Wie beeinflussen uns diese Plakate, besonders politisch-geprägte? Was bedeutet es, patriotisch zu sein? Kann der Tod durch idealisierte Vorstellungen von Freiheit, Patriotismus und Liebe gerechtfertigt werden? Wer entscheidet, wie sich jeder Mensch verhalten und handeln sollte? Sind wir die Teile einer großen Maschine und können wir wirklich frei sein? Wo ist die Linie zwischen Realität und Fiktion, Lüge und Wahrheit? Mich selbst als Künstlerin ansehend, habe ich immer versucht, mich von Politik fernzuhalten, aber durch die Betrachtung der Werbetafeln, sowie Tote sehen zu müssen, die in einem inoffiziellen Krieg sterben, der seit mehr als drei Jahren in der Ukraine stattfindet, habe ich verstanden, dass dies unmöglich ist. Ob wir es mögen oder nicht: die Politik beeinflusst jeden unserer Lebensbereiche.

  • Michael Goller

    Michael Goller * 1974

    http://www.michaelgoller.com

    1974 geboren

    Es ist wie mit dem Fluss. Wir sehen alles gleichzeitig: die Steine am Grund, die Spiegelung der Wolken und des Mondes, die treibenden Blätter auf der Oberfläche, die Gedanken aus unserem Inneren, die Bäume am Ufer, den Staub im Gegenlicht, den Schatten unserer eigenen Wimpern. Das Fließende selbst ist dabei immer klar und nur an seinen Wirkungen sichtbar.

  • Yuliya Gomelyak

    Yuliya Gomelyak * 1987

    Geboren 1987 in Buchach, Ukraine
    2004-09 Nationale Wassyl-Stefanyk-Universität der Vorkarpaten in Iwano-Frankiwsk
    Seit 2009 Mitglied des Vereins Art Youth Formation
    2010-14 Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw, Bereich "Journalismus";
    2013 Kunst an der "Akademie für Fotografie und Innendesign" in Kraków;
    Seit 2015 Studium der Psychologie an der Nationalen Wassyl-Stefanyk-Universität der Vorkarpaten in Iwano-Frankiwsk;
    Seit 2016 Mitglied der Nationalen Fotografenvereinigung der Ukraine
    2016 Stipendiatin des Programms des polnischen Kulturministers «Gaude Polonia»;
    Dezember 2016 - persönliche Fotoausstellung "О дивний новий світ" ("Seltsame neue Welt"), Galerie "Art na Mur" ("Арт на Мур"), Iwano-Frankiwsk

    Mithilfe von Schaufenstern, in denen mehrere Bilder überlagert werden, wird eine Aufschichtung von verschiedenen Aspekten des persönlichen "Ichs" der Künstlerin präsentiert. Das dystopische Buch "Schöne Neue Welt" von Aldous Huxley lieferte einen der Impulse, um dieses Foto-Projekt zu starten. Es spiegelt eine Welt, in der die Menschen und deren Leben auf den ersten Blick einfach nur ideal wirken. Die Charaktere von Huxley sind jung, schön und glücklich, sie haben keine Mängel oder Nöte und auch keinen Grund zur Sorge. Sie leben nur für den Tag, in gedankenloser Freude und ewigem Vergnügen. Diese "schöne neue Welt" wurde künstlich geschaffen und die Menschen sind unnatürlich und lügen. Die Charaktere meiner Spiegelungen sind Personifikationen von dem, was verborgen ist, was sie nicht ideal erscheinen lässt. Die Vorführung dieser Defizite und Merkmale durch die Schaufenster ist eine Herausforderung.

  • Philine Görnandt

    Philine Görnandt * 1980

    http://philine-goernandt.de

    Objektkünstlerin, freie Dozentin
    Geboren 1980 in Jena
    Lebt und arbeitet in Jena, Fürth und Apolda
    Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Erfurt, Jena, Nürnberg, Linz (A), München, Weißenohe
    Vorstand im Kunstverein über Land e.V., Apolda

    Bewegung ist das wichtigste Element des menschlichen Daseins. In unterschiedlichsten Formen und Strukturen begegnet es uns. So wird die Übertragung von Bewegung auf die großen Zahnräder der Welt, wie Digitalisierung, politische Systeme, initialisiert und in Bewegung gesetzt. Wichtigste Bestandteile des menschlichen Miteinanders, wie Freundschaft, Hoffnung, Mut und Liebe, halten diese in Gang. Ein ineinander, miteinander fließendes Geflecht, in dem das Eine das Andere bedingt.

  • Urban Grünfelder

    Urban Grünfelder * 1967

    http://www.gruenfelder.at

    Geboren 1967 in Brixen/Italien
    2017 Akademie der Bildenden Künste Wien
    2016 Klagenfurt, Kunstverein Kärnten, Ahead of the game
    2015 Dresden, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Ostrale 2015
    2009 New York, Scope

    Urban Grünfelders Bildsprache basiert auf einem Alphabet "plakativer Figuren", die in ihrer Vielseitigkeit menschliche Existenz verkörpern. Er spricht von einem Register körperlicher und emotionaler Regungen. Sie stellen Menschen im freien Fall dar, in einem Moment, in dem das Überleben auf dem Spiel steht. Die Figuren sind eine Reduktion auf das Menschenmögliche: monochrom und graphisch, symmetrisch und perfekt. Sie sind Icons und werden variabel eingesetzt. Vereinzelt stehen sie für das Individuum, treten sie zu dritt auf, dann symbolisieren sie Gesellschaft. In den letzten eineinhalb Jahren hat Grünfelder seine Bildsprache verändert. Die plakativen Figuren und die monochromen Hintergründe - die Schicksalsräume - sind geblieben. Neu sind nun virtuos gemalte naturalistische Szenen, mit denen die plakativen Figuren in den Dialog treten.
    Text Isabel Termini

  • Marlet Heckhoff (NSK STAAT)

    Marlet Heckhoff (NSK STAAT) * 1983

    http://www.marlet-heckhoff.de

    2009-11 Bauhaus Universität Weimar
    2011-12 Bezalel Academy of Art, Jerusalem
    2012-15 HGB Leipzig
    2015 Diplom
    seit 2016 Meisterschülerin in der Klasse für Installation und Raum, HGB Leipzig

    Ihre Motivfindung betreibt Marlet Heckhoff sowohl auf der Straße als auch in der Kunstgeschichte. Sie verfügt über ein weitreichendes Archiv von fotografischen Zeugnissen urbaner Strukturen. Ihr Fokus liegt besonders auf den Störungen und Bruchstellen in den Oberflächen der Städte. So beeinflusst die Visualität von Streetart und Graffiti ihre Malerei, wie auch die bildgewaltige Ästhetik von Science-Fiction-Filmen oder Computerspielen. Aus den zusammengetragenen Eindrücken entwickelt sie ihre eigenen, konkreten Bildwelten. In Heckhoffs Arbeiten finden sich Anleihen der konstruktivistischen Malerei und Architektur, allerdings setzt sie sich über die inhaltlich streng gegenstandslose Maxime der ursprünglichen Konstruktivisten hinweg. Quelle ihrer oft überwiegend geometrischen Strukturen sind urbane Realitäten, die sie durch die Mittel der Malerei in eigenständige Bildarchitekturen transformiert. So sind Heckhoffs Malereien gleichzeitig historisch und gegenwärtig und changieren zwischen Fiktionalität und Realität.

  • Ulrich Heemann

    Ulrich Heemann * 1951

    http://www.ulrich-heemann.de

    1951 geb. in Melle
    1969-71 Studium der freien Malerei an der Folkwangschule in Essen
    1971-75 Studium der freien Graphik an der staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf
    1975 Ernennung zum Meisterschüler von Professor Rolf Sackenheim
    1977-80 Studium der Photographie an der Folkwangschule in Essen
    1980 Examen als diplomierter Photodesigner
    1985-1989 Lehrauftrag für experimentellen Siebdruck an der Fachhochschule für Design in Dortmund
    2004-2006 Vorstand Bund Bildender Künstler Ostwestfalen –Lippe
    Seit 1972 zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland

    Ulrich Heemann studierte freie Malerei, freie Grafik und Fotografie Das lässt vermuten, dass der Künstler sich für die Interaktion zwischen den Bildmedien Malerei und Fotografie interessiert. Was früher kaum zu realisieren war, wurde durch den Einzug der digitalen Fotografie zu einer neuen Herausforderung. Anfangs wurden auf Leinwand ausgedruckte Fotos übermalt und verändert. Seit geraumer Zeit, und bedingt durch die wachsende Erfahrung mit der Arbeit mit Bildbearbeitungsprogrammen, erfolgt die malerische Ausarbeitung nun fast immer am Computer. Heemann geht so weit zu sagen, er huldige nun der Computermalerei. Tausende kleine Schritte, später kaum je nachvollziehbar, entstanden so in den letzten 15 Jahren Fotogemälde von besonderer Intensität. Im Mittelpunkt steht immer der Mensch in seiner Verletzbarkeit, in seiner Vergänglichkeit, in seiner Würde. Die Einzigartigkeit des Individuums in der Masse, die Achtsamkeit für das scheinbar Unwichtige, prägen sein gesamtes Schaffen.

  • Daniel Heil

    Daniel Heil * 1988

    http://galerievoss.de

    1988 geboren in Düsseldorf
    2010 -2015 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf
    Ausstellungen (Auswahl)
    2014 „Düsseldorf in Weimar", Kunsthaus, Weimar
    2015 „Gruppenausstellung", Kartell Kollektiv, Düsseldorf
    2016 „Crossing Borders", Galerie Voss, Düsseldorf
    2017 „Panoptical Blend #1", Hollerei Galerie, Wien

    Der Einfluss der Natur ist in den Werken von Daniel Heil, einem Maler aus Düsseldorf, deutlich zu sehen. Seine Werke abstrahieren sich auf der Basis von ungestümen Überlagerungen und konzentrieren sich darauf, eine lebendige, abstrakte Form zu akzentuieren, die manchmal auch störend und gebrochen sein kann. Seine Werke stellen einen Versuch dar, die Vielfalt der Natur mit einer perfekt reduzierten Linie zu illustrieren. Die trügerisch leeren Räume in Heils Werken sind eine Einladung, sich in einen inneren Dialog einzubringen, der als Ausgangspunkt für Selbstbeobachtung und eigene Wahrnehmung anregend sein kann. Heils Beitrag zur künstlerischen Architektur in der Natur kann die Zuschauer dazu veranlassen, der Art & Weise zu entkommen, wie sie normalerweise Dinge sehen und damit das Unterbewusstsein sensibilisieren.

  • EA011665 Jennifer Renee Hoffert (NSK Staat)

    EA011665 Jennifer Renee Hoffert (NSK Staat) * 1977

    http://jenly.de

    Die Künstlerin begann im Jahr 2010 mit dem Thema des NSK-Staats zu arbeiten, nachdem ihr das Konzept auf dem ersten Bürgerkongress vorgestellt wurde. Neben der Dokumentation und Unterstützung von verschiedenen lokalen und internationalen Veranstaltungen hat EA011665 als Beraterin der Kuratoren des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig gearbeitet.

    Bei der Veranstaltung Towards a Double Consciousness: NSK Passport Project im Jahr 2010 in Lagos, Nigeria, sprach ein Zuschauer schwärmisch vom NSK-Staat: "Ein Freund von mir hat einen Freund, der jemanden kennt, der schon dort war. Er sagte, dass es ein schönes Land sei."
    Wie kann das sein? Kann es stimmen? Ist es möglich, diesen Staat zu besuchen? Ist es ein schöner Ort? Während der Diskussion auf dem ersten NSK-Bürgerkongress bot Stevphen Shukaitis eine mögliche Erklärung an: "... vielleicht waren die Leute, die gehört hatten, dass man den NSK-Staat tatsächlich besuchen könne, wann immer sie es für möglich hielten, auch tatsächlich dort." Viele Leute waren dort. Ab 2010 gab es rund 15.000 NSK-Passinhaber. Sie alle sind ein Teil des NSK-Staates, der sich zu vielen schönen Orten über den Globus hin verbreitet hat. Orte, die in Raum sowie Zeit vorhanden sind. Diese Orte sind alle Teil des "immateriellen Zustandes" des NSK.

  • Frenzy Höhne

    Frenzy Höhne * 1975

    http://www.frenzy-hoehne.de

    1975 geboren in Dresden
    1997-98 Studium Philosophie, Leibniz Universität Hannover
    1998-2005 Studium/ Diplom Freie Kunst, Hochschule für bildende Künste (HfbK), Hamburg
    2010-2012 Meisterschülerin bei Prof. Alba D'Urbano, Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), Leipzig

    In ihren monumentalen Rauminstallationen lenkt die Künstlerin ihren kritischen Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit Hoheitszeichen und fordert dabei den Betrachter zu einer Reflexion über das Verhältnis des Menschen zu seiner Symbolwelt heraus. Indem sie sich das politisch aufgeladene Motiv der Fahne aneignet, hinterfragt Frenzy Höhne die Mechanismen kollektiver Begeisterung, wie die des Patriotismus und verweist zugleich auf die Ungreifbarkeit von gedanklichen Konstrukten im Zusammenhang mit realen Ereignissen. Diese Öffnung hin zur politischen Sphäre zeigt sich verstärkt in dem Werk 'Fahne Hoch', welches in Bezug auf die aktuelle Flüchtlingskrise Stellung bezieht. Das Staatssymbol steht in ihrer Installation aber nicht repräsentativ für eine Nation, sondern verweigert die Identifikation zugunsten des Ausdrucks.
    Text: Estelle Vallender

  • EA011521 Marco Horn (NSK STAAT)

    EA011521 Marco Horn (NSK STAAT) * 1992

    28.10.1992: Eintritt in das Leben

    Das Individuum ist irrelevant.

  • Sergij Grigorjan

    Sergij Grigorjan * 1984

    https://www.facebook.com/sergey.grigoryan.140

    1993-1999 - Schule mit künstlerischem Profil in Iwano-Frankiwsk.
    2009-2007 - Nationale Wassyl-Stefanyk-Universität der Vorkarpaten. Diplom im Fachbereich "Bildende Kunst".
    2007-2009 - Lehrer für Bildende Künste in Pidluzzia (Region Iwano-Frankiwsk).
    2008-2009 - künstlerischer Dekorateur.
    Seit 2012 - freier Künstler. Arbeiten in den Bereichen monumentale Malerei, volumetrische Plastik, Innenarchitektur, Bildhauerei, Sakralmalerei. Kreative Aktivitäten bei Installationen, Land Art, Performance.
    2016 - Gewinner des Natan-Altman-Preises für junge Künstler, Winnyzja, Ukraine (Конкурс сучасного візуального мистецтва ім. Н. Альтмана)

    Das Projekt erforscht die Ästhetik moderner Schwindeleien und hebt das Thema der Relevanz eines nationalen Kulturerbes in Zeiten der Hochtechnologie hervor. Braucht die moderne Gesellschaft die alte Kultur der Ahnen? Ist diese in Zeiten der Raumfahrt, der Informationstechnologien, der Robotik usw. noch relevant? Welche Vorteile können durch alte Techniken wie Schnitzen, Töpfern oder Weben hervorgebracht werden?

  • Matthias Jackisch

    Matthias Jackisch * 1958

    Bildhauer; 1958 geboren in Oschatz; 1977-81 Steinmetz in Dresden; 1981-86 Studium an der HfBK Dresden bei Prof. Gerd Jaeger, Prof. Klaus-Michael Stephan, Prof. Herbert Naumann, Prof. Detlef Reinemer; 2009 Kunstpreis der Freimaurerlogen zu Dresden

    Ausstellungen und Performances in: Deutschland, Ungarn, Bulgarien, Tschechien, Slovakei, Polen, Frankreich, Italien, Spanien, England, Kanada, Mexico, Japan, Sardinien, Südkorea, Thailand, Russland, Brasilien

    Kunst am Bau: Permanente Raumskulptur im Neubau der Telecom in Leipzig; "Augenstein" Jacob-Kaiser-Haus des Bundestags in Berlin; "Jungbrunnen" Altenheim in Hartha; "1 2 3" Kirchturm zu Oschatz, abgebaut; "Marktfrauenbrunnen" in Dresden; "Bürgermeister Käubler" Bautzen

    Eine mehrfigurige bildhauerische Komposition auf einer gemeinsamen Fläche. Da ist Gericault mit im Spiel, aber vor allem die Idee der schicksalhaften Verbindung verschiedener Menschen. Die Figuren haben einen gemeinsamen Grundriss. Die Arbeit werde ich aus Gips direkt vor Ort machen und sie ist dann auch erst mal schwer transportabel, es hat also mehr so Installationscharakter, es gibt Arbeitsspuren. Dadurch hoffe ich die Wirkung zu schaffen, daß es sich nicht um irgendwelche anderen handelt, sondern um uns.

  • anya janssen

    anya janssen * 1962

    http://anyajanssen.com

    Einzelausstellungen (Auswahl):
    2017 „People say I'm different", Galerie Torch Amsterdam
    2016 „Retro-active", Galerie Janine Bean, Berlin
    2015 „The House", Galerie Shortcuts, Namur
    2012 „The Shapeshifter", Museum für Moderne Kunst Arnheim

    In „The House" (2013 und fortlaufend) verzerrt Anya Janssen die lineare Zeiterfahrung. Sie lässt die Vergangenheit mit der Gegenwart zusammenkommen und erzählt dadurch die Geschichte eines Hauses. Die Villa und der Park, in dem sie wohnt, bilden auch das Thema ihres Studiums. Der Standort selbst wurde durch eine turbulente und lange Geschichte gekennzeichnet. Die ersten Bewohner waren eine reiche Familie aus der Stadt Arnheim. Dann wurde das Haus in ein Kloster für die "Schwestern der Liebe" verwandelt, um dann als Hauptquartier für die deutsche SS zu enden. 1944 wurde das Haus in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs bombardiert und zerstört. Janssen nahm den Gedanken auf, dass Erinnerungen und Ereignisse sich an physische Orten anschließen. Aus dieser Perspektive hat sie die Geschichte dieses Ortes studiert. Sie will aufeinanderfolgende Ereignisse nicht chronologisch beschreiben, sondern sieht sie gleichzeitig vor Ort. Ein komprimierter Eindruck der Zeit wird durch die Schichtung von Zeit und Ereignis in einer Deja-vu-ähnlichen Erfahrung erstellt.

  • Martyna Jastrzebska

    Martyna Jastrzebska * 1987

    http://martyna-jastrzebska.com

    Martyna Jastrzębska (* 1987) - Multimediakünstlerin, Absolventin und Doktorandin an der Akademie der Bildenden Künste in Danzig. Sie arbeitet dort im Fachbereich Intermedia. Die Künstlerin definiert Kontexte für Symbole und Objekte unserer allgemeinen Wahrnehmung um. Das Arbeiten mit Konzepten von Identität und Gedächtnis setzte und setzt die Richtung ihrer früheren und gegenwärtigen künstlerischen Tätigkeit. Sie ist Gewinnerin der Biennale für Kunst in Gdańsk 2016 und der Preisträger der NES Artist Residency Island für 2017.
    Ausgewählte Einzelausstellungen: Vergessenheit, WYSPA Institut für Kunst, Gdańsk (2015); BITUMIX, Nowe Miejsce Galerie, Warschau (2014); Once Upon a Time, Stadtgalerie Gdańsk (2013).

    "(...) Die Skulpturen von Martyna Jastrzębska sind Zeugnisse der Ungewissheit, anatomische Studien kollektiver Identität und Identifikationsstrategien. Sie sind Objekte, die sich in die Strukturen imaginärer Phantasmen einmischen, die durch Dekonstruktion bestehender Muster und Klischees Fragen über die Mechanismen ihrer Formgebung stellen und auch über das, was als scheinbar konstante Identität bestehen bleibt, sobald die künstlich aufgetragenen Schichten weggerissen werden. Jastrzębska schafft Skulpturen, die sie bewusst in vielfältige Interpretationskontexte verpackt. Dadurch fällt sie nicht in den Umstand, einen herablassenden Ton zu treffen oder Recycling der gängigen Thesen des Humanismus vorzunehmen. Das erhöht ihre Arbeiten zu Projekten, die grundsätzlich gedanklich prozessiert wurden, während sie gleichzeitig die wichtigsten Themen des Daseins berühren." Maksymilian Wroniszewski. Gdańsk; Juli 2015

  • Thomas Judisch

    Thomas Judisch * 1981

    http://thomasjudisch.com

    2003-09 Studium an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel
    2009 Diplom bei Elisabeth Wagner
    2009-11 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
    2011 Meisterschüler bei Eberhard Bosslet
    Ausstellungen (Auswahl )
    2016 Thomas Judisch – Interventionen im musealen Raum, Museum Kunst der Westküste, Föhr
    2015 work out, Galerie Collectiva, Berlin

    So steht man als Betrachter also irritiert davor oder darin und muss sich erst einmal sortieren. Auch der Künstler sortiert, ordnet die Dinge, die Gedanken, die Arbeit; sich selbst. Jeder Arbeit geht ein Ordnungsprozess voraus, eine Sondierung, eine Analyse der Umwelt, auch „des Betrachters" im Allgemeinen. Denn die Irritation ist selbstverständlich ein Teil des Werks, die Illusion ist ein Werkzeug der Kunst. Und für den Künstler, den Spieler, eine große Freude. Er greift ein in die gewohnten Sehweisen, bricht sie auf, wirft sie auf sich selbst zurück. Da die Arbeiten ästhetisch faszinieren und unmittelbar anzuziehen vermögen, lässt man sich auch gerne ein auf das Spiel. Der Künstler Thomas Judisch inszeniert die großen Fragen der Kunst und des Lebens, doch diese drängen sich nicht auf, sondern zeigen sich in einer spielerischen Leichtigkeit.

  • Arne Kalkbrenner

    Arne Kalkbrenner * 1975

    http://www.arne-kalkbrenner.de

    freischaffend seit 2004
    tätig in den Bereichen: Plastik | Objekt | Zeichnung
    - geboren in Stendal (*1975)
    - Tischlerlehre
    - Mitarbeit in den Kunstgießereien Flierl & Mundry / Berlin
    - Ausbildung an der Werkkunstschule Anklam
    - seit 2006 Beschäftigung mit der Steinbildhauerei
    - Mitbegründer der Künstlergruppe umKunst
    - 2009 erste Installationen (Objektkunst)
    - konkretere künstlerische Auseinandersetzung zu Themen: Mensch & Gesellschaft, soziale Struktur der Gegenwart
    - seit 2010 Kuratorentätigkeit innerhalb der GLG (Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH)

    „Kalkbrenner liefert nichts Absolutes oder Dogmatisches, vielmehr Projektionsspielräume. Seine Mission und Leistung besteht vielmehr darin, ein tieferes Verständnis, eine Sensibilisierung für Das Wunder des Lebens zu vermitteln und zum Nach- und Weiterdenken anzuregen. Dem aufmerksamen Betrachter wird sein stilles, dennoch spürbares Plädoyer für die Liebe und Fantasie als treibende Kräfte unseres Lebens nicht entgehen."
    Kathrein Weinhold, Galeristin

  • Kay Kaul

    Kay Kaul * 1957

    http://kaykaul.de

    1957 geboren in Düsseldorf
    1978-84 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf
    1983 Meisterschüler bei Prof. Klaus Rinke
    1985-89 Filmemacher und freier Kameramann für künstlerische Kurzfilme, Spielfilmproduktionen, aktuelle Berichterstattung
    1990-96 Entwicklung und Gestaltung von virtuellen Computerwelten; computerunterstützte Bilderzeugung und Erstellung der dazu notwendigen Software
    seit 1997 als freischaffender Künstler tätig

    Der Overview-Effekt, das Phänomen, das Raumfahrer erleben, wenn sie zum ersten Mal den Planeten Erde aus dem Weltall sehen, wird als Erfahrung beschrieben, welche die Perspektive auf den Planeten Erde und die darauf lebende Menschheit verändert. Grundlegende Merkmale sind ein Gefühl der Ehrfurcht, ein tiefes Verstehen der Verbundenheit allen Lebens auf der Erde und ein neues Empfinden der Verantwortung für unsere Umwelt. Die Projektions-Installation „Orbital-Explorer" bezieht Stellung zu den eskalierenden weltanschaulichen Krisen, die aufgrund des Mangels an Ehrfurcht, Verbundenheit und Verantwortung entstehen bzw. gefördert werden.

  • Committee for Unsolicited Business (CoUB) (Luk Sponselee & Werner Klompen)

    Committee for Unsolicited Business (CoUB) (Luk Sponselee & Werner Klompen) * 1962

    http://www.wernerklompen.com/

    Werner Klompen: *1962 Roggel, NL
    1981-1987 Akademie der Künste Utrecht Niederlande
    1983-1987 Staatliche Kunstakademie Düsseldorf, Disziplin: Grafik, Mischtechnik (Schwarzlicht)

    Luk Sponselee arbeitet als unabhängiger Kurator und Kulturmanager. Seit langer Zeit ist er als Filmmacher, Musiker und Bildender Künstler aktiv. Seit seinen Anfängen hat er verschiedenste kulturelle Organisationen gegründet. Als Künstler hat er viele Kurzfilme sowie einige Spielfilme gedreht. Derzeit arbeitet er als Kameramann und im Schnitt. Er spielte in verschiedensten Bands und Ensembles. Er lebt in Antwerpen in Belgien und arbeitet in den Niederlanden, mit Eindhoven als Basis.

    Von außen im Hocken ist das Erste, was sich zeigt: etwas, das wie eine seltsame Karikatur aussieht, die ins Stocken geraten ist. Stop. Klar wurde, dass es sich um eine Situation handelt, vor der eine Aktion im Voraus stattfand, sodass dieses Bild Wirklichkeit wurde. Das Fahrzeug, als ob es per Post gesendet wurde, hat ein Lächeln und seinen Platz gefunden.

  • Jarosław Klupś

    Jarosław Klupś * 1978

    http://jaroslawklups.pl

    Geboren 1978 in Leszno. Absolvierte ein Studium der Fotografie an der Universität der Künste in Poznań (2000-2005). Autor und Teilnehmer an Ausstellungen in Boston, Sydney, Pittsburgh, Bratislava, Minsk und anderen. Seine Werke beziehen sich oft auf die Geschichte und Identität des Mediums Fotografie; Werkkategorien: Fotografien, ortspezifische Installationen, Objekte. Fasziniert von den Prozessen der Entstehung und der Erfassung des fotografischen Bildes schafft Klups Werke, die auf dem wissenschaftlichen und technischen Potenzial von Fotografie basieren.

    In dieser ortspezifischen Installation zeigt Jaroslaw Klups Camera-Obscura-Projektionen in einem dafür geschaffenen Raum. Die Umgebung des OSTRALE Ausstellungsgeländes soll auf ungewöhnliche Weise sichtbar sein. Die Arbeit zieht Referenzen zur Geschichte der Fotografie.

  • Inside Job

    Inside Job * 1987

    http://www.michalknychaus.com, http://www.ulalucinska.com

    Inside Job is a mini art collective founded by Michał Knychaus & Ula Lucińska. The main attribute of their actions is temporariness - Inside Job is active mostly when its creators are travelling. Without 'domesticated' contexts, on 'the unknown' territories, between foreign languages - Inside Job is a cultural mash-up migrant. So far, they have participated in art projects and festivals in Poland and elsewhere - Mexico, USA , Switzerland, Germany and Ukraine. Inside Job artists strongly believe in art as a platform for communication between people, regardless of gender, nationality, language and religious backgrounds. Most of their projects have a social component and are interactive. They focus mostly on the process and all the encounters that may occur during preparation and presentation. In 2016 they got the Santander prize for emerging artists.

    Polish Water ist ein Kunstprojekt, das 2016 von Inside Job in der Schweiz begonnen wurde. Die Grundidee war es, eine bestimmte Art von Flaschengetränk zu produzieren und zu verteilen. Die erste Auflage wurde während eines Aufenthalts in der Kulturfabrik Burgdorf produziert. Wasser, das aus einer lokalen Schweizer Quelle entnommen wurde, wurde einem symbolischen Umwandlungsprozess unterworfen. Klangfragmente eines Integrationssprachkurses wurden während des Produktionsprozesses verwendet, um dem Wasser die polnische Sprache beizubringen. Das Klangmaterial wurde um Alpha-Wellen-Klänge im Hintergrund erweitert, um den Lernprozess einfacher und auf das Wasser wirksamer zu machen. Das fertige "polonisierte" Produkt, das in Plastikflaschen mit speziellen Branding-Aufklebern versehen wurde, wurde während Kulturveranstaltungen und in den lokalen Geschäften in der Schweiz vertrieben. Unter Berücksichtigung eines jeden neuen Ausstellungsplatzes wird das Polish Water mithilfe einer lokalen Trinkquelle neu produziert. Während der Ostrale Biennale können die Zuschauer das "polonisierte" Produkt aus Dresden-Wasser vielleicht verkosten.

  • Katrin König

    Katrin König * 1968

    http://katrinkoenig.com

    1996- 2004 Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle, Malerei/ Grafik , Diplomabschluss mit Auszeichnung
    2001- 2002 Studium an der „Accademia di Belle Arti", Rom, Italien
    2014- 2015 Lehrauftrag für Malerei im Kontext neuer Medien, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
    Ausstellungen (Auswahl)
    2016 - ‚Tusculaneum', Galerie Sybille Nütt, Dresden
    2016 „Die Grosse", Museum Kunstpalast Düsseldorf
    2013 - Print Show CUAC, Salt Lake City, UT, USA

    Die inhärente Thematik meiner installativen Druckgrafik folgt, im eigentlichen Sinne eher konkret denn naturalistisch, dem vorgefundenen Ort: Strukturen von natürlich gewachsener Dichte, Landschaft als Abbildung großer Zeiträume, erd- und zivilisationsgeschichtlicher Zeugnisse; Formen, in welchen sich diese und jene Spur erst noch zeigen wird. Dieses Gewebe aus Vergangenem im Sein erhebt sich über den Horizont des Einzelschicksals - es erzählt keine Geschichte - es ist die Geschichte selbst. In der künstlerischen Auseinandersetzung transformiert sich dieses Ineinandergeschichtete, das Vergehen von Zeit, in einen Zustand jenseits der Warte des der Zeit unterworfenen Seins. Die einzelnen Phasen oder Ereignisse sind noch als Spuren sichtbar, aber nicht im erzählerischen Sinne lesbar, sie sind eingegangen in eine Kraft, die etwas Ewiges ausstrahlt.

  • Piotr Korzeniowski

    Piotr Korzeniowski * 1970

    Geboren in Kraków am 10. Januar 1970. Studium an der Fakultät für Malerei der Akademie der Bildenden Künste in Kraków, Abschluss mit Auszeichnung im Jahr 1997. 1993 künstlerische Reise nach Sibirien. 1995/96 Stipendium und Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg in den Bereichen Malerei, Druck und Objektstudio. 1996 künstlerische Reise nach Ägypten (durch die Türkei, Syrien, Jordanien, die Sinai-Halbinsel). In den Jahren 1996 - 2001 Assistent der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Kraków. Zwischen 2001 und 2010 Assistent und anschließend Senior Assistent im Studio von Prof. Adam Wsiołkowski. 2005 Promotion in Malerei. 2012 bis 2016 Dekan der Fakultät für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Kraków. Derzeit PHD Associate Professor. Betreibt ein Zeichenstudio für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Kraków. Ebenso Porträtfotografie-Aktivitäten in der Schule für kreative Fotografie in Kraków.

    Bis vor kurzem wurden die Mechanismen, die die Kultur prägten, durch das Zeitalter des Druckes bestimmt, das nun zu Ende geht. Wir haben keine dauerhaften Werte, Ideen, Kenntnisse und Fähigkeiten. Unsere Welt ist aus Fragmenten, Tweets und Pfosten gebaut; Sie ist zunehmend zerfallen, zerbrochen und besteht aus emotionalen und faktischen Scherben, die leider nicht zu einem sinnvollen Ganzen zementiert werden können. Diese Fragmente, Fetzen und Stücke schaffen ein semantisches RAUSCHEN, das zu unserem Lebensumfeld geworden ist. Sein Charakter und seine Struktur durchdringen alles, was zur Homogenisierung von Kultur, Informationen und Ideen führt.

  • Carolin Koss

    Carolin Koss * 1986

    http://www.carolinkoss.com

    Carolin Koss ist eine in Helsinki lebende, deutsche Künstlerin. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Medien, wobei sie vordergründig nachdenklich-ästhetische Werke schafft, welche innere Landschaften zeichnen sowie Traum und Realität miteinander verflechten. Viele ihrer Arbeiten tauchen in Unterbewusstes ein und fesseln durch ihre eindringliche Symbolkraft und stilisierte Bildlichkeit. Im Jahr 2014 vollendete sie ihren Master of Fine Arts an der Finnischen Akademie der Künste in Helsinki. Ihre Werke waren bisher weltweit auf zahlreichen internationalen Ausstellungen und Filmfestivals z.B. in Helsinki, Stockholm, Riga, Berlin, Venedig, London, Hong Kong und New York, zu sehen. Erst kürzlich gewann Carolin Koss beim Screen & Sound Fest in Kraków den 1. Preis und wurde bei dem Unprecedented Filmfestival in Tallinn mit dem "Hope Award for arising new talents" ausgezeichnet.

    Emerald Green ist eine dystopische Videoinstallation von einer gänzlich zerstörten Welt. Die Natur scheint ausgerottet, ihre Luft taugt kaum noch zum Atmen und Finsternis verschleiert die Sonne. Menschliche Gier und exzessive Ausbeutung aller natürlichen Ressourcen führten zum unausweichlichen Kollaps. Der Fokus liegt auf 3 Individuen, die sich in ihr Unterbewusstsein flüchten, um so in und um sich eine neue Welt zu erschaffen.

  • Rostyslav Koterlin

    Rostyslav Koterlin * 1966

    http://yagallery.com/en/authors/rostislav-koterlin

    Geboren 1966. Lebt und arbeitet in Iwano-Frankiwsk.
    1998 Abschluss der Nationale Taras-Schewtschenko-Universität Kiew, Fakultät Journalismus.
    Koterlin ist Forscher und Analytiker von Prozessen, die in zeitgenössischer Kunst stattfinden; Er ist auch Autor von Essays und Artikeln über Künstler aus Iwano-Frankiwsk. Seit 1990 ist er Organisator und Teilnehmer von fast allen zeitgenössischen Kunstprogrammen und Projekten in seiner Stadt.
    Seit 1999 bearbeitet und veröffentlicht er einen Almanach zeitgenössischer bildender Kunst "Kinez Kinzem" (Endlich).
    Koterlin ist ein Stipendiat des Ministeriums für Kultur und Kulturerbe Polens (2005), sowie Almanachredakteur im Zentrum für zeitgenössische Kunst "Zamek Ujazdowski" in Warschau.
    Wichtigste Ausstellungen:
    2016 - Obscure Living Object, Ya Galerie Kunstzentrum, Kiew
    2013 - Ukrainian Snapshot. Lyman, The East of Culture, Lublin

    Das Foto "Völkerherbst" ist nur teilweise eine ironische Erwiderung auf Eugene Delacroix' symbolisches Gemälde "Die Freiheit führt das Volk". Wie vor 187 Jahren, als der "Völkerfrühling" ("Spring of Nations") um die Revolutionen von 1848 keimte, bleibt der Begriff der Freiheit immer noch einer der wichtigen. Denn es ist höchstwahrscheinlich eine für das physisch-menschliche Überleben wichtige Frage.

  • Ales Pushkin / Janak Kouzel

    Ales Pushkin / Janak Kouzel * 1985

    http://pushkin.by/; https://www.lensculture.com/kouzel

    Ales Pushkin wurde 1965 in Bobr, Weißrussland geboren. Zu seinem künstlerischen Output gehören vor allem monumentale Gemälde und Performancekunst. Pushkin besuchte die Fakultät für Monumentale und Dekorative Malerei an der Staatlichen weißrussischen Universität für Kultur und Kunst. Aufgrund der Armeemobilisierung und des Militäreinsatzes in Afghanistan wurde seine Ausbildung gestoppt. 1993 gründete der Künstler eine Kunstgalerie in Witebsk, genannt "Bei Pushkin", in der moderne Kunst gezeigt wurde. Die Galerie wurde 1994 wegen Pushkins oppositioneller Tätigkeit geschlossen. Das Erstellen von Dekorationen für die orthodoxe und die katholische Kirche ist eine Hauptquelle des Lebensunterhalts des Künstlers. Außerdem bestreitet er ständig das Lukaschenko-Regime. Darüber hinaus organisiert der Künstler das kulturelle Leben der Gemeinde in Bobr. Seine Kunstwerke wurden in Museen und Galerien in Weißrussland, Polen, Norwegen, Schweden, Russland und den USA gezeigt.

    Janak Kouzel wurde 1985 in Minsk, Weißrussland geboren. Im Jahr 2008 absolvierte er die Fakultät für Biologie der Staatlichen Weißrussischen Universität. Im Jahr 2014 promovierte er in Naturwissenschaften an der Universität Münster. Sein Schwerpunkt liegt in der Straßen- und Dokumentarfotografie. Derzeit arbeitet er selbstständig an mehreren Langzeit-Dokumentations-Fotoprojekten. Er hatte Einzelausstellungen in Weißrussland.

    Ales Pushkin veranstaltet jährlich, anlässlich des Jubiläums der Weißrussischen Volksrepublik (Biełaruskaja Narodnaja Respublika, BNR), Kunstperformances. Die BNR wurde am 25. März 1918 in Minsk deklariert, blieb aber wegen der russischen kommunistischen Besetzung von Weißrussland nur bis zum Jahre 1919 bestehen. Die zeitgenössischen sowjetischen Behörden Weißrusslands unterdrücken die öffentlichen Feierlichkeiten im Zusammenhang mit der BNR, sowie jede Art von friedlichen Protesten. Die meisten der Kunstaufführungen von A. Pushkin auf dem Platz in seiner kleinen ländlichen Stadt Bobr endeten mit Provokationen und Verhaftungen durch die Polizei. Am 25. März 2017 versuchte der Chef der Stadtverwaltung Bobr, U. Zagorski, eine Kunstaufführung von A. Pushkin zu verhindern. U. Zagorski schaffte es, eines der Plakate (von Wojciech Korkuć geschaffen) zu stehlen und in seinem persönlichen Fahrzeug in der Nähe der örtlichen Verwaltung zu sichern. Dieses Foto wurde nach "Befreiung" des Plakats vor dem Verwaltungsgebäude gemacht. Es war der einzige kleine Frühjahrssieg in Weißrussland an diesem Tag: in der Zwischenzeit wurden Hunderte von Menschen in Minsk verhaftet

  • Melanie Kramer

    Melanie Kramer * 1985

    http://melaniekramer.de

    *1985
    2005-08 — Studium der Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin [Bachelor of Arts]
    2007-08 — Studium der Bildenden Kunst, Universität der Künste Berlin
    2008-14 — Studium der Bildenden Kunst , Hochschule für Bildende Künste Dresden [Diplom]
    2012-14 — Gründung und Leitung von 10plus10, einer Initiative von KunststudentInnen der Hochschule für Bildende Künste Dresden und StudentInnen der Kunstgeschichte der Technischen Universität Dresden
    seit 2014 — Meisterschülerstudium bei Prof. Christian Macketanz, Hochschule für Bildende Künste Dresden
    2016 — Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

    Gemeinsam ist den Arbeiten dieser seit 2010 entwickelten Reihe von Zeichnungen ihr Bezug zum Phänomen des déjà-vu, des erinnerten Bildes oder Szenarios. Wichtige Bestandteile der (Bild-)Erzählung verleihen sich im Akt des Erinnerns eigenmächtig ein groteskes Gewicht, andere Details fehlen hingegen ganz oder verschwimmen zu abstrakt-groben Beschreibungen. Die Beschränkung der grafischen Mittel auf ein absolutes Minimum an feinen Linien sowie auf die Darstellung einzelner, herausgehobener Figurationen, ohne Verortung in einer sie irgendwie umgebenden Umwelt, lässt dieses zeichnerisch erinnerte Bild im Kopf des Betrachters schnell aktiv werden. Unvermittelt verschafft es sich Platz im persönlichen Denkraum und verlangt nach Einordnung und Kategorisierung - woran man in aller Regel ob der Reduziertheit der Bildinformationen wohl scheitern muss...

  • Salokin Ztark

    Salokin Ztark * 2008

    *2008 in Dresden
    lebt und arbeitet in Dresden

  • Thomas Kretschel

    Thomas Kretschel * 1967

    Thomas Kretschel, 1967 in Karl-Marx-Stadt geboren, ist seit seiner Kindheit mit Fotografie in Berührung. Im Fotolabor seines Onkels schaute er zunächst den Fotografen beim Entwickeln ihrer Bilder zu, später schuf er seine eigenen. Die Fotografenausbildung verwehrte ihm die DDR; das System hielt ihn für „zu wenig klassenbewusst". Stattdessen machte er eine Schlosserlehre. Nach dem Mauerfall arbeitete Thomas Kretschel als Fotoreporter für Zeitungen und Magazine. Später begann er mit der Veröffentlichung künstlerischer Fotografieprojekte. Bilder findet Thomas Kretschel bis heute überall: auf der Straße, in der Nähe, bei ausgedehnten Reisen. Mal porträtiert er mit historischer Plattenkamera, mal sitzt er in Straßencafés in Paris und schaut mit seiner Telefonkamera dem Alltag hinterher. Thomas Kretschel hat sich nie für ein Genre entschieden, das eine profitiert vom anderen. Er sucht das Wesentliche und die Begegnung mit Menschen; sie sind der Kern seiner Arbeiten, dafür nimmt er sich alle Zeit der Welt.

    Im November 2010 reiste ich für ein Fotoprojekt nach Venedig. Eines frühen Morgens, als ich auf dem Markusplatz fotografierte, tauchte ein Kreuzfahrtschiff aus dem dunklen Nebel auf und riegelte den Markusplatz wie ein alttestamentarischer Grabstein ab. Diese Kreuzfahrtschiffe haben für die Fauna und Flora in der Lagune bis hinein in die Kanäle der Stadt eine zerstörerische Wirkung.

  • Lutz Krutein

    Lutz Krutein * 1960

    Objekt-/Konzeptkünstler, Kulturpädagoge, Ausstellungsmacher
    Kunst im gesellschaflichen Kontext
    Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Italien, Kroatien, Polen, Slowenien
    Vorstand des CLINC Kunst Centrum e.V., Fürth
    Vorstand im Kulturring C, Fürth
    Vorstand des Kunstraum Weißenohe e.V.

    Gummihandschuhe sind als alltäglicher Handschutz ohne besonderen Wert bekannt. Dennoch habe ich immer gerne ihre weiche Oberfläche berührt und mochte die Art, wie sie wirklichen Händen glichen, sobald ich sie aufblies. Im Kontext dieser Arbeit möchte ich mir das Ausstrecken der Hand als ein starkes menschliches Symbol vorstellen. Es ist nicht nur eine Bewegung hin zu anderen Leuten, es ist auch die Bewegung hin zu allen wirklichen Dingen, die möglicherweise unser Interesse wecken. Ob uns das Ergebnis enttäuscht oder ob es uns gefällt - wir sind dazu bestimmt, die Hand auszustrecken, immer wieder.

  • Olga Kukush

    Olga Kukush * 1982

    1982 in Mariupol, Ukraine geboren. Lebt und arbeitet in Iwano-Frankowsk, Ukraine. Seit der Kindheit war Zeichnen für die Künstlerin ein Instrument des Selbstausdrucks. In letzter Zeit hat sie gezeigt, wie erstaunlich die Fotografie die echten und Fantasiewelten eines Künstlers vereinen kann. Sie arbeitet hauptsächlich in den Gattungen Stillleben und Portrait. Sie ist ein regelmäßiger Teilnehmer und Gewinner von internationalen und regionalen Wettbewerben und Ausstellungen.

    Das Leben des modernen Menschen wird jeden Tag beschleunigt. Wir essen unterwegs, trinken Kaffee mit Freunden, feiern Urlaub in Bewegung. In diesem Rausch kommen wir auf den Gedanken: "Was wird später von mir bleiben?" Welche Zeichen werden Sie in der Geschichte hinterlassen? Vielleicht ... besondere Entdeckungen in der Wissenschaft, einen hoch-literarischen Roman, den Bau einer neuen Stadt ... Genau ... Berge von Müll für Jahrzehnte und Jahrhunderte ... Die Fotografien vergleichen schnelle Abendessen und die Abfälle von diesen. Das Abendessen verschwindet in 10 Minuten. Der Müll bleibt jahrzehntelang.

  • Julia Kurek

    Julia Kurek * 1984

    http://juliakurek@blogspot.com

    Geboren 1984 in Szczecin. Im Jahr 2015 promovierte sie an der Akademie für Kunst und Design in Wrocław, Polen. Absolventin der Jan Matejko Akademie der Bildenden Künste Kraków (Promotion) und Akademie der Bildenden Künste in Gdańsk (Master). 2008 - 2009 studierte sie an der Marmara-Universität in Istanbul, Türkei. Zurzeit ist sie außerordentliche Professorin an der Kunstakademie Szczecin, an der sie auch ein Animationsstudio betreibt. Sie ist Dozentin an der polnisch-japanischen Akademie für Informationstechnologie sowie an der Akademie der Bildenden Künste in Gdańsk. Sie stellte ihre Werke in Einzelausstellungen vor und nahm an mehreren Gruppenausstellungen in Brasilien, Kroatien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Holland, Italien, Israel, Mexiko, Norwegen, Rumänien, Russland, Serbien, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei, Vereinigte Staaten von Amerika und Großbritannien teil. Sie erhielt viele Stipendien und Auszeichnungen, zum Beispiel beim Internationalen Festival der Videokunst Now & After in Moskau oder der Biennale der Kunst in Piotrków Trybunalski in Polen. Sie interessiert sich für Videokunst, Installation und Performance.

    Der Film ist eine Aufnahme ausgewählter Fragmente aus dem Leben des Wrestlers Lucha Libre. (Lucha Libre ist eine mexikanische Version des amerikanischen Wrestlings). Das Video zeigt die Probleme des Alltags von Frauen in der Gesellschaft.

  • Kamil Kuzko

    Kamil Kuzko * 1981

    http://kamilkuzko.com

    Kamil Kuzko wurde 1981 in Lublin, Polen geboren. Er absolvierte die Philosophische Fakultät der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin (Master in Malerei im Jahr 2008) und die Jan Matejko Akademie der Bildenden Künste Kraków (Promotion 2012), wo er als außerordentlicher Professor im Fachbereich Malerei arbeitet. Ab Mitte der 90er Jahre war er an der von New York beeinflussten Graffiti-Writing-Szene in Polen beteiligt. Seine Werke wurden zu fünf Einzelausstellungen sowie auf zahlreichen Gruppenausstellungen in Polen, Deutschland, England, Frankreich, Schweden, Weißrussland, Ukraine, Ungarn und Tschechien gezeigt. Autor zahlreicher monumentaler Wandmalereien in Polen und im Ausland.

  • Serge Feeleenger

    Serge Feeleenger * 1984

    http://www.sergefeeleenger.com

    Serge Feeleenger wurde 1984 geboren und lebt derzeit in Minsk, Weißrussland. Er lernte autodidaktisch die Grundlagen der vielschichtigen glatten Maltechnik der alten Meister, aber er hat auch eine tiefe Leidenschaft für neue Experimente. Serge Feeleenger versuchte alle möglichen Mal-Genres und -Stile, vom Expressionismus bis zum Hyperrealismus. Und trotzdem wurde sein eigener Stil erkennbar. Sein ungezügelter Durst nach allem Neuen und sein starkes Interesse an Experimenten halfen ihm, eine besondere Art der Glasmalerei sowie Visualisierungen in Gemälden sowie abgestufte Gemälde zu schaffen.

    Anziehung. Schwerkraft. Das ist eine unglaubliche Kraft, durch die Planeten zu Sternen gebracht werden, und Satelliten zu Planeten. Schwarze Löcher ... Sie ist eine so starke Kraft, und sie ist uns sehr vertraut, aber dennoch irgendwie unmerklich für uns. Von null bis unendlich. Sie krümmt den Raum und die Zeit. Was für eine Macht ist das? Schwerkraft ... Ein Ganzes besteht aus Einzelteilen. Ein Teil besteht wiederrum aus Teilchen. Partikel werden aus Energie gebildet. Vibration ... Wellen ... Was bringt die Energie zum Vibrieren? Was lässt auf unterschiedliche Weise vibrieren? Was bringt die Energie dazu, eine Form anzustreben, welche Wellen miteinander verbindet? Etwas stimmt die Energie in einer Weise, dass es Vibrationen in der Häufigkeit von bestimmten Teilchen gibt ... Etwas stimmt die Energie in einer Weise, dass sie Vibrationen in der Frequenz anderer Teilchen vornimmt. Das ist die Symphonie des Universums. Es ist Musik, die Leben erschafft. Musiknoten sind genau wie Formeln ... Sie sind eine Sprache der Festlegung und Kognition. Sie sind der grüne Kern eines Granatapfels. Er ist ein Teil des Ganzen, aber zugleich eine Ausnahme von der Regel.

  • Sonja Lambert

    Sonja Lambert * 1970

    www.sonjalambert.de

    1970 geboren in Stolberg
    1988 Ausbildung zur MTA
    lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Vaals, NL

    Seit 4 Jahren erkundet Sonja Lambert experimentell Bildfindungen für eine unaufdringliche zerbrechliche Spannung zwischen Oberfläche und Form, besonders deren Auflösung, Veränderung und Plastizität durch Materialmischungen, die Transparenz, Leichtigkeit und Sinnlichkeit vermitteln.

    Ausstellungen (Auswahl)
    2016 Galerie - Vorn und Oben, Eupen B
    2016 Kunstroute Vaals, NL
    2017 Galerie - Artikel 5, Aachen
    2017 Einzelausstellung - Kunst Kabinett Hespert

    Sonja Lambert lässt auf weissgrundierten Flächen Lacke, Harze, Öle, alkoholische Lösungen, Pigmente und farbige Beizen unter Einfluss von Schwerkraft, Luftdruck und Licht bedächtig interagieren. Natürlich sind aber allenfalls die physikalischen Prozesse beim Schwenken der Leinwände, beim Trocknen der Schichten und beim Verlaufen der Pigmente und Emulsionen. Meist ovaloid eingegrenzt, bilden diese oasenhaften Schichtungen von Verlaufsformen den Rahmen für ein ästhetisches Wirken von Abstoßungsprozessen. In bedächtig strömenden Streumustern sind zudem formverwandte weiße Gummibänder auf weißem Grund durch Weißleimatolle hinterfangen und verklebt. Ohne Naturverweis bleiben auch Materialeintrockungen in paarweiser Anordnung auf weißen Trägern. Ein unspiritueller Naturbezug tritt hier zu Tage, der anmutig sinnlich die Freude an Phänomen der materiellen Welt anschaulich macht.
    D.Tölke

  • Hanif Lehmann

    Hanif Lehmann * 1971

    http://haniflehmann-widukind-presse.blogspot.de

    geboren 1971 in Rochlitz
    1992 bis 1998 Studium der Malerei und Grafik, HfBK Dresden
    1994 erstes Grafikbuch; 1996 erstes Grafikbuch im eigenen Verlag widukind-presse Dresden
    Typographische Grundlagen und Buchgestaltung bei Professor Horst Schuster
    nach 1998 freischaffend
    Ausstellungen und (größere) Beteiligungen u.a. in Sachsen, Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Böhmen, Schweiz, UK, Holland, Spanien

    Alles was ich schreibe, zeichne und male, versteht sich als eine Beschäftigung mit der Verwesung, Auseinandersetzung mit dem Verschwinden von Wesen, Wesentlichem, Wesenhaftem. Knochen und Schädel sind da nur wichtig im Bezug zum Menschen, zum lebendigen Menschen, sie tragen sein Fleisch, aber auch seine Mimik und Gestik, sonst sind sie aber nichts als Still-Lebens-Gegenstände - wie alle anderen Dinge auch. Ich wollte nach Sedlec . . . So aber stand ich unvorbereitet unter den 40 000 Toten: Vielleicht wäre eine Liebe ein größeres Gefühl, vielleicht eine Trauer mächtiger - trotzdem, wenn ich hier nicht den Superlativ gebrauche, wann dann? Ich kann mir nicht vorstellen, da ich mich nach Jahren immer noch mit den Zeichnungen beschäftige, daß es sich um mir unbekannte, mir namenlose Menschen handelt. Ich muß an sie als an Freunde, wie an meine verlorenen Freunde denken.
    Auszug aus "Kostnice", Grafikbuch, widukind-presse Dresden

  • Anka Leśniak

    Anka Leśniak * 1978

    http://www.ankalesniak.pl

    Anka Leśniak ist als Künstlerin in den Bereichen Installation, Kunstaktion, Malerei und Videokunst aktiv. In ihrer Kunst konzentriert sie sich hauptsächlich auf die Geschichte der Frauen und ortsspezifische Kunstwerke. Absolventin der Kunstgeschichte an der Universität Łódź (2003) und der Akademie der Bildenden Künste in Łódź, Diplom mit Auszeichnung (2004). Doktortitel der Fakultät für Bildhauerei und Intermedia in Gdańsk (2016). Teilnahme an mehr als achtzig Einzel- und Gruppen-Ausstellungen.

    Ausstellungen (Auswahl)
    Women patRIOTs, Galerie XX1, Warschau (2016)
    Invisible inVisible, die Reihe ortsspezifischer Kunstwerke im öffentlichen Raum, Łódź, Polen, 2015

    Das Projekt Women patRIOTs beschäftigt sich mit der Frage des Patriotismus, gezeigt durch die Haltung einzelner polnischer Frauen, die im Übergang des 19. zum 20. Jahrhunderts lebten. Die Inspiration für das Projekt war ein Buch mit dem Titel "Polnische Terroristen" (Polscy terroryści) von Wojciech Lada, in dem der Autor Angriffe auf zaristische Beamte beschreibt, die in polnischen Regionen organisiert wurden, die damals vom russischen Reich annektiert waren. Die Angriffe waren oft unwirksam und verursachten den Tod versehentlicher Opfer. Frauen waren maßgeblich an diesen Aktivitäten beteiligt, nicht nur durch die Verteilung von illegalen Drucksachen, sondern auch durch den Schmuggel von Waffen, Munition und dem Werfen von Bomben aus Balkonen. Es war eine Gruppe von Frauen, die heute fast unbekannt ist. Der Titel enthält das Wort RIOT, bewusst in Großbuchstaben geschrieben. Es stellt sich die Frage, ob die polnischen Riot-Girls die Emanzipation von Frauen oder ihr Gegenteil bewiesen haben, ob ihr Engagement und ihre Fähigkeiten dazu verwendet wurden, ein Patriotismus-Konzept zu unterstützen, das auf einer patriarchalischen Erzählung basiert. Das Projekt passt in die aktuelle, lebhafte Diskussion über den Begriff des Patriotismus in Bezug auf solche Konzepte wie Souveränität, Nation, Kampf.

  • Jonas Lewek

    Jonas Lewek * 1984

    http://www.jonaslewek.com

    1984 geboren in Dresden
    2007–13 Studium an der HfBK Dresden
    2013–15 Meisterschüler bei Eberhard Bosslet
    Ausstellungen (Auswahl)

    2017 Neuzugänge zeitgenössischer Kunst im Kunstfonds 2016, Vertretung des Freistaates Sachsen, Berlin
    2016 Minimal Art Gallery, HOME, REDBASE Foundation, Yogyakarta
    2015 Kunstpreis junger westen 2015, Kunsthalle Recklinghausen

    10 Fragmente von Werken namhafter Künstler, die aus Museen und Institutionen entwendet wurden und nun in musealer Inszenierung in Vitrinen ausgestellt werden.

  • Chris Löhmann

    Chris Löhmann * 1988

    http://www.chris-loehmann.com

    Chris Löhmann wurde 1988 in Warnemünde geboren und lebt und arbeitet in Dresden.
    2017 Teilnahme an der 6. Künstlermesse, Dresden
    Seit 2016 Exclusiv-Vertretung BUEFFELFISH contemporary fine arts gallery
    Teilnahme Affordable Art Fair 2016, Hamburg
    Teilnahme an der Berliner Liste 2016, Berlin
    2016 Preisträger, Grafikbiennale 100 Sächsische Grafiken 2016

  • Andrea Lehnert

    Andrea Lehnert * 1974

    http://www.andrea-lehnert.de

    1997-2002 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
    2002 Meisterschülerin bei Prof. Siegfried Anzinger
    Ausstellungen (Auswahl)
    2016 Summer in the City| Einzelausstellung mit Wilken Skurk | lorch+seidel galerie | Berlin
    2016 Scope Miami Beach | lorch+seidel galerie
    2014 Positions Berlin Art Fair | lorch+seidel galerie

    Für mich ging schon immer eine Faszination vom Wasser aus. Ich versuche die unzähligen Variationen von klar bis trüb, Reflexionen, Verzerrungen, Lichtbrechungen, Farbigkeit, fließendes und ruhiges Wasser oder Wellen, in Malerei zu übersetzen. Es interessiert mich auch die Synästhesie beim Nachempfinden des kalten Bades in der Natur und des heißen Wannenbades. Spannend finde ich außerdem den Unterschied des öffentlichen Badens, oder Schwimmens und der Intimität des häuslichen Badezimmers.

  • Stephanie Lüning

    Stephanie Lüning * 1978

    http://stephanieluening.com

    1978-geboren in Schwerin
    seit 2002-lebt und arbeitet in Dresden
    2007- Diplom Designerin für Theatermalerei (FH)
    2008-2012 - Studium der Bildenden Künste an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden
    2014-2016 - Meisterschülerin bei Professorin Ulrike Grossarth an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden
    Einzelausstellungen
    2016 – Special, Galerie Gebr. Lehmann, Dresden
    2015 – Solo show, Schau Fenster, Berlin
    Gruppenausstellungen/Auswahl
    2017 - "I dream in color", Hammond&Hawkins Gallery, Columbus, OHIO, USA
    2017 - "Metamorphosis. The Human Stories", Stockton University Galloway, New Jersey, USA
    2017 - NOYES GARAGE EVENT , AC and Osprey, Galloway, New Jersey, USA

    Mich interessieren brilliante, reine Farben, Prozesse die sich verselbständigen und deren Ergebnisse. Ich habe Angst vor dem Strich und seiner Bedeutung auf dem Papier und der Kontrolle meiner Hand über den Pinsel. Ich habe vor dem Studium der Freien Kunst, Theatermalerei an der HfBK in Dresden studiert und bin dadurch handwerklich perfekt ausgebildet, was die Malerei angeht. Habe aber eben auch alles unter Kontrolle und da liegt das Problem. Ich will malen und gelange durch dieses Problem auf irre Umwege zurück zur Malerei. Diese daraus entstehenden Bilder und Formen beinhalten für mich genau das, wonach ich suche. Ich möchte keinen ganzen Satz auf die Leinwand schreiben und ich möchte, dass das, was ich zeige, wahr ist. Ich möchte maximal einen Ton angeben.

  • Peter Makolies

    Peter Makolies * 1936

    * 1936 in Königsberg/ Ostpr.
    1953 Beginn einer Steinmetzlehre in der Zwingerbauhütte Dresden und Zeichenkurse an der Volkshochschule bei Jürgen Böttcher
    1957 gemeinsames Atelier mit Ralf Winkler in der Dresdner Neustadt, seitdem eigene künstlerische Arbeiten
    Ab 1965 freier Bildhauer und Arbeit für die Denkmalpflege
    1984 Teilnahme auf der Biennale Venedig
    1985 Studienreise nach China
    1984/ 86/ 89 Arbeit in Carrara
    lebt und arbeitet in Dresden und Warthe auf Usedom

    Würde man Steine wie diese auf einem prähistorischen Gräberfeld finden, man könnte sie für Kultbilder aus fernster Vergangenheit halten - und aus erdgeschichtlicher Vergangenheit kommen sie ja auch her, die meisten dieser Steine, denen der Bildhauer die form von Schädeln gegeben hat.
    Manchmal angeschlagen schon vor der Bearbeitung, tragen sie tatsächlich und von vornherein Spuren des Entstehens und Vergehens an sich - und mit solchen natürlichen Gegebenheiten hat sich Peter Makolies als Bildhauer auseinandergesetzt. (Matthias Flügge)

  • Ruhepuls

    Ruhepuls * 1978

    https://ruhepuls.tumblr.com/

    "RUHEPULS" ist ein interdisziplinäres Projekt des deutschen Künstlers Christian Manss und des in Prag lebenden englischen Musik-Produzenten Stephen Abrehart. Beteiligte Künstler: Christian Manss, Stephen Abrehart, Volker Schlecht, Eric Vogel, Manja Kuhl, Alexander Nast, Knut Amor, Andrew Shields, Rainer Barczaitis. Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist "wanderlust": 5 Texte - 5 Songs - 5 Videos - 5 Bilder - 1 Raum!

    Am Anfang von Ruhepuls stehen 5 deutsche Texte sowie eine plastische Arbeit von Christian Manss. Die Abbildung der Plastik "250 km/h" bildet die Grundlage für die übergeordnete Grafik des Projekts, welche mittels Zufallsbearbeitung verändert wurde. Die 5. Bearbeitungsstufe ist die Grafik für RUHEPULS. Der englische Musik-Produzent Stephen Abrehart und Christian Manss teilten den langjährigen Wunsch zusammenzuarbeiten. Schnell konkretisiert sich bei Manss die Idee, Abrehart über den Inhalt der deutschen Texte im Unklaren zu lassen, und zu schauen, wohin sich die Musik ohne Kontextzwang entwickelt – ein Experiment! Die daraus resultierenden Ergebnisse wurden 5 Videokünstlern zur freien Bearbeitung überlassen und zwar mit dem Versprechen, dass die fertigen Videoarbeiten so akzeptiert werden wie sie sind - als eigenständige Arbeiten. Die durch Bild & Ton veränderten und gewachsenen Texte von Christian Manss bilden nun wiederum die Grundlage für 5 bildnerische Werke des Künstlers. Die an unterschiedlichen Orten und von unterschiedlichen Künstlern geschaffenen Teile des Projekts sollen final an einem realen Ort zusammenfinden – dem Raum!

  • Dawid Marszewski

    Dawid Marszewski * 1991

    http://marszewskiart.blogspot.com/

    * 1991 in Polen. Absolvent der Universität der Künste in Poznań, Thesis verteidigt an der Fakultät für Malerei (2016), ehrenvolle Erwähnung im Nationalen ArtNoble-Wettbewerb. 2017 Stipendiat des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe. 2012-2016 UAP-Rektor-Stipendium. Gewinner des Preises der Zeitschrift "EXKLUZIV." 2013. Er erhielt auf der International Triennial of Digital Media in China eine ehrenvolle Anerkennung. Nominiert für den polnischen Kunstpreis Neues Bild - Neuer Look. Finalist der Biennale für junge Kunst: Fish Eye 8. Seine Werke wurden unter anderem im UP-Projektraum in Berlin, der Pädagogischen Universität Shanghai, im Zeitgenössischen Museum in Wrocław, der Baltischen Galerie für zeitgenössische Kunst in Słupsk, dem Zentrum für zeitgenössische Kunst "Signs of the Times" in Toruń, dem Zentrum der polnischen Skulptur Orońsko, dem Museum des ehemaligen Vernichtungslagers in Chełmno nad Nerem, dem Blue Tower Plaza (Błękitny Wieżowiec) in Warschau, der Galerie Grey House in Kraków und andernorts gezeigt.

    Der Hauptteil der Arbeit besteht aus Aussagen von Personen, die einen Mangel an Akzeptanz oder sogar offenen Rassismus erlebt haben. Zu sehen ist das polnische Sprichwort "Gast im Zuhause, Gottes Haus", genäht auf schwarzem Material in goldenen Buchstaben. Ein rechteckiger Raum lädt ein, hineinzugehen und die Aussagen mehrerer Leuten zu hören, die ihre in jüngster Zeit erfahrenen Erlebnisse teilen.

  • Stephanie Marx

    Stephanie Marx * 1975

    http://stephaniemarx-grafik.de

    1975 in Dresden geboren
    1995-99 Studium Kommunikationsdesign an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) Berlin; Diplom-Designerin
    1999-2003 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Fachklasse für Freie Grafik, Diplom für Bildende Kunst
    2003-2008 Meisterschülerstudium bei Prof. Ulrich Hachulla
    2007 Mitbegründerin von Hoch+Partner, Galerie für Holzschnitt und Hochdruck Leipzig

    Technik fasziniert mich so sehr, dass ich ihr Leben einhauche. Sujets, die fremder einander nicht sein können, gehen eine für mich zwingende Bindung ein. Die Verquickung von Mensch und Mechanik, Tier oder Pflanze werden durch den Schnitt- bzw. Stich in das Linol auf eine gemeinsame Ebene gehoben. Die akkurate Technik beim Schneiden und Stechen in die Druckplatte bildet einen wunderbaren Kontrast zu meinen freien Holzschnitten. Gedruckt werden die Mischwesen nicht nur auf Papier, sondern ich führe sie gelegentlich ihren Ursprungsmaterialien wieder zu – wie zum Beispiel Metall oder Holz. Die Funktionalität scheint optisch ungebrochen – doch spielt sie eine untergeordnete Rolle. Die Maschinen müssen nicht funktionieren – sie müssen wirken.

  • Moe Matsuhashi

    Moe Matsuhashi * 1985

    https://www.moematsuhashi.com

    Seit 2016 Meisterschülerstudium, HfBK Dresden Klasse Prof. Martin Honert
    2012- 15 Hochschule für Bildende Künste Dresden Klasse Prof. Martin Honert
    2005- 09 Kunsthochschule Tama – Klasse für Malerei bei Prof. Kosai Hori, Bachelor

    2016 MAG HOME MinimalArtGallery, REDBASE Foundation (Yogyakarta)
    Nach Wroclaw nach Wroclaw, Wroclaw Contemporary Museum
    How hard can it be, Galerie Gebr. Lehmann (Dresden)
    ART Köln, NANZUKA (Köln)

    Die meisten meiner Arbeiten nehmen Bezug auf meinen Vornamen Moe. Auf Deutsch kann man Moe mit "Keim" oder "Ursprünglichkeit" übersetzen. Meinen Namen habe ich von meinem Vater aus einem besonderen Grund erhalten: Als er während der Schwangerschaft meiner Mutter ihren Bauch berührte, spürte er ein grünes Licht ähnlich dem eines Keimes. Daraufhin beschlossen meine Eltern, mir den Namen Moe zu geben. Die Frage, wie es dazu kam und welche Bedeutung dieses Ereignis hat, beschäftigt mich seit mir meine Eltern diese Geschichte erzählten. Meine Gedanken und künstlerischen Arbeiten drehen sich daher bewusst als auch unbewusst immer wieder um das Thema der (meiner) Identität und dem Versuch herauszufinden, wie diese aufgebaut sein könnte.

  • Yuri Mechitov

    Yuri Mechitov * 1950

    www.mechitov.net

    In Tbilisi, Georgien in der vormaligen Sowjetunion, geboren. Abschluss als Bergbauingenieur, arbeitete 4 Jahre in diesem Bereich. Schon länger im Bereich filmischer Kameraarbeit aktiv, machte er mehrere Dokumentarfilme und wechselte dann komplett zur Fotografie. Eine erste Ausstellung geschah im Jahr 1979. Mehr als 80 Ausstellungen in verschiedenen Ländern folgten. Er arbeitete auch als Standfotograf für das Georgische Filmstudio. Das Arbeiten im Kino gab ihm die Fähigkeit, nicht nur Bilder einzufangen, sondern auch zu komponieren. Besonders sinnvoll war die Freundschaft mit dem großen Filmregisseur Sergei Paradschanow, der ihm eine Menge Dinge lehrte und half, seine künstlerische Vision zu gestalten. Der Künstler veröffentlichte mehrere Bücher, die Paradschanow gewidmet waren. Er ist Co-Autor des Buches "Georgian Photography 1955-2012". Im Jahr 2011 veröffentlichte er das Fotoalbum "Yuri Mechitovs 101 Portraits". Außerdem schrieb er mehrere Geschichten und gestaltete das Projekt "Reincarnation of Pirosmani" mit Maya Deisadze.

    Das Projekt re:creation pirosmani widmet sich dem großen georgischen Maler Naiver Kunst Nikala Pirosmani (1862-1918), der zum Markenzeichen der georgischen visuellen Alltagskultur wurde: seine gemalten Dorfszenen, städtischen Veranstaltungen, Porträts, Werbung. So wurden seine Bilder ikonisch. Mit Co-Autorin Maya Deisadze begann Mechitov, die Intentionen Pirosmanis neu zu erschaffen, indem sie inszenierte Fotos seiner abgebildeten Charaktere schossen. Die Arbeit wurde über drei Jahre hinweg erschaffen (2000 - 2003) und befindet sich aktuell in einem Prozess der Umgestaltung.

  • Katerina Belkina

    Katerina Belkina * 1974

    http://www.belkina.ru

    Bereits früh wusste Katerina Belkina um ihr außergewöhnliches Talent, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Geboren in Samara, im Südosten des europäischen Russlands, wurde sie in einer schöpferischen Atmosphäre durch ihre Mutter, einer Bildenden Künstlerin, geprägt. Ihre Ausbildung zur Kunstmalerin an der Art-Akademie und ab 2000 an Michael Musorin's Schule für Photografie in Samara gaben ihr das Handwerkszeug, ihre Ideen zu visualisieren. Es folgten Ausstellungen ihrer sublim-mystischen Selbstporträts in Moskau und Paris. 2007 wurde Katerina Belkina für den prestigeträchtigen Kandinsky Prize (vergleichbar mit dem britischen Turner Prize) in Moskau nominiert. Erst kürzlich erhielt sie den Hasselblad Masters Preis in der Kategorie Art. Aktuell lebt und arbeitet sie in Berlin.

    Die Paint Serie zeigt, dass sie sich auf die Suche nach der Inspiration der großen Maler der Vergangenheit begeben hat und sich dabei als bildende Künstlerin selbst treu geblieben ist. Belkina tritt mit diesen in einen künstlerischen Dialog und kreierte so neue Werke die sich durch ihre künstlerische Ausstrahlung, den Stil und das Gefühl dieser Künstler bedient. So "leiht" sie sich die Pinsel und die Augen der Maler des 19. und 20. Jahrhunderts, die sie so sehr bewundert und versucht, so nah wie möglich an diese heranzukommen. Auf diese Weise untersuchte sie sehr sorgfältig und akribisch die Ausdruckskraft ihrer künstlerischen Meister wie Modigliani, Picasso, Degas, Schiele und Klimt.

  • Geert Mul

    Geert Mul * 1965

    http://www.geertmul.com

    Medienkünstler Geert Mul erforscht seit fast zwanzig Jahren die Möglichkeiten der visuellen Poesie durch die Rekombinierung von Bildern aus Sammlungen und Datenbanken in Videos, Fotografien, Installationen und audiovisuellen Darbietungen. In digitalen und in analogen Werken erforscht Mul die Möglichkeiten einer datenbasierten Vermittlung: den Moment, in dem eine sinnlose Datensammlung zu etwas Sinnvollem verwandelt wird. "Bedeutung" in Muls Arbeiten basiert nicht auf Logik, die Arbeiten basieren im Wesentlichen auf Korrelation, Assoziation, Konnotation und Spekulation. Mul betrachtet seine Werke als eine Form der Poesie; ein kreatives Spiel mit einer datenbasierten Sprache.

    NATUREALLY wurde ursprünglich für den Eingangsbereich eines neuen Krankenhauses entworfen und ist von der Idee einer "heilenden Umgebung" inspiriert. Das zugrunde liegende "Ziel" des Kunstwerks war es, den "mentalen Raum" der Patienten und Besucher des Krankenhauses zu erweitern. In Anbetracht der breiten Palette an Emotionen, die die Öffentlichkeit in einer Krankenhausumgebung durchmacht, begann der Künstler zu überlegen, ob und wie ein Kunstwerk eine positive Rolle in diesem (emotionalen) Zustand des Seins spielen könnte. Er kam zu dem Schluss, dass zum Beispiel "verwundert zu sein" ein Weg ist, um geistigen Raum zu schaffen, um beunruhigende Gedanken und Emotionen loszulassen.

  • Ulrike Mundt

    Ulrike Mundt * 1976

    www.ulrike-mundt.com

    1976 geboren
    2000- 02 BFA Freie Kunst Kunsthochschule Arnhem und Rijksakademie Amsterdam, Niederlande
    2003-05 MFA Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
    2005-07 Meisterschülerin bei Prof. Monika Brandmeier
    Einzelausstellungen (Auswahl)
    2016 BEHIND THE SURFACE, DADS Galerie, Liberec, CZ
    2015 CALYPSO, Susanne Burmester Galerie, Rügen
    2013 THING-DING, Galerie Hellrot, Halle
    2012 ULRIKE MUNDT, Susanne Burmester Galerie, Showroom, Berlin
    2014 WIN/WIN Ankäufe der KdFS 2014, Halle 14, Leipziger Baumwollspinnerei, Leipzig

    Ulrike Mundt studierte Bildhauerei in Dresden und in den Niederlanden. Sie baut Installationen und kinetische Objekte, die teilweise Geräusche erzeugen. Ihre künstlerische Sprache formuliert individuelle, aber auch kollektive Erinnerungen und Codes als gegenständliche Erscheinungen. Häufig greifen ihre Arbeiten Formen gesellschaftlich determinierter Macht und Dominanz humorvoll oder ironisch auf und treiben ein sarkastisches Spiel mit Symbolen der Macht.
    Su-Ran Sichling, Künstlerin und Journalistin

  • Małgorzata Myślińska

    Małgorzata Myślińska * 1988

    http://malgomyslinska.tumblr.com

    * 1988 in Polen
    Abschluss in Malerei an der Universität für Kunst Poznań. Abschluss in Philosophie an der Adam-Mickiewicz-Universität (Poznań, Polen). Stipendien für Malerei an der Universität für Kunst und Design Cluj-Napoca und an der Fakultät für Geschichte und Philosophie der Babeș-Bolyai-Universität in Cluj, Rumänien. Teilnahme an vielen Gruppen- und Einzelausstellungen. Gewinnerin von Wettbewerben für junge MalerInnen, Preisträgerin des Kunst-Stipendiums der Stadt Poznań für junge KünstlerInnen. Sie lebt und arbeitet in Poznań, wo sie ihr Atelier betreibt und ihre Doktorarbeit umsetzt.

    Ich sehe auf die Spuren der jüngeren Vergangenheit zurück - nicht um sie zu vermissen, sondern um mit ihnen zu spielen. "Ballroom" ist ein Teil der Serie, in der ich Porträts von mir mit altmodischen gemalten Bühnenhintergründen in beliebigen Fotostudios mache. Ich reagiere spontan auf die Hintergründe und lasse die Fotografen auch die Szene erschaffen. Ich folge dem gemeinsamen Glauben, dass dieses Bild zu einem Ort der persönlichen Projektion der Phantasie des Betrachters, der Erinnerungen oder der Ängste wurde - vor allem, wenn der fotografische Kontext zweideutig ist und Zeugen fehlen. Diesmal ist der Zeuge hier, aber es hilft nichts.

  • Jakub Najbart

    Jakub Najbart * 1972

    Geboren 1972 Polen.
    1993-98 studierte er Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Kraków. Schloss mit Auszeichnung im Jahr 1998 ab. Im Jahr 2009 Doktortitel der Künste. Seit 2010 arbeitet er an der Akademie der Bildenden Künste Kraków in der Abteilung für zeichnerische Kunst. Seit 2015 außerordentlicher Professor an der Akademie der Bildenden Künste Kraków. Seit 2016 Leiter des Dezernats für Zeichenkunst. Hat an vielen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen. Vor kurzem in polnisch-deutschen Kunstprojekten beteiligt:
    "Betreten Verboten" Polnisch-deutsche Kunstbiennale, Nürnberg, 2013
    "FADING MEMORY" KunstRaum Weißenohe, 2016
    "GREY SCALE" A.K.T. Kunstverein Amberg, 2016
    "CUBE" - polnisch-deutsche Kunstbiennale, Kraków, 2016

    Wir leben nahe Ereignissen, Situationen und Phänomenen, die für uns keine Bedeutung haben. Doch unwillig nehmen wir an ihnen teil (auch als Zuschauer). Sie formen unsere Psyche, Ansichten, Gefühle. Die Welt des polnischen Fußballs funktioniert parallel zu meinem Leben, unsere Wege hatten sich noch nie überschnitten. Jedoch entschied ich vor 16 Jahren, in die Gegend zwischen zwei Stadien von wichtigen Krakauer Fußballmannschaften (Cracovia und Wisla Kraków) zu ziehen. Es ist unmöglich, nicht zu bemerken, was dadurch regelmäßig in der Gegend so los ist. Die Umgebung ist unwirklich und verlockend. Als ob ein Film gedreht würde, aber mit dem Unterschied, dass die Akteure normale Leute sind und man von ihnen angezogen werden könnte. Leere, menschenleere, schmutzige und verwüstete Gebiete in der Nähe des Stadions, das von blinkenden Polizeifahrzeugen patrouilliert wird, schaffen einen starken Eindruck. Ungewohnte Ansichten vom Ende der Zivilisation. Ein Fußballspiel ist kein Phänomen, das nur auf einem Fußballplatz und auf Sitze beschränkt wäre. Der ganze Teil der Stadt ändert sich an einem Tag, an dem die Liga spielt. Sie können es hören und sehen. Ich begann mich zu fragen, was so viele Menschen so emotional für die Mannschaft reagieren lässt, die sie unterstützen, dass sie bereit sind, ihr Leben für diese Sache aufzugeben.

  • Pawel Napierala

    Pawel Napierala * 1983

    Ich wurde 1983 in Opalenica, Polen geboren. Inzwischen studiere ich an der Universität der Künste in Poznań als Ph.D-Student an der Fakultät für Malerei und Zeichnen. Ich verbrachte fünf Jahre studierend an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań, wo ich einen Master-Abschluss in Kunstgeschichte erreichen konnte. Im Jahr 2004 schloss ich einen zweijährigen Kurs für Kunst-Konservierung an der Akademie der bildenden Künste in Poznań ab. Seit Juni 2008 arbeite ich als Restaurator im Studio für Gemälde und Konservierung polychromer Skulpturen im Nationalmuseum in Poznań. Seit 2016 bin ich Vorsitzender der Vereinigung der polnischen Künstler und Designer in Poznań.

    Inspiriert durch die Techniken alter Meister, beziehen sich die Gemälde von Paweł Napierała auf klassische Kunst. Obwohl seine Themen auch klassisch sind, werden sie auf innovative Weise präsentiert. Das Alte wird eng mit dem Neuen verknüpft, da die Akte und Landschaften als Bezugspunkt für die künstlerische Erfahrung dienen, in der ein Gemälde als solches wirkt. Es ist also nicht auf seinen figurativen oder abstrakten Inhalt beschränkt.

  • Lili Anamarija No (NSK STAAT)

    EA001276, EA009982 Lili Anamarija No (NSK STAAT) * 1962

    Sie wurde 1962 geboren und studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste und Design an der Universität Ljubljana in Slowenien. Ihre Bindung an den NSK-Staat reicht bis in die Zeit zurück, als sie im Jahr 2000 nach Neuseeland fuhr (mit dem auf 25 Kilogramm begrenzten Gepäck und einem unbekannten Datum, um nach Europa zurückzukehren). Sie wünschte sich eine Bindung mit ihrer Heimat in Form eines NSK-Passdokuments, den sie als Reisedokument an den Grenzen geltend machte, welche sie ein Jahr später auf ihrem Weg zurück nach Europa überschritt. Im Jahr 2010 wurde sie zur Delegierten des ersten NSK-Bürgerkongresses des NSK-Staates in Berlin gewählt, wo sie auch als NSK-Volkskünstlerin teilnahm. Sie lebt und arbeitet in Ljubljana.

    Das Projekt "+ing borders" wurde während eines Zeitraums von zwölf Jahren erschaffen, als persönliche Erforschung der Entgegnungen und Reaktionen der Beamten an den Grenzübergängen beim Vorhalten eines erstellten künstlerischen Passes und die begleitende Erklärung über einen "Staat ohne Territorium", einen Zustand in der Zeit. Natürlich hatte es die innewohnende Absicht, ihre Weltsicht zu erweitern, indem sie einen neuartigen Zustand, auch einen Zustand ohne physikalische Grenzen, kennenlernten und damit in ihnen einen unsichtbaren Samen einer möglichen zukünftigen Weltstruktur zu pflanzen. Das Projekt scheint unerwarteterweise historisch zu werden, seit sich Veränderungen in der Staatspolitik und Politik der (westlichen) Welt vollziehen. Ein erfolgreiches Sammeln von offiziellen Stempeln beim Überqueren (westlicher) Ländergrenzen bleibt - vorerst - unwahrscheinlich und unrealistisch. Das Projekt ist also auch eine Einladung an andere NSK-Staatsbürger, sich der Erforschung anzuschließen.

  • Dani Nordt

    Dani Nordt * 1980

    www.kamiaki.de

    1980 geboren in Schlema im Erzgebirge
    seit 1996 Verschiedene Kampfsportausbildungen (Shaolin Kung Fu, Wu Shu und Taijiquan)
    2003-Gesellenbrief als Fotografin bei der Handwerkskammer Dresden
    2003-2005-Grundstudium Malerei/ Grafik an der HfBK Dresden
    2005-2010-Hauptstudium Malerei/ Grafik/ Performance an der HfBK Dresden
    seit 2010-Selbstständig als freischaffende Künstlerin

    Für meine Arbeiten lasse ich mich vom Grundsatz inspirieren: „Wie im Innen, so im Außen und umgekehrt. Wie im Kleinen, so im Großen und umgekehrt." Als Stilmittel zur zeichnerischen Umsetzung habe ich mich auf Muster spezialisiert. Muster kann man überall in der Tier-, Pflanzen- und Menschenwelt finden, wobei diese nicht nur visuell sichtbar, sondern auch in Verhaltensweisen vorhanden sind. Sie haben die Aufgabe zu tarnen oder hervorzuheben, sowohl in der Natur als auch in der Gesellschaft. Wir haben sie uns angeeignet und abgeschaut um aufzufallen oder uns anzupassen. In meinen Grafiken weise ich mit vielfältigen optischen Mustern auf diese Verhaltensmuster hin, indem die Figuren und deren Umgebung von Mustern geprägt und mit ihnen gestaltet sind. Mit starken Kontrasten und kräftigen Farben möchte ich die eigenen Verhaltensmuster ins Gedächtnis rufen. Ich zeichne auf Reispapier und meine bevorzugten Arbeitsmittel sind Tusche, Aquarellstifte, Faserstifte und Fineliner.

  • Alexander Nym (NSK STAAT)

    HC000539 Alexander Nym (NSK STAAT) * 1974

    http://www.kreativeempire.de

    Amtierender Geschäftsführer des Kultur Aktiv e.V. mit Sitz in Dresden. Kulturwissenschaftler und Mitglied des diplomatischen Corps des NSK-Staates. Herausgeber, Autor, Übersetzer und/oder Beitragender diverser (pop-)kultureller Nachschlagewerke ("Schillerndes Dunkel" 2010, dt. Ausgabe von Alexei Monroes NSK-Monographie "Inquisitionsmaschine", 2014 uvm). Veranstalter und Gelegenheitskurator (u.a. "1st NSK Folk Art Biennale", "Borghesia: Dub Photo", "Test Dept: Total State Machine")

    Der dem NSK-Staat gewidmete Bereich der Ostrale 2017 präsentiert neben Originalen der NSK-Gründergruppen Laibach, Irwin und Noordung (Post-Gravity Art) eine Übersicht über das aktuelle Schaffen der Bürgerschaft des NSK-Staates mit Schwerpunkt auf Werken aus dem NSK-Protektorat Dreždjany, der N$K Federal Reserve in New York, und der Interpretation von NSK als Neue Sorbische Kunst. Ergänzend zum NSK-Pavillon auf der Venedig-Biennale ist damit eine große, von der Bürgerschaft autark realisierte Schau zu sehen, welche die komplexe Geschichte des NSK-Staatsgebildes nachzeichnet, ihren aktuellen Entwicklungsstand dokumentiert, und einen Blick in mögliche Zukunften utopisch-alternativer Staatsmodelle wirft.

  • Karin Odendahl

    Karin Odendahl * 1966

    http://karin-odendahl.de

    1966 geboren in Bensberg
    1987 – 1993 Graphik-Design Studium, FH Aachen, Diplom
    2004 Drei + ertfünf + sechzig
    2000 Künstler in Aachen Heute
    1998 Visuelle Poesie
    1996 Wasser - Reinigung – Taufe

    In ihrer Arbeit verbindet Karin Odendahl traditionelle Zeichen- und Maltechniken und digitale Fotografie mit Hilfe von Transfertechniken zu persönlichen, assoziativen, fragmentarischen Rezeptionen ihrer Umwelt - Menschen, Stadtlandschaften, Flora, Fauna. Scheinbar fremde Bildwelten verbinden sich in collageartiger Montage zu neuen Deutungen. Unterschiedliche Darstellungsschichten, sich ändernde Raumdichte, Farb- und Formkontraste führen zu differenzierten Wahrnehmungsebenen.

  • Iwona Ogrodzka

    Iwona Ogrodzka * 1991

    https://iwonaogrodzka.wordpress.com/

    * 1991 in Polen
    2011-16 Eugeniusz Geppert Akademie für Kunst und Design, Wrocław, Polen
    2013-14 Kunstakademie Vilnius, Litauen
    AUSSTELLUNGEN
    2015 The End, Jagoda Dobecka und Iwona Ogrodzka, 5 Malunai, Vilnius, LT
    2016 Młodzi w Muzeum. Poziom najwyższy, Gruppenausstellung, Nationalmuseum, Wrocław, PL
    2016 New Blood, Galerie Socato, Wrocław, PL

    Die jüngsten Ereignisse haben noch einmal bewiesen, dass Francis Fukuyama zu voreilig war, das Ende der Geschichte anzukündigen. Liberale Demokratie und Wirtschaftsordnung waren auf dem Weg, ein globales System zu werden. Doch der 11. September ruinierte unsere Versuche, ein globales Land des Glücks zu erschaffen. Die alte Weltordnung und ein globales Gleichgewicht der Kräfte verändern sich. Noch einmal sind wir an den Rand eines Abgrunds geraten. Die überwältigende Politik der Angst, die von den Medien und Regierungen bedient wird, macht es uns schwer, die Realität objektiv zu sehen. Wie viel Zeit wird noch vergehen, bis die Anarchie ausbricht?

  • Franciszek Orłowski

    Franciszek Orłowski * 1984

    Absolvent der Fakultät Intermedia an der Akademie der Bildenden Künste in Poznań (2004-2010)
    Zurzeit Doktorand.

    Ausgewählte Ausstellungen:
    2017
    AIT Takanava Unlimited, Tokio
    NIECZYTELNOSC.PALIMPSESTY, Pan Tadeusz-Museum, Wrocław
    2016
    Illegibility. The Contexts Of Script - Art Stations Foundation von Grazyna Kulczyk, Poznań
    2015
    Odessa Biennale für zeitgenössische Kunst - Museum für Moderne Kunst Odessa
    Je brûle Paris - Cité Internationale des Arts - Paris

    m Zentrum der Stadt Poznań, vor der Kirche des heiligen Adalbert, dem Ort, an dem Adalbert von Prag eine Predigt hielt, bevor er zu Missionsarbeit aufbrach - steht ein alter Glockenturm, von einer Dachschindel umschlossen. Es ist das älteste hölzerne Denkmal in der Stadt. Der Klang der Glocke verschmilzt mit den alltäglichen Klängen der Stadt. Im Glockenturm selbst kann der Künstler nur den Klang der Glocke hören, als Lärm, der alle anderen Klänge verstummen lässt. Orłowski erklärt: "Während des Vorgangs der Umhüllung des Klöppels der Glocke, einer Aktivität, die den natürliche Aufschlag der Glocke senkt, wurde ein nagelneuer, niemals zuvor gehörter Klang produziert, ein Klang, der den ganzen Glockenturm knirschen lies." In diesem Film wurde der knarrende Klang vom Filmemacher festgehalten.

  • Institut für analytische Kryptometrie (NSK Staat - Protektorat Drježdźany)

    EA012086- Institut für analytische Kryptometrie (NSK Staat - Protektorat Drježdźany) * 1972

    Die Gründung des Institutes für analytische Kryptometrie (InfanaK) lässt sich nicht mehr genau datieren. Als ältester, heute bekannter Gründungs-vater kann Pythagoras (500 Jahre v.u.Z.) angesehen werden, der die ZAHL als geistige Grundlage der Welt beschrieb. Eine weitere wichtige Urheberschaft liegt bei dem ehrenwerten Supremat K.S.Malewitsch (100 Jahre vor heute), welcher nach Jahrhunderten der Kunst-geschichte, in der Epoche auf Epoche, Stil auf Stil folgte, den überbordenden FORMenreichtum auf seine wesentlichen Elemente reduzierte. Schluß mit Kunst – was bleibt ist Analyse. Hervorgehoben sei noch das Jahr 2013, in dem das Institut nach der In-auguration der NSK-Akademie in den Dienst der Neuen Slowenischen Kunst trat und sich seitdem mit den Beziehungen zwischen Quadrat und KREUZ befasst.

    Das Institut für analytische Kryptometrie (InfanaK) widmet sich der Analyse der Beziehungen zwischen geometrischen Elementen (FORMA) und der Erforschung ihrer wahrnehmungspsychologischen Wirkung und der ihnen verborgen eingeschriebenen Bedeutungsinhalte (KRYPTOMETRIE) auf den menschlichen Geist. Anders als Pythagoras, der zu Grunde ging, als das irrationale Monster Wurzel 2 die Weltbühne betrat, bedient sich das Institut auch fraktal-geometrischer Mechanismen (DEFORMATIO), um geheimen Inhalten scheinbar simpler Strukturen auf die Spur zu kommen. Ein weiteres, duales, Prinzip besteht in der Wandlung eines Graphems in eine scheinbar bessere Form (REFORMATIO / TRANSFORMATIO) und wieder zurück (RE_FORMATIO), sowie die Untersuchung der Wirkung der morphogenetischen Zwischenstufen auf den Probanden und der subjektiven Bedeutungszuweisung durch ihn. Beim Vergleich der Ergebnisse bleibt zu bestimmen, ob die Endgrapheme verschiedener Wandlungsprozesse mental gleich erscheinen (UNIFORMATIO), oder ob ihnen durch die individuelle Entstehungsgeschichte Einzigartigkeit (NON-CONFORMATIO) zugestanden werden kann. Anders als Malewitsch, der zu Grunde ging, weil es nach dem Schwarzen Quadrat nichts mehr zu malen gab, phantasiert das Institut nicht, es generiert. Mit Hilfe des 2013 in Betrieb genommenen, weltweit ersten Small Polygon Collider (SPC) wird das zu analysierende Material aus subgraphischen Teilchen gewonnen. Der kreative Akt beginnt erst im Auge und im Geist des Betrachters.

  • Marcin Owczarek

    Marcin Owczarek * 1985

    http://www.marcinowczarek.com

    Geboren im Oktober 1985 in Polen. Im Alter von zwanzig Jahren begann er mit dem Studium der Fotografie an der Hochschule für Fotografie in Wrocław, Polen, das er mit ehrenvoller Erwähnung für seinen Zyklus Brave New World, der eine idiosynkratische Version einer zukünftigen Welt präsentierte, abschloss. Owczarek fasziniert der Einfluss neuer Technologien auf das menschliche Leben, vor allem innerhalb urbaner Räume. Mit dem Fokus auf die Fragen der Mechanisierung und Standardisierung, packt er sie in einen antiutopischen Stil. Owczarek interessiert sich für Schamanismus, Gnostizismus, Alchemie. Seine Kunst wurde auch durch den Inhalt des tibetischen Totenbuches beeinflusst, ebenso durch seine Studien der Kulturanthropologie.

    Meine Kunst konzentriert sich immer auf den Zustand unseres Planeten und seiner Menschen. Ich verwende Fotografie und Collage, um surreale Bilder zu kreieren, die sich thematisch auf Identität, Träume, neue Technologien, Bio-Wissenschaften, das Unbewusste, Moral, soziale Situationen, Verhaltensweisen, Gewohnheiten, Rituale, biologische Veränderungen und Depressionen in städtischen Umgebungen konzentrieren, also Fokussierungen auf die Auswirkungen auf das menschliche Leben. Zu Beobachten, zu Dokumentieren. Als Ergebnis schaffe ich eine Darstellung des 21. Jahrhunderts und damit eine Darstellung unserer heutigen Gesellschaft, gefüllt mit Anspielungen, Metaphern und Allegorien. Bevor ich eine neue Arbeit beginne, erstelle ich immer zuerst eine konzeptionelle Skizze, die wohlüberlegt ist. Ich benutze keine Charaktere zufällig. Die Welt, die ich erschaffe und die Reflexion, die ich auslösen möchte, müssen in perfekter Weise geformt sein. Im Falle von Zeichen verwende ich z.B. Tiere als Symbole oder Allegorien. Auf diese Weise spiegeln sie die Tugend oder Unvollkommenheit des Menschen wider. In vielen meiner Bilder verwende ich Vögel, da sie die menschliche Seele symbolisieren, die im sterblichen Körper gefangen ist.

  • Denizhan Özer

    Denizhan Özer * 1962

    Denizhan Özer wurde 1962 in Hopa, Samsun in der Türkei geboren. 1986 absolvierte er den Bereich Malerei an der Fakultät für Erziehungswissenschaften an der Uludağ-Universität Bursa und setzte sein Master-Studium an der American University of London zwischen 1989 und 1991 fort. 1986 nahm Özer am AFSAD Second Photography Symposium in Ankara teil. Im selben Jahr gründete er die Bufsad Photograph Association. 1987 nahm er an einer Expedition zu einer archäologischen Ausgrabungsstätte in Spanien teil. 1989 gründete Özer das London Street Theatre, für das er viele Stücke schrieb und leitete. Er ist einer der Gründer des Rainbow Arts Centers, der Turquoise Arts Group (1996) und der T-union Arts Group (1996). Özer hatte viele Einzelausstellungen und an zahlreichen Gruppenausstellungen in England und der Türkei teilgenommen. Seit 1987 lebt und arbeitet Özer in London.

    Meine Arbeiten werden hauptsächlich von menschlichen Merkmalen und menschlichen Problemen bestimmt, sowohl individuellen als auch sozialen. Insbesondere versuche ich, die Geschichten von jenen Leuten zu erzählen, die marginalisiert, unterdrückt und auf der Flucht sind, und denjenigen, die ihre Häuser und Länder zurücklassen und die von Krieg, Terrorismus, fehlerhafter Politik und allen Arten von Schwierigkeiten betroffen sind, aber trotz allem versuchen, glücklich zu sein. Ich akzeptiere als erforderlichen Zeitrahmen ein Ereignis, das das Leben aufs Neue entdeckt und das erlebt wird und daher die Vergangenheit, indem sie dokumentiert wird, in Erinnerung bleiben wird und eine Lektion gelernt werden kann, um diese in die Zukunft zu übertragen. Darum versuche ich in meinem Werk die Beziehung zwischen Kunst und Leben durch Dokumentation zu präsentieren. In diesem Zusammenhang beeinflussen die Ereignisse, die im Alltag geschehen, die ich erster Hand sehe, lese, beobachte und erlebe, die Konzeption der Struktur meiner Arbeiten. Die Aufzeichnungen, die ich seit langer Zeit gesammelt habe, beginnen, einen Platz in meinen Arbeiten zu besetzen. Die Arbeiten, die ich gemacht habe, sind zu politischen Werken geworden, die das Leben einengen, Risiken einzugehen erzwingen und sinnvolle Botschaften übermitteln.

    Die Fotos von "Protests Never End" sind Mai/Juni 2013 während der Gezi-Proteste in Istanbul entstanden. Tausende Menschen besuchten die Proteste. Die Leute protestierten gegen die Regierung und das System. Und immernoch kämpfen wir für die Demokratie.

  • Francesco Palluzzi

    Francesco Palluzzi * 1987

    http://francescopalluzzi.weebly.com/

    Francesco Palluzzi wurde 1987 in Tagliacozzo, Italien, geboren. Er schloss 2007 das Studium "Industrial Design" an der Universität "La Sapienza" in Rom ab und begann anschließend die zweijährige Spezialisierung in Malerei an der "Rome University of Fine Arts" (RUFA), besuchte zudem den Kurs der Postgraduiertenausbildung in Malerei an der "Universidad del Pais Vasco" Bilbao (SP). Er begann seine Karriere als Assistent verschiedener Künstler; Im Frühjahr 2014 half er bei der Ausstellung des Künstlers Guglielmo Castelli im Museo d'Arte Contemporanea di Roma (MACRO), im April 2014 folgte die Ausstellung "Legamenti" im Atelier Montez, im Oktober desselben Jahres arbeitete er mit am Design der Olympischen Winterspiele in Sotschi. 2015 Zusammenarbeit an der Umsetzung der Ausstellung "Ostrale O15" in Dresden.

    Luzide Träume, als ein Prinzip eines bewussten Abstiegs in die Dunkelheit und die Tiefen des Unbewussten, als eine Möglichkeit, durch die wir unsere konventionelle Sicht der Dinge brechen können, um neue Wege zu finden und die Realität zu beeinflussen; Während einige von uns regungslos vor so viel Dunkelheit stehen, werden andere versuchen, diese tiefer ergründen zu wollen.

  • Parasite

    Parasite * 1987

    http://parasite.pl

    Im Jahr 2010 formulierte Arek Parasite ein "Manifest des Parasitismus" und präsentierte damit die Idee seiner Tätigkeit als Parasitenkünstler. Nach den Ideen, die im "Manifest" benannt wurden, lebte, arbeitete und erschuf der Parasitierende seit vier Jahren in mehreren Städten, Kulturinstitutionen und allerlei Kulturstätten. Mit der Zeit verwandelte sich sein Handeln in eine Kritik am Status des Künstlers in der Gesellschaft und er begann, die sogenannten Wirtsprojekte zu schaffen. In diesem Geiste startete er im Jahr 2012 eine Reihe von Aktionen "Willing to help", die in polnischen Dörfern und Städten umgesetzt wurden. Im Jahr 2013 entwarf und fertigte er den Bau eines HAUSES in Elblag in Nordpolen - ein Haus, das ist der Traum eines jeden jungen Menschens, der kein Geld für Land, Materialien und Bauherren hat. Dann arbeitete er in verschiedenen Projekten mit sozialen Gruppen, die als "soziale Parasiten" bezeichnet wurden: Roma, Langzeitarbeitslose oder soziale Ausgrenzung; Ein Mal-Workshop "Not to be Rejected", in der Obdachlose arbeiten können. Auf der Grundlage dieser und anderer Aktivitäten enstand der Glaube an die therapeutische Rolle der Kunst und der Glaube, dass die Menschen ihre Situation durch Kunst verbessern können.

    Alle Bilder der Serie "Parasitic Painting" sind über die Gemälde eines anderen Malers gemalt, sowohl Originale als auch Reproduktionen. Die Arbeiten kommen von Flohmärkten, Autotauschplätzen, Second-Hand-Läden oder direkt von den Leuten, die sie loswerden wollten. Einige dieser Bilder wurden aus Labors, privaten Sammlungen und Repositorien gestohlen, die zur Akademie der Bildenden Künste in Polen gehören.

  • Pätzug/ Hertweck

    Pätzug/ Hertweck

    http://www.paetzughertweck.de

    Irene Pätzug und Valentin Hertweck arbeiten seit 2012 gemeinsam an großformatigen Installationen, die sich unter Verwendung kinetischer Elemente mit dem Medium Raum auseinandersetzen. Irene Pätzug, geb. 1975 in Dresden, studierte nach ihrer Ausbildung zur Holzbildhauerin an der Kunsthochschule Weißensee und wurde 2009 zur Meisterschülerin von Martin Honert an der Hochschule für Bildende Künste Dresden ernannt. Valentin Hertweck, geb. 1978 in Bonn, gelernter Steinbildhauer, studierte an der Kunsthochschule Berlin Weißensee freie Kunst im Fachbereich Bildhauerei, wo er 2009 zum Meisterschüler von Inge Mahn ernannt wurde. Pätzug / Hertweck hinterfragen die Beziehung zwischen Raum und Mensch. Dabei ist ein wesentlicher Ausgangspunkt ihrer gemeinsamen künstlerischen Praxis die Vorstellung vom Raum als Akteur. Die in dieser Annahme angelegte Ambivalenz wird in ihren Arbeiten immer wieder neu untersucht und illustriert. Mittels subtiler mechanischer Maßnahmen, wie Schienensysteme und Zugmechanismen, greifen sie in die Struktur des vorgegebenen Ortes ein und falten seine ursprüngliche Funktionalität in eine unerwartete Performance.

    Mit minimal-invasiven Installationen greifen Pätzug / Hertweck in Räume ein. Die skulpturalen Elemente weisen einen klaren und starken Bezug zur umgebenden Architektur auf und werden durch Aktivitäten der Besucher oder durch mechanische Antriebe, die ein zufälliges Moment beinhalten, aus ihrer Position des reinen Vorhanden-Seins in die Nähe eines prototypisch humanoiden Daseins gerückt. Gleichzeitig spielen sie durch ihre funktionalen Zusammenhänge eindeutig auf alltäglich ausgeführte Handlungen, innerhalb aber auch außerhalb, dieser Räume an. Durch die Bewegung verwandeln sich die skulpturalen Elemente in rudimentäre Akteure, werden zur Projektionsfläche für den sozial und mental determinierten Gehalt der Räumlichkeiten, betonen jedoch aufgrund ihres fragmentierten Charakters umso stärker ihre gegenständlichen Aspekte.

  • Pereklita Igor

    Pereklita Igor * 1968

    Geboren 1968. Lebt und arbeitet in Halytsch, Ukraine.
    1988 Abschluss Vasyl Kasian College.
    1997 Abschluss an der Nationalen Wassyl-Stefanyk-Universität der Vorkarpaten in Iwano-Frankiwsk, Fachbereich Malerei.
    Ausstellungen
    2016 Ränder der Mythen, Galerie Marginesy, internationales Festival "PortoFranko-Gogolfest", Iwano-Frankiwsk
    2014 Frühling. Krieg, CCA Iwano-Frankiwsk
    2011 Ukrainischer Bereicht zur Warsztaty kultury, Lublin, Polen
    2010 Якщо / Если / Wenn, Мuseum der zeitgenössischen Kunst, Perm, Russland

    Die Hauptsache ist, dass der Gegenstand dieser Synthese eine komplexe neue Realität der lebenden Impulse ist, die von ihr erzeugt und in einem weiteren Sinne aufgenommen werden: schön und hässlich, Kitsch und Aristokratie, Mythen und Vorurteile, Sinnlichkeit und Askese, Remixe und Remakes von persönlichem und sozialen Erfahrungen. Igor Pereklita arbeitet mit Modellen, die auf bestimmte typologische und psychologische Situationen reduziert werden, theatralisch nach außen wirkend, aber mit Gleichnisgehalt.

  • Sergiy Petlyuk

    Sergiy Petlyuk * 1981

    http://petlyuk.com

    Ausstellungen
    2016 Elementary Manipulation, Kharkiv Städtische Galerie, Charkiw (UA)
    2015 Limits of Comprehension, Videoinstallation, kleine Galerie des Arsenal Mystetskyi, Kiew (UA)
    2013 Live Landschaft, Videoinstallation, Kordegarda Galerie, Warschau (PL)
    2012 Empty City, Videoinstallation, Dayton Art Institute, Dayton, OH (USA)

    Nackte männliche und weibliche Körperprojektionen auf Oberbekleidung, die an einer speziellen Konstruktion hängen, bilden einen einheitlichen Bewegungsmechanismus. "Untitled" ist eine namenlose Person, ein nackter Körper ohne eigenes Gesicht, ohne die wertvollste und explizite visuelle Identität zu haben. Trotz eigener Unpersönlichkeit bewegt sich dieser Körpermechanismus weiter und muss leben und funktionieren. Die Oberbekleidung, auf die die menschlichen Teile projiziert werden, wurden Second Hand gekauft.

  • Cristiano Petrucci

    Cristiano Petrucci * 1974

    Geboren 1974, arbeitet und lebt in Rom.

    Das Kunstwerk von Cristiano Petrucci ist dank seiner Fähigkeit, "ein neues und direktes Wirrwarr" mit künstlichen Codes vorzuführen, ohne etwas für selbstverständlich zu halten und ohne Raum für interpretative Klischees zu hinterlassen, eine ziemliche Leistung. Cristiano Petrucci ist von der Tatsache beeinflusst, dass er, wenn er seine Ausbreitung von Formen präsentiert, weitgehend die von der Evolution vorgeschlagene Beschreibung, die durch die Wissenschaft entdeckt wurde und durch die Identifizierung in Genen charakterisiert wird, wiedergibt, und nicht in einem typischen Organismus, der Einheit, die die natürliche Selektion von Formen definiert. Inspiriert durch mikrobiologische und Transduktionssysteme, die Petrucci zur Provokation nutzt, können diese integriert werden, sodass es möglich ist, mehrere Signale zu empfangen und eine einzige 'Landschaft der Antworten' und Atmosphäre mit kromotherapeutischem Licht zu erzeugen, das mit der Stimmung und den Gedanken des Betrachters interagiert.

  • Dmytro Petryna

    Dmytro Petryna * 1974

    Geboren in Iwano-Frankiwsk, Ukraine 1974. 1999 begann er als freiberuflicher Fotograf zu arbeiten. 2009 wurde er Mitglied der ukrainischen Sektion der Vereinigung von Fotografen (FIAP) und erhielt im selben Jahr den Titel "Artist of FIAP". Im Jahr 2016 erhielt er den Titel EFIAP (Excellence FIAP) und wurde Leiter der ukrainischen Abteilung der Organisation. Seine Interessen liegen in Porträtfotografie, Aktfotografie, Straßenszenen und Bildjournalismus. Petryna nahm an mehr als zwanzig Gruppenausstellungen in der Ukraine, Deutschland, den Niederlanden und Polen teil. Fünf Einzelausstellungen. Seine Fotos wurden in verschiedenen nationalen und internationalen Zeitschriften und Katalogen veröffentlicht.

    Jeder Mensch besteht aus Gefühlen, Gedanken, Themen, die ihn umgeben und die eigene Persönlichkeit erschaffen: die persönliche Matrix. Einige alte Themen werden gelöscht, einige neue werden erscheinen und passen sich in die leeren Zellen ein.

  • IRWIN (NSK STAAT)

    IRWIN (NSK STAAT) *

    IRWIN ist ein slowenisches Künstlerkollektiv.
    Die Gruppe IRWIN wurde 1983 in Ljubljana im damaligen Jugoslawien von den Malern Dušan Mandič, Miran Mohar, Andrej Savski, Roman Uranjek, and Borut Vogelnik gegründet und betätigt sich als Teil des Kunstkollektivs „Neue Slowenische Kunst" (NSK) hauptsächlich im Bereich der Malerei. Die Gruppe selbst bezeichnet ihren Stil als „Retroavantgarde". (Quelle: Wikipedia)

    -Was ist Kunst, Galeria ŠKUC, Ljubljana (1985)
    -Centre National des Artes Plastiques, Paris (1988)
    -Städtische Kunsthalle, Düsseldorf (1989)
    -Monteserrat College of Art, Boston (1990)
    -Kapital, District of Columbia Arts Center, Washington D.C. (1991)
    -NSK Embassy Moscow, Apt Art and Ridzina Gallery, Moskau (1992)
    -Irwin State, 359° Gallery, Skopje (2000)
    -Retroavantgarde, Obala Art Centar, Sarajevo (2001)
    -Retroprincip 1983–2003, Künstlerhaus Bethanien, Berlin (2003)

  • Jens Pfuhler (NSK STAAT)

    Jens Pfuhler (NSK STAAT) * 1963

    http://jenspfuhler.blogspot.de

    geb.1963 in Leipzig, Lehre als Drucker, Künstlerisch tätig seit 1982, Autodidakt. Gasthörer an der HGB Leipzig. Privatunterricht u.a. bei Christine Engels (figürliches Zeichnen)
    Erste Ausstellungen ab 1982, seither zahlreiche Ausstellungen und Beteiligungen an Kunstprojekten- und Aktionen
    1990 Gründungsmitglied des Kunstvereins "Mobiles Büro für Erdangelegenheiten" Leipzig, Filme und Videoinstallationen z.B.: "Wegepunkte I u. II"
    Seit 2015 NSK Mitglied
    Seit 2006 Reisen für Film, Recherche und für Kunstprojekte nach Osteuropa (Polen, Baltikum, Russland, Ukraine, Moldawien)

  • Vj group CUBE

    Vj group CUBE * 1971

    https://www.facebook.com/Sergey.Glow

    Die VJ-Gruppe «CUBE» ist eine Gruppe von Medienkünstlern. Die Gruppe wurde 2006 auf Grundlage des Iwano-Frankiwsker Filmclubs gegründet. Ihre Hauptgenres sind VJing, Medienkunst, Medieninstallation, theatralische Visualisierung, Performance, Video mappping. Zurzeit besteht die Gruppe aus vier Mitgliedern: VJ Sergey Glow (Sergii Pilyavets), VJ DaPix (Denis Ovchar), VJ Yura Bin (Yuriy Ovchar) und VJ Ra (Roman Shkoromyda).

    "Multiperson M (mimicry)" ist das Porträt eines heute typischen Menschen, der versucht, sich an die heutige Welt anzupassen und hineinzupassen. Das Projekt "Multiperson" ist ein Versuch, die Gefühle einer zeittypischen Persönlichkeit zu erforschen, nachzuempfinden und zu erfassen.

  • Liliana Piskorska

    Liliana Piskorska * 1988

    http://lilianapiskorska.com/en/

    Liliana Piskorska wurde 1988 geboren und absolvierte 2013 die Fakultät für Bildende Künste in Toruń. Derzeit ist sie Doktorandin an dieser Fakultät. Sie hat an über 60 Einzel- und Gruppenausstellungen in Polen und im Ausland teilgenommen. Seit 2013 ist sie Mitglied einer künstlerisch-autodidaktischen Gruppe der Galeria nad Wisłą (Galerie an der Weichsel). Sie konzentriert ihre künstlerische Forschung auf Begriffe wie Feminismus und die Idee, dass "das Persönliche politisch ist", aber sie sieht es aus einer Perspektive, die aus dem Posthumanismus, dem Anarchofeminismus und der queeren Perspektive abgeleitet ist.

    Der Eingangsbereich - und gleichzeitig der Körper - war der Ausgangspunkt für die Aufführung von Imponderabilia von Marina Abramovic und Ulay aus dem Jahr 1977. Nackte Künstler standen regungslos am Eingang des Museums, während das Publikum, das Eintritt wollte, in direkten Kontakt mit ihren nackten Körpern kommen musste und sich entscheiden mussten, mit wem der beiden Künstler man so nah kommen wollte. Liliana Piskorska schaut sich diese kanonische Geste an. Ihre Videoperformance in Schatullenform (...). Sie führte zu zwei Aufführungen: die erste in der Galleria Comunale d'Art Moderna in Bologna, wo Abramovic und Ulays Aufführung stattfand, sowie die zweite, The Theatre of Life im Jahr 2012, in der CoCa in Toruń, wo die Dokumentation dieser Aktion gezeigt wurde und wo das Video von Liliana aufgenommen wurde. Auf dem Boden sitzend beobachtet die Künstlerin die Aufführung.
    Aus dem Text von Piotr Lisowski (Epidemic, CoCA in Toruń)

  • Stefan Plenkers

    Stefan Plenkers * 1945

    Stefan Plenkers wuchs in Görlitz auf. An der Oberschule erhielt er vielfältige gestalterische Anregungen durch seinen Zeichenlehrer, der Meisterschüler bei Otto Mueller gewesen war. Plenkers absolvierte von 1963 bis 1965 eine Lehre zum Schriftsetzer. Anschließend arbeitete er halbtags in der Abteilung Typografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Nach seinem Wehrdienst verzichtete er 1967 auf den angestrebten und bereits erhaltenen Studienplatz an besagter Hochschule und nahm stattdessen ein fünfjähriges Studium in der Fachrichtung Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden auf. Ihn unterrichteten die Professoren Gerhard Kettner und Günter Horlbeck. Die späteren Künstlerfreundschaften zu den gleichaltrigen Rainer Zille, Joachim Böttcher und Veit Hofmann hatten hier ihren Anfang.
    Seine freischaffende Tätigkeit nahm er 1973 in Bad Muskau auf, ging 1974 nach Cottbus (reger künstlerischer Austausch mit Hans Scheuerecker und Dieter Ladewig), ehe er sich im Jahr darauf wieder und auf Dauer an seinem Studienort Dresden niederließ. 1980 bis 1982 war er bei Kettner Meisterschüler.

    Plenkers übte sich in der ersten Phase seines Schaffens vor allem in den grafischen Techniken. Die Ölmalerei kam seit 1969 hinzu. Anfangs gehörten zu seinen Sujets vielfach gebrochene leere Innenräume, verlassene Tische, Spiegel über Spiegel, Zelte, Segel, Zirkusartisten, Leute in Kneipen. Die späteren Arbeiten lösten sich von tradierter dresdnerischer Sichtweise, wurden farbiger, lichter, bewegter. Anregungen dazu empfing Plenkers, der längst nicht mehr der Bohemien war, auch auf zahlreichen Reisen. Sie führten ihn nach Armenien, Georgien, in den Irak, die USA, nach Lappland, China und immer wieder zu Orten am Meer. Plenkers ist bemüht, in seiner Malerei jedweden erzählerischen Duktus zu vermeiden. Beim Preisen der einfachen, immer währenden Dinge des menschlichen Umfelds setzt er auf die Mittel des Malerischen, akzentuiert durch grafische Grundstrukturen sowie durch Zeichen und Chiffren. Die Tiefendimension der Bilder wird häufig allein über die so genannte Farbperspektive realisiert. Stefan Plenkers erlitt im Herbst 1989 einen schweren Autounfall, der ihn zu einer vielmonatigen Arbeitspause zwang. Er kämpfte erfolgreich um die Wiedererlangung seiner motorischen und kognitiven Fähigkeiten. Im Ergebnis dessen differenzierte sich die künstlerische Handschrift weiter, die Produktivität erreichte eine neue Höhe.

  • An Pervere (AnPee) (NSK Nürnbach-Laiberg)

    An Pervere (AnPee) (NSK Nürnbach-Laiberg) * 1987

    Geboren 1987. Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Neuesten Geschichte in Erlangen. Arbeit als freier Journalist, Übersetzer und Grafiker für Verlage, Kulturträger und Magazine sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Erlangen. DJ, Konzertveranstalter. Der künstlerische Schwerpunkt liegt auf Mixed-Media Collagen, Comic-Kunst, elektronischer Musik und Literatur, v.a. Kurzgeschichten. Musiker im Industrial-Projekt "M.A.O." (Melodic Abortion Orchestra) und Gastmusiker bei verschiedenen anderen Projekten, u.a. Thorofon. Auftritte u.a. in London, Nijmegen, Leipzig, Düsseldorf, München, Augsburg. Organisator der Ausstellung "Instrumente Temporaler Okkupation" in Nürnberg und Gründer der Gruppe NSK Nürnbach-Laiberg. Mitwirkung an Büchern über Neue Slowenische Kunst, Laibach und den NSK Staat.

    "Nichts reimt sich auf Dürer" nimmt Bezug auf die Gleichzeitigkeit von Geschichte im touristischen Bild der Dürer-Stadt Nürnberg und der "Stadt der Reichsparteitage". Sowohl Person und Wirken Albrecht Dürers als auch die verhängnisvolle Geschichte Nürnbergs als Austragungsort der Reichsparteitage und Wirkungsort des "Frankenführers" Julius Streichers und von Willy Liebel, "Hitlers liebstem Bürgermeister" (Matthias Klaus Braun), wirken anziehend für Kulturtouristen aus aller Welt. Diese Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und die temporale Verschränkung im touristischen Bild der heutigen "Stadt der Menschenrechte" greifen Collage und Text schwarzhumorig auf.

  • Viacheslav Poliakov

    Viacheslav Poliakov * 1986

    http://www.via-poliakov.com

    Geboren 1986 in der Hafenstadt Cherson, Ukraine. Master-Abschluss in Bildender Kunst der University Cherson im Jahr 2007. 2012 zur Fotografie gekommen und lebt jetzt in Lwiw, Ukraine.

    Meine Fotografie ist eine Mischung aus naiver Freude und Angst vor der Welt auf der anderen Seite des Fensters, draußen. Hauptthema meiner letzten Arbeiten ist die Frage, warum der Ort, an dem ich lebe, so ist, wie er ist? Mit der Hilfe der Fotografie versuche ich, verlorene Kommunikationsfähigkeit mit meiner eigenen Umgebung wieder aufzubauen, das System der Beziehungen und die Wechselwirkungen mit der Welt zu verändern.

  • Stephan Popella

    Stephan Popella * 1980

    www.wordpress.popella.com

    Stephan Popella lebt und arbeitet in Dresden
    seit 2013 Zusammenarbeit mit der Galerie FLOX
    2012 Würdigungspreis des Stiftes Klosterneuburg im Rahmen des St. Leopold Friedenspreis
    2011 Mitinitiator der Kunst- und Kulturfabrik Krautwald
    2006 - 2008 Konstrukteur in der Automobilindustrie
    2002 - 2005 Studium für Möbel- und Innenausbau in Dresden
    1999 - 2002 Studium der Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte in Dresden
    1980 in Bautzen geboren, aufgewachsen in Kirschau

    Die Reflexion historischer, politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse ist inhaltlicher Hauptbestandteil meiner Arbeit. Einen Großteil der in den letzten Jahren entstandenen Gemälde schuf ich unter dem Eindruck der Auf-, Um- und Einbrüche in Europa. Die Konfrontation und Auseinandersetzung mit dem wachsenden Nationalismus in den europäischen Staaten und dem Erstarken neurechter Gruppierungen flossen unweigerlich in meine Arbeit ein. Das Wesen und Auftreten dieser Strömungen, das verwendete Vokabular, gilt es zu untersuchen und zu entlarven. Dies tue ich mit dem Mitteln der Malerei, sowohl auf ernsthaftem Wege, als auch auf ironischem.

  • para[sic]ma (NSK STAAT)

    para[sic]ma (NSK STAAT) * 1986

    https://www.artstation.com/artist/parasicma

    2007 - 2010 - Berufsbildungszentrum Hermsdorf - Abschluss Werbegrafiker
    2010 - 2011 - Charité Hospital Berlin - Zivildienst
    2012 - 2017 - Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle - Bachelorabschluss Multimedia (Virtual Reality / Design)

    Widrigkeiten zum Trotz eine lange Reise beschreitend entwickelt sich das Individuum weiter. Durch eine Befruchtung durch die harsche, aber auch sinngebende Welt erlebt es eine Wiedergeburt aus sich selbst heraus.

  • Synchrodogs

    Synchrodogs * 1984

    Synchrodogs ist ein Fotografen-Duo aus der Ukraine - Tania Shcheglova und Roman Noven, die seit 2008 zusammen fotografieren.

    Engere Auswahl für den PinchukArtCentre-Preis im Jahr 2013 (Kiew, Ukraine); Auszeichnung Best Portfolio im Wettbewerb Weitsprung 2012; 2016 von Vogue Italia nominiert und den Titel ‚Best Fine Art Photograph' gewonnen; erhielten den ersten Preis im Bereich ‚Art Photography' im Wettbewerb "Fotografen des Jahres" in der Ukraine.
    Während 2010-2015 Einzelausstellungen im Dallas Contemporary Museum, in der Galerie Public Works in Chicago, im Chelsea College of Art und Design (London), der Bright Side Gallery (Amsterdam), der Spazio Punch-Galerie (Venedig), dem Pinchuk Art Center (Kiev)

    Ihr Hauptinteresse liegt darin, primitive Instinkte aus dem Betrachter hervorzubringen, animalisches Verhalten und Emotionen hervorzurufen, damit man ihre natürliche Schönheit festhalten kann, ermunternd, sich frei von irgendwelchen Prädispositionen und der Angst, falsch zu sein, zu fühlen. Synchrodogs finden Inspiration in Nacktheit und der exzentrischen Natur der Menschen, westliche und ukrainische / byzantinische Traditionen mischend, mit Verweisen auf Folklore und lokale naive Kunst. Nacktheit, Selbstentschuldung, menschliche Natur, Primitivismus, Symbolik, Exzentrizität, Animismus und Intuition gehören zu den Themen, die von ihren Kunstwerken ausgehend wahrgenommen werden können. Synchrodogs nutzen ihre Nachtträume als Hauptquelle der Inspiration und entwickelten ihre eigene Meditationstechnik, die ihnen hilft, Ideen zu erwerben.

  • Sergii Radkevych

    Sergii Radkevych * 1987

    http://radkevychsergii.wixsite.com/radkevychsergii

    Geboren 1987 in Lutsk, Ukraine. Absolvent der Nationalen Akademie der Künste in Lwiw, Fakultät für Monumentale Malerei. Prioritäten: Street Art, Malerei, Zeichnung. Seit mehr als 14 Jahren als Street Artist unterwegs. Sonderpreis des PinchukArtCentre 2011. Einer der Organisatoren des Black Circle Festival. Lebt und arbeitet in Lwiw, Ukraine.

    Diese Arbeit drückt einen persönlichen Protest gegen die Aggression gegen den menschlichen Körper aus. Außerdem ist sie den Menschen gewidmet, die von bewusster Gewalt betroffen waren. Meine städtischen Interventionen halten das Gleichgewicht zwischen zeitgenössischen Wandmalereien und Graffiti. Sie verschieben die Bedeutung des Raumes, den sie besetzen. Meine Themen entstammen religiöser Ikonographie. Ich versuche, vereinfachte religiöse Symbole mit geometrischen Formen zu verbinden, um eine zeitgenössische spirituelle abstrakte Form zu erreichen. Ich suche öffentliche und private Räume, die ihre Funktion verloren haben oder undefiniert bedeutungslos erscheinen und verwandle und revitalisiere sie in spirituelle Signalräume.

  • Olga Razhnaya

    Olga Razhnaya * 1987

    http://olgarazhnaya.portfoliobox.net

    Ich wurde im Ural in einer Stadt geboren, die der fiktiven Stadt Mordor ähnlich sah, die wie eine Hölle roch und dunkel und grau war. Kunst und Natur waren zwei Wege, um Farben und Schönheit kennenzulernen. Ich fing an, so viel wie möglich zu reisen und Inspirationen zu sammeln. Ich arbeitete als Gestalterin während der Jahre vor meinem Verlassen Russlands. Seit dieser Zeit erschaffe ich, was ich erschaffen will und sage, was ich zu sagen habe, mit dem Gefühl, dass Richtige am richtigen Ort zu machen. Freiheit ist ein wichtiger Faktor für meinen Selbstausdruck.

    Der Drache ist die Verkörperung meines unendlichen transzendentalen persönlichen Wachstums, welches die ganze Bedeutung meiner Existenz ausfüllt. Er ist ein Symbol meines Tanzes, den ich dem ganzen Universum widme. Er endet nicht, so wie es kein Ende meines Wunsches zu leben gibt, zu erschaffen, zu experimentieren, zu lieben und zu lernen. Er ist die Kraft des Lebens, die es antreibt und nicht stagnieren lässt. Er ist reine Energie, die meinen Körper und meine Seele füllt, was mir die Kraft gibt, weiter vorwärts zu kommen.

  • Verena Rempel

    Verena Rempel * 1976

    http://www.verena-rempel.de

    *1976 in Würzburg
    1996-1998 Staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer und Schnitzer, Oberammergau
    1998-2003 Diplomstudium Universität für angewandte Kunst, Wien
    „Institut für Transmediale Kunst" Prof. Brigitte Kowanz, Diplom Mag. art.
    2003-2006 Masterstudium "Institut für Kunst im Kontext" Universität der Künste, Berlin, Master of Arts M.A.
    2017 Lehrauftrag I FHWS Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

    Der Bildzyklus „Eidolon", bedeutet Gestalt, Bild oder Götzenbild. In der Auseinandersetzung mit den Madonnentypen steht die Frage nach der neuen Rolle, die der inflationär gebrauchte Begriff der „Ikone" im modernen Sprachgebrauch spielt. Heutzutage bezeichnet man als Ikonen Erzeugnisse von Kunst und Massenmedien, die ein überragendes Maß an Popularität erreicht haben. Sie können als auf säkulare Weise versinnlichte geistige Produkte des westlich, technisch rationalistischen Denkens und Selbstbewusstseins definiert werden. In der katholischen Bildtradition haben sich bestimmte Bildtypen, ausgedrückt durch eine verbindliche Bildikonografie, durch Haltung, Farbgebung und Attribute, entwickelt. Der Rückgriff auf die spezifische marianische Symbolik spiegelt die traditionelle festgelegte Darstellung wieder. Diese Archetypen setzt die Künstlerin fotografisch in Szene, sie spielt mit unserem kulturellen Gedächtnis und interpretiert die traditionellen Bildinhalte und deren Aussagen neu.
    Liane Thau M.A.

  • Jean Xavier Renaud

    Jean Xavier Renaud * 1977

    http://jxrenaud.com/

    Jean-Xavier Renaud wurde 1977 in Metz geboren. Er lebt und arbeitet in Hauteville, Frankreich. Absolvent der Hochschule für Dekorative Kunst Straßburg (ESAD). Er wurde ausgebildet, Interventionen in Umgebungen wie psychiatrischen Krankenhäusern, Gefängnissen durchzuführen. Er lehrt derzeit am HEAD Genf, ist Stadtrat, Mitglied des Kunstzentrums von Lacoux und der Salomon-Stiftung; Seine erste große Ausstellung fand im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Straßburg (MAMCS) im Jahr 2005 statt. Im Jahr 2008 stellte er im Kunstmuseum Bonn aus. Während der Ausstellungen "Dynasty" im Palais de Tokyo und im Museum für Moderne Kunst Paris zeigte er im Jahre 2010 große Ölgemälde. Im Jahr 2016 präsentierte er seine Arbeiten in der Galerie Dukan in der Baumwollspinnerei Leipzig. Seine Arbeiten können auf Ausstellungen und Messen in Europa und den USA gesehen werden.

    Meine Arbeit schildert die sozialen, kulturellen und politischen Fragen, die sich vor allem auf die Umwelt beziehen, in der ich lebe, aber auch auf globale, durch Medien vermittelte Fragen: zur Sexualität, zum Elend, zu Tod, Ökologie, Ökonomie, moderner Sklaverei... Ich bin Chronist unserer Zeit, hinterfrage mit Humor oder trotze den Grenzen, die unser Verhalten einrahmen. Sprache interessiert mich vor allem durch deren Eigenschaft, Gedanken einfrieren zu können, Besessenheiten zu beschreiben, intellektuelle Leiden, Schreibende hinters Licht führen zu können. Billige Wortspiele, Beleidigungen, Unternehmensterminologie ... sind für mich ein unerschöpfliches Erkundungsfeld.

  • Stephanie Rhode

    Stephanie Rhode * 1964

    http://www.stephanierhode.nl

    *1964 in Weissenburg/ Bay.
    Lebt und arbeitet in Amsterdam- Amstelveen
    1984 – 89 Kunstakademie AKI der Bildenden Kunst (AKI Academy of Art & Design/ ArtEZ) in Enschede/ NL
    2016 Soloausstellung/SVB Social Verzekerings Bank, 'Schokoladenskulptur'/ NL
    2015 Exhibition Ethinko- Typograeio Athene/ GR
    2014 Soloausstellung/ European Chinese Art Centrum CEAC Xiamen/ CN
    'Sandhausprojekt' Installation/ Xiamen/ CN
    2009 Artwork competition, Geumganga/ South Korea Artwork competition

    Stephanie Rhodes Installation besteht aus Häusern mit gestrickten Fassaden. Rhode mobilisierte zahlreiche Menschen aus vielen Ländern, die Strickhauben als Fassade für die schlichten Miniaturhäuser zu stricken. Die Installation wurde erstmalig in Gunzenhausen unter Beteiligung der Einwohner und der jüdischen Gemeinde gezeigt.

    Ein immer wiederkehrendes Thema in ihren Arbeiten ist das Symbol des Hauses. Seit mehreren Jahren beschäftigt sie sich mit diesem Thema. Das Haus als Symbol hat eine ambivalente und vielseitige Bedeutung.

  • EVOL & Johannes Göbel

    EVOL & Johannes Göbel

    EVOL:

    2001 HFG Schwäbisch Gmünd, Germany
    2000 Kuopio Academy of Arts and Crafts, Finnland

    Kunstmessen (Auswahl)
    Art Brussels 2012, präsentiert von Bodson&Emelinckx Gallery, Brussels, Belgien
    Art Chicago 2010, präsentiert von Wilde Gallery, Chicago, USA
    Scope NY 2009 /2010, präsentiert durch WILDE Gallery, New York, USA

    Auszeichnungen:
    2012 - Nominierung Teresa Bulgarini Prize, Salzburg, Austria
    2010 - ARTE PRIZE at SLICK Art Fair, Paris, France
    2010 - Nominierung für den Premio Lissone Preis, Museo d'Arte Contemporanea, Lissone, Italien

    Ausgewählte Ausstellungen
    2016 - Nuart Festival, Stavanger, Norwegen
    2015 - Homework, Aedes Architecture Forum, Berlin
    2015 - Radikal Modern, Berlinische Galerie, Berlin

    Malte in einer Öffnung im Boden auf dem verlassenen Schlachthofgelände in Dresden, vermutlich das ehemalige Fundament einer riesigen Kesselanlage, um Seife aus Rindfleischfett oder um anderweitige Nutzung der toten Körper einzuleiten. Noch 15 Jahre nach deren Ende roch es immer noch ekelerregend.
    Der Hauptkomplex des Schlachthauses wurde 1906 von Hans Erlwein erbaut, dort spielt auch der Roman "Schlachthof 5" von Kurt Vonnegut. Caspar David Friedrich hat 1832 diesen Bereich vom Ostragehege gemalt und meine Lieblingsfußnote dabei ist, dass sein Vater ein Seifenkocher war...

  • Gaspar Risko

    Gaspar Risko * 1978

    http://www.gasparrisko.com

    Ich wurde 1978 in Budapest geboren. Nachdem ich mehrere Jahre im Ausland lebte, habe ich mich in meiner Heimatstadt niedergelassen. Ich habe mein Studium der Kinematographie (Kameraführung) an der School Of Visual Arts in Sydney 2001 abgeschlossen. Als ich zurückkam, habe ich mich der Fotografie zugewandt. 2011 begann ich ein experimentelles Langzeitprojekt. Ich kreiere Ensembles von Abstraktionen, Objekten, Landschaften und Selbstporträts. Ich verwende sowohl digitale als auch analoge Techniken. Ich wurde auf Einzel- und Gruppen-Ausstellungen international ausgestellt: in der Schweiz, Italien, Österreich, Türkei, Slowakei und diversen Städten in Ungarn. Zwei mal erhielt ich das Stipendium des ungarischen Nationalen Kulturfonds und erhielt den Best Portfolio Prize bei der Budapest Photoport International Portfolio Review im Jahr 2014.

    Die Wechselbeziehung zwischen Natur und Menschlichkeit hat seit jeher eine Schlüsselrolle gespielt. Die Notwendigkeit, eine harmonische Balance mit uns selbst zu erreichen, ist neben den Nebenwirkungen einer beschleunigenden Welt höchst erforderlich. Wenn wir uns von der Zivilisation abheben, während wir uns mit den Grundkomponenten der schöpferischen Kräfte assimilieren, verwandeln wir uns in einen anderen Zustand des Seins. Den Lärm in dieser ruhigen, nackten und zeitlosen Atmosphäre hinter sich lassend verstärken sich die Wirkungen der Natur. Auf diesem schmalen Pfad können wir die in unseren Köpfen zirkulierenden Informationen loswerden, die das wahre Wesen unserer Existenz beeinträchtigen, um dadurch versteckte geistige Botschaften zu entfalten. Meine Arbeit erforscht Antworten zu auftauchenden Identitätsfragen, die mit beschleunigten zeitgenössischen statusbezpgenem Verhalten verbunden sind. Ich konzentriere mich darauf, ein besseres Verständnis der existenziellen Unsicherheit im Zusammenhang mit der noetischen, politischen und wirtschaftlichen Unterdrückung zu gewinnen. Während ich wahrnehme und erlebe, suche ich nach neuen Standpunkten, die helfen, den Zustand eines kolonisierten und illusionären Geistes wiederherzustellen, der mit Gedanken und Gefühlen verbunden ist. Ich untersuche daher die Randgebiete, in denen Menschlichkeit und Natur zusammenfallen. In dieser Serie wollte ich Zeichen vermeiden, die irgendeine Art von einheimischer Identität betreffen, um eher eine universelle Sprache zu erreichen. Und so bekommen wir ein klares Bild davon, wie wir mit den einfachen Grundlagen der Natur interagieren.

  • Bernadett Ritter

    Bernadett Ritter * 1976

    http://www.bernadettritter.de

    1976 in Erfurt geboren
    seit 2015 Lehrauftrag im Studiengang Interaktionsgestaltung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, Dozentin für Typografische Grundlagen und Interaktive Kommunikationssysteme
    seit 04.2012 Mitarbeiterin am Institut für Medienforschung und -entwicklung an der Universität Ulm
    Dozentin für Display Typografie & Dozentin für Grundlagen der Gestaltung 1 & 2
    Studium
    2012 – 2016 Visuelle Kommunikation/ Visuelle Kulturen, Bauhaus-Universität Weimar, Master of Fine Arts (M.F.A.)
    2004 – 2008 Digital Media, Hochschule Ulm, Bachelor of Arts

    Die Linie in ihren verschiedenen Formen hat einen ganz besondern Charme, die Linie im Raum oder auf einer Oberfläche. Sie kreuzt sich und spannt Flächen auf, wird unterbrochen und zeichnet Formen und Strukturen. 100 bis 200 Meter Baumwollgarn, durchgehend gestickt, auf Büttenpapier, werden zu Linien, Flächen, ergeben Formen auf beiden Seiten des Papiers. gestickt. Ein strenges oder freies Raster wird am Anfang vorgegeben. Die Flächen, Strukturen, Muster, die durch das Garn auf dem Papier erscheinen, entstehen während des Stickens. Flachheit und Räumlichkeit, Bewegung und Stillstand, geometrische Formen entwickeln sich.

  • Petro Ryaska

    Petro Ryaska * 1975

    www.painting.com.ua

    Petro Ryaska wurde 1975 in Bilki in der Ukraine geboren. 2004-2009 Studium am Transkarpathischen Institut für Kunst, Fakultät Malerei, in Uschhorod, Ukraine.
    2010 - Mitglied der Nationalen Vereinigung der Künstler der Ukraine.
    Im Jahr 2015 Stipendiat des Programms "Gaude Polonija", Polen, Kuratorin Janush Baldyga.

    „Wir sind das, in was wir unsere Zeit hineinstecken."

  • Marcin Ryczek

    Petro Ryaska * 1975

    www.painting.com.ua

    Petro Ryaska was born 1975, in Bilki, Ukraine. 2004-2009 Studies at Zakarpatskiy Institut of Art, painting faculty, in Uzhgorod, Ukraine.
    2010 - Member of National Union Artists of Ukraine.
    In 2015 scholar of program "Gaude Polonija", Poland, curator Janush Baldyga.

    „We are what we are investing our time in."

    Die minimalistischen und konzeptionellen Fotografien arbeiten mit Symbolen und fühlen sich sofort vertraut an. Ein Minimum an Form für ein Minimum an Substanz - das ist ihre herausragende Charakteristik und Leitidee. Mit Ursprung in der wirklichen Welt, nehmen die Bilder formale Bezugnahme auf geometrische Figuren, auf einfachste Linien und Muster. Die Schwarz-Weiß-Drucke erhöhen die minimalistischen Qualitäten der Bilder. Sie schlagen einen Bogen zur klassischen Tradition der Kunstfotografie. Die Fotografien sind von metaphorischem, zweideutigem und universalem Charakter und regen damit die Phantasie und individuelle Interpretationen an.

  • Luc Saalfeld

    Luc Saalfeld * 1975

    http://www.grafikpol.de

    1975 geboren, 1993 Abitur und Highschoolsemester in Wayne, Michigan/USA.1994 Arbeit im Zoologischen Garten. 1995 Beginn der Ausstellungstätigkeit, 2003 Aufnahme in den Bund Bildender Künstler. Studium der Sprach- und Literaturwissenschaften sowie Kunstgeschichte in Dresden, 2004 Magister Artium (MA). Seit 2005 selbstständig als Bildender Künstler mit Schwerpunkt Fotografie. 2007–09 Lehrauftrag am Lehrstuhl für Angewandte Linguistik, Technische Universität Dresden. 2008–11 Vorstandsmitglied im Dresdner Künstlerbund. Mitglied im künstlerischen Beirat des Neuen Sächsischen Kunstvereins und im Forum für Zeitgenössische Fotografie.

    Oliver Kratz kuratierte die Serie von Gaspar Risko (HU) und Luc Saalfeld (DE) nach inhaltlichen und formalen Gesichtspunkten, die ihm als Entsprechungen im Werk beider Künstler aufgefallen waren. Für ihn war besonders wichtig, die Nähe zwischen den Bildfindungen und deren innerer Gestimmtheit zu veranschaulichen - vielleicht auch, um die eigene Irritation beim Betrachten zu thematisieren und den Ausstellungsbesuchern zu vermitteln.

  • Yevgen Samborsky

    Yevgen Samborsky * 1984

    http://cargocollective.com/yevgen_samborsky

    Yevgen Samborsky, geb. 1984 Iwano-Frankiwsk, Ukraine. Derzeit lebt und arbeitet er in Kiew.
    2015 Residenz im Point Centre for Contemporary Art, Nicosia, Zypern
    2012 Gewinner des Wettbewerbs für junge ukrainische Künstler MUHI
    2012 Gründer der Open Group, Lwiw, Ukraine
    2012 Zusammenarbeit und Studium mit dem polnischem Künstler und Bildhauer Pawel Althamer
    2005 Kunstinstitut der Nationalen Wassyl-Stefanyk-Universität der Vorkarpaten
    2000 Kunstschule in Iwano-Frankiwsk

    Yevgen Samborsky analysiert den aktuellen Status quo für zeitgenössische Kunst und Künstler in der Ukraine und reflektiert die historischen Aspekte, die zur aktuellen Stagnation führten. Dies ist Ergebnis der Abwesenheit einer tiefergehenden Kunstpädagogik in den Kunsthochschulen und der fehlenden kunsthistorischen Forschung über alle Arten von Avantgarde oder nichtkonformistischer Kunst in der Zeit vor dem Fall der UdSSR. Die Situation kann durch den bestehenden Mangel an öffentlichen oder privaten Institutionen, die in einer wirksamen und nachhaltigen Weise zeitgenössische Kunst und Künstler unterstützen, weiterhin charakterisiert werden. Der Mangel an Infrastruktur wird durch den fehlenden Dialog über zeitgenössische Kunst erhöht. "Questions" ("Fragen") formuliert sorgfältig die grundlegende Problematik und übernimmt Formate öffentlicher Werbung oder Werbekampagnen. Der zweite Teil, "An attempt of dialogue." ("Ein Dialogversuch"), ist ein präziser Vorschlag für eine Arbeitsstruktur einer denkbaren Kunstinstitution. Und im dritten Teil "And more of something important" ("Und noch mehr Wichtiges") wird er den Betrachter mit einer Reihe von Widmungen an unbekannte Künstler konfrontieren. Dieser Teil wird auch eine Reihe von Gemälden enthalten, die auf persönlichen Erfahrungen von jüngeren KünstlerInnen basieren, die ihren Traum aufgeben mussten, gezwungen wurden, einen Job zum täglichen Überleben zu finden.

    Rainald Schumacher

  • Jürgen Schieferdecker

    Jürgen Schieferdecker * 1937

    1937 geboren in Meerane
    1955 - 1962 Architekturstudium an der TU Dresden
    1962 - 1975 Arbeit als Architekt, Partner von Bernhard Klemm, div. Bauten und Projekte und Fortsetzung der bildkünstlerischen Arbeit als Maler, Grafiker und Objektkünstler
    1975 Sekretär, später Leiter des Künstlerischen Beirates der TU Dresden, Lehrtätigkeit an der Fakultät Architektur
    1977 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR
    1983 Erwerbung des druckgrafischen Gesamtwerkes durch das Kupferstich-Kabinett Dresden
    1990 Mitglied, ab 1994 Vorsitzender des Künstlerbundes Dresden im BBK 1993 Professor für Bildkünstlerische Lehre an der TU Dresden, Fakultät Architektur

    Langjährige Kuratorentätigkeit in
    - Stiftung Kulturfonds Berlin
    - Kunstfonds des Freistaates Sachsen
    - Kunstkommission der Landeshauptstadt Dresden

    Seit 1973 ca. 70 Personalausstellungen (bis 1989 in der DDR, seitdem weiteres Bundesgebiet); Beteiligung an Biennalen und wichtigen Gruppenausstellungen in aller Welt; Zahlreiche nationale und internationale Grafikpreise, u.a. Biennalen Krakau, Frechen, Tokio, Baden-Baden, Lublin.

    Zahlreiche Werke in Museums- und Sammlungsbesitz.

  • Sammlung Schirm

    Sammlung Schirm * 1958

    http://sammlung-schirm.de

    Biographien:

    1. Silke Katharina Hahn
    Die Künstlerin wird vertreten durch mianki Gallery, Berlin

    Silke Katharina Hahn, geboren 1968 in Bad Hersfeld, ließ sich zunächst zur Holzbildhauerin ausbilden.1992 begann sie das Studium der Bildhauerei an der Freien Kunstschule Nürtingen, wechselte 1994 in den Bereich Malerei an der Kunstschule Berlin. Nach einem Abschluss in Architektur (Diplom 2004) widmet sie sich erneut dem Studium der Malerei von 2006 – 2011 an der Akademie für Malerei Berlin, Meisterschülerin von Ute Wöllmann. Ihr Arbeiten wurden 2008 auf der Art Innsbruck und 2009 auf der Art Zürich gezeigt. Nach ihrer ersten Einzelausstellung 2010 in der mianki.Gallery, Berlin, wurde sie in der Galerie im Künstlerhaus, Leonberg, und auf der Art Innsbruck 2012 präsentiert. Es folgte ihre zweite Einzelausstellung in der mianki.Gallery, die Präsentation ihrer Werke auf der PREVIEW BERLIN Art Fair 2012 und 2013 und in der Gruppenausstellung „different lines". 2014 ging es für sie mit der Gruppenausstellung LUXURY im Deutschen Generalkonsulat das erste Mal nach New York.

    2: Alex Folla (* 1980 in Oggiono, Italien)
    Der Künstler wird vertreten durch Savina Gallery, St.Petersburg.

    Ich wurde am 8. Juni 1980 in Oggiono (Italien) geboren.
    Erhielt von der Akademie der Kunst von Brera (Accademia di Belle Arti di Brera) einen akademischen Titel in Malerei. Master of Visual Arts / der Akademie der bildenden Kunst von Carrara (Accademia di Belle Arti di Carrara). Ich arbeite und lebe zwischen Filorera (Alpen), Mailand und Moskau. In meinen Gemälden gibt es den grundsätzlichen Unterschied zwischen fotografischem und bildlichem Realismus. Ersterer reproduziert, was die Kamera aufgenommen hat, der zweite (meiner) reproduziert, was notwendig ist. Alles andere wird für unsere Augen mittels visueller Tricks vorgeschlagen und dann durch unser Gewissen wahrgenommen. Meine Malerei ist häuslich und heimelig, man kann sie benennen, wie immer man will, aber nicht akademisch, denn sie passt nicht zu akademischen Kriterien. Sie wird von zeitgenössischen akademischen Institutionen nicht akzeptiert. (Im Westen ist der offizielle akademische Stil in der Kunst eine informelle Sprache). Meine Kunst hat keine kulturellen Bezüge, sie sucht nicht nach historischer Konsequenz, hat vor allem aber keine moralischen Ansprüche. Meine Malerei ist die Entschuldigung der erhabenen Banalität des Alltags.

    3: Jana Brike

    Jana Brike wurde im Jahre 1980 in Riga, Lettland geboren. Sie studierte akademische Malerei an der Kunstakademie Lettlands (LMA) und erhielt den Abschluss M.A. im Jahr 2005. Ihre Arbeiten wurden seit 1996 an internationalen Veranstaltungsorten ausgestellt. Sie hatte 11 Einzelausstellungen und fast 100 weitere Projekte und Gruppenausstellungen auf der ganzen Welt. Ihr Hauptinteresse ist visuelle Kunst mit einer starken Erzählung und Darstellung einer Figur, die meistens das traditionelle Medium der Ölmalerei auf Leinwand verwendet, aber auch Zeichnung, Animation, gemischte Medienskulptur, Installation und digitale Kunst.

    4: Lucas Buschfeld (*1983 in Köln).
    Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln von 2009 bis 2015.
    Künstlerförderung des Cusanuswerk, 2011
    Nominierung beim Nam June Paik Award 2012, Förderpreis der Kunststiftung NRW, Düsseldorf
    VISIT Artist in Residence Programm der RWE Stiftung junge Künstler, Essen 2013

    Sammlung braucht Leistungsbereitschaft und auch Fokussierung. Ich habe für mich diesen Weg beschritten, treffe Künstler in ihren Ateliers, tausche mich mit Sammlern und Galeristen aus. Ich recherchiere detailliert diejenigen Aspekte der Kunst, die mich gerade bewegen, verfolge die Arbeit von Künstlern leidenschaftlich und warte ausdauernd auf das eine Werk, welches zur Zeit oder in Zukunft entsteht. Der Instinkt und auch der Wissensvorsprung, der sich über die Jahre bildet, wird zum Motor meines Antriebes, die Sammlung weiter auszubauen.

    Inhaltlich stammen die „alten" Werke der Sammlung aus dem 19. Jahrhundert, vor allem Arbeiten des dem Realismus anhängigen Landschaftsmalers Carl Coven Schirm (dessen Urgroßenkel ich bin) und seines Freundeskreises.
    Dann natürlich Kunst der Neuzeit, etwa 1965 bis heute, ein großer Bereich der Sammlung und nicht zuletzt die Wissenschaftskunst.

    Synopsi der ausgestellten Kunstwerke:

    1: Silke Katharina Hahn: Object II

    Silke Katharina Hahns Auseinandersetzung: die Veränderung von Material durch Hitze. Ihr bevorzugtes Material: Heißkleber und Wachs. Die Prägung: reduziert, konzentriert und reflektierend.

    Im Mittelpunkt steht die Farbe Schwarz. Ein komplexes Schwarz, in dem alle Farbigkeit steckt und das doch den Gegenpol zur überbordenden und oftmals überfordernden Buntheit alltäglichen Lebens bildet.

    Neben der unmittelbaren Präsenz der dreidimensionalen Linie ist die Arbeit mit Heißkleber für Silke Katharina Hahn bereits ein transformativer Prozeß. Der sich durch Hitze verändernde Klebstoff ermöglicht es ihr, mit der Linie direkt in den Raum zu gehen. Zeichnerisch vielschichtig, auch in der dritten Dimension präsent zu sein, wie ein unendlich vielschichtiges Liniengewirr. Die Zeichnung wächst aus der Wand in den Raum. Durch das weitere Bearbeiten mit heißer Luft können die Linien wieder geschmolzen werden. Das Liniengewirr erhält dadurch etwas Fließendes, ähnlich einer Lavamasse, die sich im Raum ausbreitet. Durch diesen gezielten Eingriff kann das dreidimensionale Liniengeflecht wieder gezielt komprimiert werden.

    2: Alex Folla: Moth #14

    Alex Folla packt die Schlüsselfrage der Vorstellungskraft in Zeiten der Durchdringung der Bilder durch eine Reihe von Metaphern an. Das sind zum einen inhaltliche Metaphern (Heiligkeit, Krankheit, körperliche Gebrechlichkeit, Zerbrechlichkeit, Kraft) und Metaphern der Linguistik (Beschreibbarkeit, Realismus, Phantasie, Beziehung zwischen klassischer Komposition und zeitgenössischer Vision, Realität, etc.). Es ist ein Werk der Dekonstruktion und Rekonstruktion der heiligen traditionellen Bilder - beginnend, explizit und offen aus der Lehre aus der Renaissance und Barockmalerei, von Michelangelo bis Caravaggio -, so gesund wie ein "Bad" in der Wirklichkeit beunruhigt, welches jedoch, aufgrund einer bewussten poetischen und stilistischen Wahl, von jeder Beziehung mit einer Idee der fotografischen Reproduktion, unabhängig ist. "In meiner Arbeit", sagt der Künstler zu diesem Punkt, "gibt es den grundsätzlichen Unterschied zwischen fotografischem und bildlichem Realismus. Ersterer reproduziert, was die Kamera aufgenommen hat, während der zweite - zu dem ich tendiere - das Notwendige reproduziert. Alles andere wird für unsere Augen vorgeschlagen, welches es, so getäuscht, dann wahrnimmt. " (Auszug aus dem Text von Alessandro Riva)

    3: Jana Brike: I am your Moonlight and Flower Garden

    Jana Brikes Inspirationen für die Arbeit sind recht vielfältig: Volkstümliche Märchen, Kinderbuchillustrationen, phantasievolle sowjetische Animationsfilme und übernatürlich realistische klassische Malerei; Die bunten verbotenen seltenen Geheimbilder der westlichen Popkultur, umgeben von mystischem, fast religiösem Ton für die sowjetischen Kinder; Die schrecklichen Kriegs- und Deportationsgeschichten, die ihre Großeltern und ihre kleinen Brüder und Schwester als kleine Kinder bezeugten; Pompöse, entfremdete unheimliche Atmosphäre der katholischen Kirchenzeremonien in der lettischen Landschaft und die atemberaubend schönen Ballettaufführungen im Opernhaus, wo sie seit dem Alter von zwei Jahren aufgenommen wurde, sowie andere. - all die bittere Süße und die Irrealität jeden Tages.

    4: Lucas Buschfeld: Mendy B

    Mendy B. ist in ihrem Wesen Energie, vermittelt das Sublime ihrer Natur und hat einen sehr poetischen und meditativen Charakter. Sie öffnet dem Betrachter einen großen Raum sinnlicher Erfahrung für das Phänomen elektrischer Energie, welche heute nicht mehr als etwas Magisches wahrgenommen wird, sondern sich allenfalls in der Betrachtung ihrer alltäglichen Nutzung offenbart.
    Der Fokus der Arbeit liegt auf ihrer Allgegenwärtigkeit, ihrer ästhetischen, mystischen und magischen Qualität. Dabei hat Mendy B. sowohl ephemer kinetische wie durativ statisch skulpturale Qualitäten. Durch ihre fragile Erscheinung, ihre leichte Bewegung und das mitunter wahrnehmbare leise Knistern spricht sie nicht nur visuelle und auditive Sinne an, sondern evoziert über die zarte Berührung durch das elektrisch geladene Seidenpapier im Besonderen vor allem ein taktiles Erlebnis. Nähert sich der Rezipient, nähert sich das Werk gleichermaßen und lädt ein zu kontemplativer Interaktion.

  • Symboter

    Symboter * 1958

    http://symboter.de

    geboren 1958 in Berlin
    Tonstudio für elektronische Musik 1975 bis 1983
    Studium der Biologie und Physik
    Systemdesigner und Art Direktor (TV)
    Agentur für synthetische Schauspieler
    Dozent an der German Filmschool
    Kunstsammlung:
    Sammlung moderner zeitgenössischer Kunst, Wissenschaftskunst und alter Meister
    Klang:
    Klangskulptur-Vertonung für Kunstobjekte
    Objekte
    kinetische Objekte, luminodynamische Objekte, Frequenzkunst
    Auszeichnungen:
    Royal College of Art, London

    Alles in mir ist Klang, ist ein Prozess. Nichts steht still, auch nicht der Moment. Es gibt keine Objekte, nur Prozesse. Man kann kein Objekt von Aussen betrachten, sondern man ist immer Teil des Systems. Ich nutze alle Frequenzen, um meine Vorstellung auszudrücken. Sei es die Bewegungsfrequenz von Ruhe bis hektischer Schwingung, sei es der Schall, von fühlbarem Infraschall bis nicht mehr hörbarem Ultraschall, seien es Lichtfrequenzen, von Infrarot über die sichtbaren Lichtfarben bis hin zu ultraviolettem Licht, seien es Funkwellen bis in den Wlan- und Radarbereich und seien es nicht zuletzt hochenergetische Schwingungen, die Temperatur fühlbar machen bis hin zur Kälte durch Schwingungsarmut. Oft verwende ich in den Arbeiten mehrere Frequenzbänder aus unterschiedlichen Spektren. Das Prozesshafte der Frequenzen ermöglicht mir die Intensivierung des Momenterlebens.

  • Michael Schreckenberger

    Michael Schreckenberger * 1978

    http://www.schreckenberger-kunst.de

    geboren 1978, lebt und arbeitet in Leipzig; Schwerpunkte: Malerei und Skulptur
    Als junger kreativer Freigeist begann Michael Schreckenberger seine künstlerische Jugend und begeisterte schnell sein Umfeld. Nach einer Lehre im Bauberuf führte er sein künstlerisches Autodidaktum fort und gründete 2004 ein offenes Atelier als Künstlerplattform. Darauf folgte 2006 die erste eigene Galerie und die Entstehung seines Markenzeichens "Das Streichholz". Zahlreiche Ausstellungen, Projekte und Zusammenarbeit mit Galerien pflasterten seinen Weg. Auch bei sozialen und kulturellen Förderprojekten ist der Künstler immer wieder gern vertreten. 2008 eröffnete Schreckenberger eine zweite Galerie. In den vielen Jahren seines Schaffens konnte der Künstler seine Interessen austesten, ausleben und zwischen 2011-2014 fand er seine surrealistische Bildsprache.

    Die globale Verschmutzung und das Ausschlachten der Ressourcen durch den Menschen ist eine der schadhaftesten Eigenschaften des kapitalistischen Egos. Die Notwendigkeit der gebrauchten Ressourcen wird durch unkontrolliertes, rücksichtsloses Auftreten in den Schatten gestellt. Vom einzelnen Bürger bis zur Großindustrie, sowie Lobbyisten und Regierungen, zieht sich der Faden der Schuldigen, mit Gebrauchsspuren durch die Natur und das Ökosystem. Die Abhängigkeit nach Konsum ist spürbar, sichtbar, unaufhaltbar und wohl auch so unnahbar, dass nur noch ein Entzug ein Ausweg wäre. Die Natur ohne ökologisches Gleichgewicht ist auf dem Weg zum Quarantäne-Gebiet.

  • Daniel Schubert

    Daniel Schubert * 1984

    1984 in Viersen, Deutschland geboren
    2004–12 Kunstakademie Düsseldorf, Prof. Herbert Brandl und Prof. Eberhard Havekost
    2010-11 Meisterschüler bei Prof. Herbert Brandl
    lebt in Düsseldorf
    2016 What´s Up, Soho Revue, London
    2015 The Studio Chronicles, RH Contemporary Art, New York
    2014 ZEST DE SOLEIL (mit Koen Delaere), Gerhard Hofland Gallery, Amsterdam
    2014 New Positions, Art Cologne, Cologne

    Daniel Schuberts Kunst ist nicht laut, sie hat keinen Event-charakter. Entgegen dem Stil unserer Zeit, holt sie ihre Kraft aus der Ruhe. Die Werke durchlaufen einen langen Entstehungsprozess, sie verharren Monate im Atelier und strahlen diese Sorgfalt und Balance auf den Betrachter aus. Ausgangspunkte seiner Bilder sind oft Details aus der Natur oder dem urbanen und medialen Raum. Seine Bilder nähern sich fein und konzentriert, den alltäglichen, uns umgebenden Oberflächenstrukturen an. Zart wirken sie auf den ersten Blick, durch gekonnten Einsatz traditioneller Maltechniken realistisch scharf. Mit der heute in der jungen Malerei eher seltenen Verwendung klassischer Materialien wie Eitempera, Hasenleim und Pigment sucht Schubert nach neuen Ausdrucksformen innerhalb der Malerei. Dabei dienen meist Fotografien, Skizzen oder digitale Bilder als Vorstudien, die Schubert durch unterschiedliche, dabei oft auch zufällige Prozesse abwandelt. Die Umsetzung flüchtiger Eindrücke in die materielle Ebene der Malerei steht hier im besonderen Interesse des Künstlers.

  • Lamettanest und Frieda von Weißenfels

    Lamettanest und Frieda von Weißenfels * 1970

    http://lamettanest.de

    Evelyna Schubert: geboren in Meißen/nach Verlassen der DDR drei Jahre in London/Abitur in Köln/Studium HfbK Dresden/betreibt mit wechselnden Künstlerpartnern seit 2004 das Atelier Lamettanest/ unter diesem Namen werden seitdem unter anderem Arbeiten und Positionen veröffentlicht.

    Frieda von Weisenfels: Geboren in Dresden, Ausbildung als Dekorationstischler, Staatstheater Dresden | Tätigkeit im Malsaal der Theaterwerkstätten | Tätigkeit im Antiquitätenhandel | Studium Kunstgeschichte Dresden, Berlin | Wirtschaftsfachschule, Berlin (BWL, Marketing, Kommunikation) | Seminare an der Ostkreuzschule für Fotografie bei Thomas Meyer und Jörg Klaus, Berlin, Tätigkeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Dresden | Freie fotografische Arbeiten

    Engel stehen für die Ankündigung unvermeidlicher Ereignisse, sie sind Boten und Mittler zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem in allen Religionen. Sie stellen aus ihren Reihen die Beschützer des Guten und Schönen.

  • ANONYMUS

    ANONYMUS *

    Der "thesen_abschlag" ist eine anonyme re_form. Millionen, die Menscheit betreffende, nur für Aliens lesbare Thesen werden über einen speziellen Rohrleitkomplex den Außerirdischen über einem UFO-Landeplatz angeboten.

  • Detlef Schweiger

    Detlef Schweiger * 1958

    http://schweiger@schweigwerk.de

    1958 geboren in Düsseldorf, Kindheit und Jugend in Dresden
    1979-84 Studium Kunsterziehung/Gestaltungstheorie/Malerei/Grafik an der
    Humboldt-Universität Berlin
    lebt und arbeitet seit 1986 freiberuflich in Dresden-Loschwitz, Künstlerhaus
    Malerei / Zeichnung / Grafik / Collage / Objekt / Fotografik / Video / Installation / Kunst am Bau und im öffentlichen Raum / Gebäude-Projektion / Performance...
    Ausstellungen und Beteiligungen (Auswahl)
    Humboldt-Uni Berlin, Museum Bratislava, Leonhardi-Museum Dresden, Deutsches Historisches Musem Berlin, Magdeburger Dom, Inba Museum Juarez Mexico, Clifford LLP Brüssel, Galerie Suty Paris/Coye, Rathaus Ostfiltern, Cite Int.d.Arts Paris, Kent State University Ohio, Zygote Gallery Cleveland, Riffe Gallery Columbus, Urban Arts Space Ohio (USA) Biennale St.Petersburg
    seit 1982 Buch-Ilustrationen u.a. S.Fischer, Reclam, Scheune-Verlag,
    seit 2000 Leitung des „Morphonic Lab" Intermedia-Festival Barockpalais Großer Garten Dresden
    2005 Resident Zygote Press Cleveland/Ohio USA
    2010 Preisträger "100 Sächsische Grafiken"
    2015 Dresdner Kunst- und Wissenschaftspreis
    seit 1990 Gründungs- und Vorstandsmitglied Künstlerbund Dresden und Landesverband Bildende Kunst Sachsen
    seit 2012 Sprecher und 2. Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Kunst im Künstlerhaus Dresden
    seit 2015 stlv. Vorsitzender Ostrale e.V. Dresden
    2007-2010 stlv. Verwaltungsrat VG Bild-Kunst Bonn

    Zur Finissage der OSTRALE 2010 wurde das erste Video ostra_faces im Rahmen einer Performance großformatig projiziert. Der farbig stark überhöhte „warholeske" Gesichtermix aus über hundert Einzelaufnahmen von in 2010 beteiligten Künstlern und Mitarbeitern der OSTRALE sowie Köpfen ausgestellter Kunstwerke kam damals so gut an, dass daraus die Idee erwuchs, jedes Jahr einen neuen Jahrgang der ostra_ faces zu produzieren. Jeweils während der Aufbauzeit der OSTRALE werden die Gesichter aufgenommen und das neue Video dann kurz vor Eröffnung der Ausstellung mit „heißer Nadel" produziert.

  • EA012009 (NSK Staat - Protektorat Drježdźany)

    EA012009 (NSK Staat - Protektorat Drježdźany) * 1958

    http://schweigwerk.de

    Collagierte Selbstidentifikation als NSK-Staatsbürger.

  • Ran Slavin

    Ran Slavin * 1967

    Ran Slavin ist Digitalvideo-Künstler, Komponist und Filmemacher. Seine Arbeiten erforschen Fiktionen, prismatische Formen, Erzählungen mittels Video, Klanginstallationen, digitale Musikveröffentlichungen und Filme. Seine Arbeiten nutzen oft Postproduktion und sensibles digitales Komponieren als neue Werkzeuge des Geschichtenerzählens und der Immersion. Seine Arbeit umspannt die Polaritäten von Fakten und Fiktionen, übernatürlichen und mythischen, physischen und ätherischen und zwingen den Betrachter / Zuhörer, über das Unmittelbare hinaus in eine Wolke der gemütvollen Bereitschaft zu wechseln. Ausgewählte Shows: Halle14 CCA Leipzig, das Herzliya Museum für zeitgenössische Kunst (2016), das Nicosia Municipal Arts Centre-Zypern (2015), Souvenirs From Earth (Frankreich / Deutschland 2014-2015, Cable TV), Taiwan International Video Art Exhibition (2014)

    Variations Amud Anan wurde in der Judäischen Wüste und der Wüste Negev gefilmt, die sich über die südliche Region Israels erstrecken. In der Arbeit vereinen sich wirkliche und fiktive Elemente, die Entwurzelung und Mythologie, den geopolitischen Krieg und die mediale Vermittlung von Informationen reflektieren. Die Wüste wird als ein Nährboden von Sicherheitsbedenken, wandelnder Wirklichkeit sowie mythologischer als auch fiktiver Erscheinungen zurückgebracht. Im biblisch-mythischen Sinne war eine Wolkensäule eine der Manifestationen der Gegenwart des Gottes Israels in der Tora, den fünf Büchern Mose, die am Anfang der alttestamentarischen Bibel erscheinen. Dem zweiten Buch Mose zufolge, dem Buch Exodus, führte die Wolkensäule die Israeliten am Tag des Exodus aus Ägypten heraus. Die Wolkensäule ist also traditionell mit der Manifestation der göttlichen Gegenwart verbunden, die den Israeliten die Richtung und Führung in der Wüste ermöglichte. Im Jahr 2012 gab es mit der Operation Amud Anan a.k.a. "Operation Wolkensäule" ("Pillar of Defense") eine achttägige israelische Militär-Operation im von Hamas regierten Gaza-Streifen, die am 14. November 2012 mit der Tötung des Chefs des Gaza-Militärflügels der Hamas begann und dem ein Beschuss mit über einhundert Raketen auf Israel während eines 24-Stunden-Zeitraums folgte. Dem Vorgang gingen eine Reihe von gegenseitigen israelisch-palästinensischen Scharmützeln voraus.

  • Rose Stach

    Rose Stach * 1964

    http://www.rose-stach.de

    1964 geboren in München
    1984-87 Ausbildung zur Silberschmiedin
    1996-2001 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München, Diplom 2001
    2014 Dr. Theobald-Simon Preis 2014
    2013 2. Preis Gräfelfinger Kunstpreis
    Arbeiten in Sammlungen: Artothek München, Frauenmuseum Bonn, Kunstmuseum Bonn, Siemens Kulturprogramm
    Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland

    In der Werkgruppe der War Carpets beziehe ich mich auf die Tradition sogenannter Kriegsteppiche aus Afghanistan und Pakistan. Als Material verwende ich alte Orientteppiche, deren ursprüngliche Muster mit arabesken Ornamenten auf vorwiegend rotem Grund versehen sind. Mit schwarzer Farbe und in Schablonentechnik bilde ich darauf militärische Objekte und martialische Motive des Krieges ab. Übrig bleiben als Fragmente nur die Silhouetten von Waffen, wie z.B. Kalaschnikows, Handgranaten oder Panzer. Die meist phallisch anmutenden Waffen bilden einen männlichen Gegensatz zu den eher häuslich-weiblich konnotierten Teppichen und spiegeln auf diese Weise das Spannungsfeld zwischen aggressivem Außenraum und behütetem Innenraum wider. Die Werkgruppe der War Carpets beschwört unweigerlich die aktuellen Krisenherde des Nahen und Mittleren Ostens herauf. Unser Alltag ist durch die mediale Darstellung davon durchdrungen und nicht zuletzt sind es gerade auch Waffen aus Deutschland, die bei diesen Konflikten zum Einsatz kommen.

  • Stefan Nestler _ Holger Stark

    Stefan Nestler _ Holger Stark * 1960

    http://www.holger-stark.com

    Stefan Nestler
    1962 geboren in Freiberg /Sachsen
    1988 -1992 Fotografiestudium an der Kunsthochschule Leipzig
    seit 1988 als Freiberufler tätig
    1993 Stipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin, Realisierung der Arbeit „CITYWALKS" (mit B. Vossmann), Reise nach Asien (Singapore, Kuala Lumpur, Bangkok, Saigon, Hanoi, Hong Kong, Beijing)
    seit 1998 Wettbewerbe für Kunst im öffentlichem Raum
    2001 Stipendium für die Stadt Dresden in Cleveland / Ohio (USA)
    2008 Ausstellungsbau für das Projekt „Giganten der Meere" im Ozeanium Stralsund, Reise nach Norwegen
    Verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Arbeiten im Besitz nationaler und internationaler Sammlungen. Stefan Nestler lebt und arbeitet in Dresden.

    Holger Stark
    1960 geboren in Rostock
    1984 – 1990 Studium der Malerie/Grafik an der Kunsthochschule Dresden, Diplom
    1990 – 1991 Studium der Visuellen Komminikation, Film / Video an der Kunsthochschule Hamburg
    1993 – 1994 DAAD Stipendium an der Royal College of Art, London (UK)
    1995 – 2000 Wohnort und Atelier in Rerlin, Realisierung von Projekten für Museen, Theater und Filmproduktionen
    seit 2001 Wohnort und Atelier in Mecklenburg
    seit 2009 verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen und Kunstinstallationen in Deutschland und dem Ausland. Produktion von Filmen. Künstlerischer Arbeitsschwerpunkt ist die Installation und die Fotografie. Holger Stark lebt und arbeitet in Mecklenburg.

    Die Installation „Fracht" („Freight") von Stefan Nestler und Holger Stark besteht aus ausrangierten Kunsttransportkisten. Diese Holzkisten durchdringen das Außen und Innen und symbolisieren fiktiv die Transportwege im ehemaligen Schlachthof. Tiere rein – Wurst raus. Ein industrialisierter Vorgang, mechanisch und emotionslos. Ein Geist, der die verfallenen Gebäude nicht verlassen hat.

  • Otto Berndt Steffen

    Otto Berndt Steffen * 1951

    http://www.otto-berndt-steffen.de

    Geboren 1951 in Dornreichenbach
    1970 – 1973 Kunstschmied / Metallgestalter
    1971 – 1973 Kunsthochschule Halle Burg Giebichenstein.
    1973 -1978 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Dresden - Diplom-Plastiker
    Seit 1978 Arbeit als freischaffender Bildhauer in Leipzig
    1991 – 1996 Lehrauftrag Plastik - Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
    1999 - 2000 Lehrauftrag - Technische Hochschule Berlin, Fachbereich-Freie Darstellung, Arbeit am Stein
    Seit 2012 Mitglied BBK-Leipzig

    Das bildhauerische Objekt nimmt keine Rücksicht auf gezogene Grenzen. Es verbindet und differenziert gleichzeitig das Fremde und das Bekannte, Gegenwart und Vergangenheit, Naturwissenschaft und Bekenntnis. Jede Zeit und jeder Ort besitzen ihre eigenen Symbole und Artefakte – offenliegend oder verborgen. Erkenntnis verändert sich und damit die Interpretation des Betrachters im Einzelnen und im Bezug auf das gemeinsame kulturelle Erbe, das bildhaft in der Kombination der Teile entsteht. Den individuellen Schlüssel zur Idee des Werkes kann der Betrachter nur selbst finden. Eine universelle Interpretation gibt es nicht. Die Veränderungen unserer Zeit sind drastisch, schnelllebig, kaum kontrollierbar und mehr denn je selbst verursacht vom Menschen - willkommen im Anthropozän!

  • Elena Subach

    Elena Subach * 1980

    http://cargocollective.com/ElenaSubach

    Ich bin in einer Familie von Ikonenmalern aufgewachsen. Das erklärt, warum ich schon in frühen Jahren einen blauen Himmel über einen Madonnen-Kopf gemalt habe und Gemälde von einer düsteren Landschaft hinter meinem Fenster bevorzugte. Heutzutage erschaffe ich Fotostories, die sich dem Leben in kleinen ländlichen Städten widmen.

    Ich erschaffe absurde Foto-Geschichten: mit der Jungfrau Maria, gekreuzigten Tieren, lustige Momente, schreckliche Momente, Metzger, fremde Kinder, Menschen, die verzweifelt, verloren und einsam sind, Leuten, die beten, Leuten, die trinken, Leuten, die Stadtfeste genießen, Mädchen, Omas - alle, die ein Gefühl der Empathie und Zugehörigkeit erwecken können. Die Fotos erzählen meine eigene persönliche Geschichte durch die Geschichten anderer Leute; Das ist meine persönliche Mythologie. Es ist meine Art Einladung zum Dialog.

  • Lajos Sváby

    Lajos Sváby * 1935

    Geboren in Abádszalók 1935.
    1954-60: Student an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste.
    1975 begann Malerei an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste zu unterrichten
    1990-1995: Präsident (gewählter Rektor) der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste
    1992. Einzelausstellung: Institut Hongrois Paris
    1995: Ehrendoktor der Kingston University London
    2014: Einzelausstellung des Lebenswerkes an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste
    2015: Portraits und Autoportraits. Einzelausstellung im Literatur-Museum Petőfi

    Phänomene werden wahrgenommen und gespürt. Unsere Antworten und Reaktionen darauf sind Zeichen der Dynamik der Natur. Jemand, der die Fähigkeit hat, Wissen zu erlangen, ist auch in der Lage, diese Fähigkeit zu überprüfen. Als die Menschen die Natur kennenlernten und analysierten, entwickelten sie aus den spirituellen Möglichkeiten heraus verschiedene Dynamiken. Der unmittelbare und intensive Charakter der Existenz, hier zu sein, schuf die beste aller Arten des Lernens und Erlebens, nämlich das künstlerische Handeln oder vielmehr den Ehrgeiz, Erfahrungen, Wahrnehmungen und darstellbare Parameter zum einen am Rande der Erkenntnis zu finden und zu beobachten, aber auch in den Tiefen des menschlichen Geistes und Bewusstseins. Je persönlicher die Bilder, Formen und Dinge, die man hier in ihrer Tiefe findet, desto besser können sie bei den Betrachtern ankommen. Eine der größten Gaben, die die Menschheit hat, ist die, dass man Erfahrungen und Erkenntnisse, die man selbst auch hatte oder hat, bei anderen nachempfinden kann. Aber sie können nur aus der verborgenen Existenz des Geistes erhoben werden, mithilfe eines anderen Menschen, der sucht, fühlt und ein helfender Geist ist. Kunst kann helfen, sich selbst und die eigene Existenz zu erkennen und aufzudecken. Kunst erhellt die im Schatten liegenden Bereiche des Wesens der Menschheit. Kunst macht diese sichtbar, manchmal in einer weichen und geheimnisvollen Weise, und manchmal auch mit dem blendenden Licht eines Scheinwerfers.

  • Mark Swysen

    Mark Swysen * 1965

    http://www.markswysen.com

    Studium der Biologie: Freie Universität Brüssel; Studium der Kunst: "Master of arts & research" Sint Lukas Hochschule Antwerpen; Lebt und arbeitet in Antwerpen, Belgien

    Kunst-Biennalen (Auswahl): Gera (D) Höhler Biennale 2017; Lübben-Spreewald (D) Aquamediale 2017; Poznan (PL) Mediations Biennale 2016; Dresden (D) Ostrale 2016, 14 & 12; Enschede (NL) Twente Biennial 2015; Havana (Cuba) Havana Biennial 2015; Lille (F) Entre-Lacs Musée LaM 2012

    Einzelausstellungen (Museen, Auswahl): Berlin (D) Botanisches Museum 2017; Herne (D) Ruhrmuseum Flottmann-Hallen 2015; Rouen (F) DRAC: Cathédrale 2011; Brussels (B) FeliXart Museum 2010

    Kunstwerke in öffentlichen Sammlungen: Museo Nacional de Bellas Artes de la Habana (Cuba); Museum MMRK Brussel (B)
    Provincie Antwerpen (B); ISALA-collection Zwolle (NL)

    In seiner Kunst spiegelt Mark Swysen das menschliche Verhalten wider. Vielleicht aufgrund seiner wissenschaftlichen Bildung analysiert er das Thema aus verschiedenen Perspektiven und verbindet menschliche Psychologie und Genetik mit Philosophie, Religion und Geschichte.

    Mit Robokonzum reflektiert Mark Swysen über die Europäische Identität im 21sten Jahrhundert. Bürger laufen Gefahr, zu Konsumenten reduziert zu werden. Innerhalb eines Kreises von leeren metallenen Ladenregalen ist ein Einkaufswagen auf einen Roboter montiert. Aufgeregt bewegt dieser sich in Kreisen hin und her - wie ein eingesperrtes Tier im Zoo.

  • Michał Szlaga

    Michał Szlaga * 1978

    http://szlaga.com

    Geboren 1978. Studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Gdańsk / Polen, seit 2015 hält er an dieser auch Vorträge. Er arbeitet mit Fotografie und Video. Sein Debüt hatte er 2002. Es bestand aus einer Reihe fotografischer Selbstporträts namens "What made me?" ("Was erschuf mich?"). Er dokumentiert systematisch den polnischen Alltag. Seit 1999 fotografiert er die Werft in Gdańsk. Im Jahr 2016 erwarb das Centre Pompidou von ihm eine Reihe von Drucken, Dia-Positiven, Filmen sowie das Buch "Shipyard". Alles zusammen ist ein Spiegelbild der Ausstellung, die zum ersten Mal in Berlin im Jahr 2014 während des European Month of Photography präsentiert wurde. Seit vielen Jahren arbeitet der Künstler auch als freier Fotograf für die Presse, für Newsweek Polska, die älteste polnische Wochenzeitschrift Przekrój, Frauenmagazine, Maleman und Werbung. Er hatte einige hundert Aufträge in vielen Ländern, erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei Wettbewerben für Pressefotografien, darunter den Grand Press Photo und den American Lucie Award.

    Ich traf auf den Tod. Es war sehr still. Ich war mir unsicher, ob ich dieses Foto schießen wollte. Ukraine, Lwiw, März 2015

  • Nomadic State

    Nomadic State * 1992

    http://stachuszumski.tumblr.com

    Nomadic State (Nomadischer Staat) wurde von Karolina Melnicka und Stach Szumski im Jahr 2015 initiiert. Nomadic State ist eine nicht-territoriale Mikronation. In unseren Erkenntnissen schaffen wir Raum für Diskussion über den ökonomischen und politischen Zustand des heutigen Europas, indem wir die Ästhetik von Nicht-Orten analysieren.

    Das Wappen des Nomadic State bezieht sich auf eine Symbolik des Friedens. Es geht aus einer kritischen Dekonstruktion der UN-Flagge hervor.

  • Keiichi Tanaami

    Keiichi Tanaami * 1935

    http://g-gl.de

    1936 geboren in Kyobashi, Tokio, Japan
    1958 Musashino Kunstuniversität, Tokio, Japan
    1975 erster Art Director der japanischen Ausgabe des "PLAYBOY"
    1991- Professor der Kyoto University of Art and Design, wo er derzeit Vorsitzender der Fakultät für Informationsdesign ist
    Lebt in Tokio

    Einzelausstellungen (Auswahl)
    2017 A Perfect Peach-Pink Day, Galerie Gebr. Lehmann, Dresden
    2016 Visible Darkness, Invisible Darkness, Sikkema Jenkins & Co., New York City
    2015 Lost and wandering Bridge, Galerie Retara, Sapporo
    2015 Passage in the Air (1975-1993), Nanzuka, Tokio

    Keiichi Tanaami ist einer der führenden Pop Art-Künstler Japans. Nach dem Studium an der Musashino Art University, an der er Design studierte, begann er zuerst in einer Werbeagentur zu arbeiten, bevor er eine unabhängige Karriere verfolgte. Seitdem hat er seine künstlerischen Talente genutzt, um ein abwechslungsreiches Oeuvre zu entwickeln, welches Grafikdesign, Videokunst, Collage und Malerei beinhaltet. Nach seinem Abschluss Mitte der 60er Jahre wurde er sozusagen von psychedelischer Kultur und Pop-Art getauft und erweitert seitdem sein Angebot um Animationen, Siebdrucke, karikaturähnliche Illustrationen, Collagen, experimentelle Filme, Malerei und Skulptur. Er wurde besonders von der Erfahrung der Begegnung mit Andy Warhol in den 60er Jahren inspiriert. Aktuell wird er als Vater der japanischen Pop Art bezeichnet. Seine Arbeit wurde ausgiebig an renommierten Orten wie dem Museum of Modern Art (New York), der National Portrait Gallery (Washington), M+ (Hong Kong) und dem Centre Pompidou (Paris) ausgestellt.

  • Ekkehard Tischendorf

    Ekkehard Tischendorf * 1976

    http://www.ekkehard-tischendorf.de/

    Ekkehard Tischendorf wurde 1976 in Dresden geboren. Er studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig bei Prof. Arno Rink. Heute lebt und arbeitet er in Wien und Dresden.

    Ekkehard Tischendorf wahrt die Balance zwischen Abstraktion und Figuration und entfaltet dabei ein reichhaltiges Spiel malerischer Mittel. Brennendes Gelborange, glühendes Rot und Neonmagenta, begleitet von kühl weißer Aura, die sich als leuchtender Nebel um die Motive legt, kontrastiert von tiefem Blau und Nachtschwarz: Das sind die Protagonisten seiner Malerei. Es ist eine Art Semantik der Farben. Sie erzeugt die Melancholie einer wie im Zerfallsprozess aufgebrochenen Oberfläche oder sie zeigt sich verdichtet auf Feldern mit gleichmäßigem Farbauftrag und Farbverläufen. Farbkonsistenzen werden zu Projektionsflächen für Emotionen. Deren subjektive Erfahrbarkeit macht es so schwierig, sie zu kategorisieren. Durch Strahlkraft behaupten die Farben mit Vehemenz ihre Präsenz und steigern die Wirkung und Bedeutung dessen, was der Lichtnebel umfängt. Aufbrechende Oberflächen und herablaufende Farbnasen künden vom Verfall; sie bringen einen Aspekt der Trauer ins Spiel, Wehmut in Erinnerung an das verlorene Bild oder eine Skepsis in Hinsicht auf ein zu erreichendes Ideal.

  • Volodymyr Topiy

    Volodymyr Topiy * 1979

    https://topiyvolodymyr.jimdo.com/

    Geboren 1979 in Sudowa Wyshnia, Ukraine
    1997-2001 Studium an der Staatlichen Akademie der Künste, Fakultät Design, Lwiw.
    Seit 2003 kreative Arbeiten der zeitgenössischen Kunst, vor allem Performance.
    2016 Performance auf dem Festival "Week of Performance", Lwiw
    2016 Performance beim Festival "NIPAF 16", Tokio, Japan
    2015 Performance zum "Circle Time"-Festival, Toruń, Polen
    2015 Performance während des Festivals "Pierre_feuille_ciseaux, Teil II", Paris, Frankreich

    Eine Performance über Luft und Zeit...

  • Bronislav Tutelman

    Bronislav Tutelman * 1950

    Geboren 1950 in Czernowitz, Ukraine. Er studierte von 1965 bis 1970 Malerei an der Grekov Kunstakademie in Odessa. Seit 1970 nahm er an mehreren regionalen, überregionalen, landesweiten und internationalen Ausstellungen teil. Seine Werke finden sich in mehreren öffentlichen und privaten Sammlungen in Russland, der Ukraine, Polen, Österreich, Frankreich, Italien, Israel, den Niederlanden und den USA. Tutelman arbeitet mit Malerei, Installation und Farbfotografie.

    Bei meinem letzten Besuch in Israel war ich ziemlich erstaunt. Eine ungewöhliche Situation bot sich mir dar. Das Zentrum von Tel-Aviv war gefüllt mit Flüchtenden aus dem Südsudan. Der Südsudan befand sich in einem Kriegszustand und mehr als siebzigtausend Menschen wechselten über die Grenzen Israels und Ägyptens, um sich zu retten. Die Flüchtenden lagerten auf Plätzen, Spielplätzen und jeder freien Stelle. Sie waren überall und bildeten einen starken Kontrast zum geschäftigen, gelaunten und gemächlichen Tel Aviv. Es war absolut niederschmetternd und es traf mich ... ich sollte Fotos von ihnen machen! Diese Situation ist nicht nur für Israel, sondern auch für ganz Westeuropa an der Spitze der Tagesordnung. Ich hoffe, unsere Welt wird vernünftig genug sein und die Kraft finden, die sozialen und politischen Fragen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu bewältigen!

  • Wiola Ujazdowska

    Wiola Ujazdowska * 1988

    www.wiolaujazdowska.com

    Wiola Ujazdowska ist eine polnische Künstlerin, die in Reykjavik, Island lebt. Sie erwarb 2012 den M.A. in Kunsttheorie an der Nicolaus Copernicus Universität in Toruń, an der sie auch Malerei und Glasmalerei an der Fakultät für Bildende Künste studierte. 2012 gewann sie den Jan-Winczakiewicz-Preis und zog für eine Residency nach Paris. Im gleichen Jahr begann sie Studien zu Malerei, Bildhauerei und Moderner Kunst am Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft.

    Trauern ist Luxus. In früheren Zeiten gab es professionell Trauernde - Frauen, die gerufen wurden, um zu weinen. In dieser Arbeit hier wurde die Künstlerin zur Trauernden, um nach dem Tod ihrer Mutter zu weinen. Das Trauma wird überspitzt in einen performativen Akt gewandelt. Der Körper der Trauernden wurde zusammen mit geometrischen Formen gesetzt, welche das Anorganische symbolisieren.

  • KIYOMI+TETSUHIRO UOZUMI

    KIYOMI+TETSUHIRO UOZUMI * 1980

    http://www.uozumi-uozumi.com

    Kiyomi und Tetsuhiro Uozumi begannen ihre Zusammenarbeit im Jahr 2004 und leben derzeit in Berlin. Sie sind in erster Linie auf Installationsarbeiten mit beweglichen Lichtern spezialisiert, die sich synchron zu Klang aufhellen und dimmen. Ihre Werke versuchen, Besucher mit unbekannten Geschichten zu verbinden. Die unbekannten Geschichten werden durch Poesie, Launen und Neugier wie in einem lockeren Experiment geformt.

    2014 Solo-Ausstellung, "chasing a little past" Kunstraum Bethanien (Berlin-Kreuzberg)
    2015 Gruppenausstellung "NAKANOJO BINENNALE 2015" in Gunma Japan
    2016 Einzelausstellung LAD Gallery in Nagoya Japan

    Verstehen Sie, was Hunde sagen? Wir versuchen, mit ihnen in einer undefinierten Sprache zu kommunizieren, aber wir können nicht wirklich mit ihnen sprechen. Wir reagieren weiterhin nur auf Eindrücke. Irgendwie schaffen wir es aber, ihnen auch ohne eine genaue Sprache von unseren Gefühlen und Emotionen zu erzählen.

  • Stefan Voigt

    Stefan Voigt * 1961

    http://svoigt.de

    1961 geboren in Dresden
    1982 - 87 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Diplom Malerei / Grafik
    1990 Gründung der Galerie Adlergasse, seither an allen Aktivitäten beteiligt, seit 1997 Leiter der Galerie
    seit 1987 freiberuflich als Maler und Grafiker in Dresden
    1993/ 95/ 98/ 2004/ 08/ 11 Arbeitsaufenthalte in den USA
    2002 Arbeitsaufenthalt in Frankreich
    seit 1999 Präsentation der mobilen Wunderkammer Fatalia als gemeinsames Projekt mit Bärbel Voigt auf europäischen Festivals

    Grafische Raster, lineare Vernetzungen, Schriftfragmente – sich prototypisch wiederholend – bilden das Potenzial seiner seriell angelegten Bildfolgen. In Versuchsreihen variiert Stefan Voigt Überlagerungen, Einschübe und visuelle Störsignale. Fotovorlagen und präparierte Leinwände - für ihn Inspiration und Widerstand zugleich – nutzt er als Grundlage für großflächige Überzeichnungen. Die Linie ist für Voigt der verbindende Faktor, das lebendige Medium, das die einzelnen Bildelemente bündelt und dominiert. Zufall und strenge Ordnungssyteme treffen in jeder Arbeit neu inszeniert aufeinander. Rasterstrukturen, Vernetzungen und verschobene Symmetrien erscheinen als Partituren, als zeichnerische Erhebungen von Klängen. Es geht ihm dabei um einen lebendigen Nachklang von Schwebezuständen, von Leerstellen parallel zur Wirklichkeit.

  • Gabriela Volanti

    Gabriela Volanti * 1969

    http://www.gabrielavolanti.de

    1969 in Augsburg geboren, italienischer Herkunft
    Fachhochschule für Gestaltung in Augsburg
    Akademie der bildenden Künste in München
    Leben und Arbeit seit 2000 in Berlin
    seit 2010 Atelierförderung, Atelier im Kunsthaus Bethanien
    Ausstellungen (Auswahl)
    2003 Palazzo Barberini, Palestrina / Rom
    2014 Galerie Pilscheuer, Basel
    2016 Edition Sutstein, mit einem Text von Andreas Platthaus
    2017 Sammlung Hebenbarth, Berlin, kuratiert von Lidia Gasperoni

    Die Notwendigkeit eines Kunstwerkes ist mit der Neigung des Künstlers verknüpft und kann mit der Zuneigung und Anschauung des Betrachters synthetisch sein. Das Sehen ist ein gedanklicher und geistiger Akt. Dieser spielt sich im Schaffen gleich ab wie im bloßen Betrachten. Wenn das Werk das Moment der Kontemplation integriert, ist es wiederum für die Kontemplation freigegeben, und der Betrachter »kann sich ans Werk machen«. So könnte sich ein moralischer Fortschritt durchsetzen. Kein dialektischer Prozess, sondern eine ethische Erfahrung, die den Menschen ausruhen lässt. Intensives, aktives Schauen bewegt zum Gestalten eines Dings, das wiederum genau das zum Ziel hat, danach drängelt, angeschaut zu werden. Motor dieser Zirkelbewegung ist die Notwendigkeit. Nichts Neues also, lediglich die Zusicherung der Gabe des menschlichen Sehens als eine schöpferische Tat.

  • Corwin von Kuhwede

    Gabriela Volanti * 1969

    http://www.gabrielavolanti.de

    Born in 1969 in Augsburg of Italian origin
    Design Polytechnic in Augsburg
    Munich Academy of Fine Arts
    Has lived and worked in Berlin since 2000
    Studio promotion since 2010, Studio in Bethanien
    2003 Palazzo Barberini, Palestrina, Rome
    2014 Pilscheuer Gallery, Basel
    2016 Edition Sutstein, with a text by Andreas Platthaus
    2017 Hebenbath Collection, Berlin, curated by Lidia Gasperoni

    The necessity of an art work connects with the inclination of the artist and can form a synthesis with the affection and intuition of the viewer. Seeing is an intellectual and spiritual act. This is the same thing in the work as in mere observation. If the work integrates the moment of contemplation, it is further released for contemplation, and the viewer 'can get to work'. In this way a moral progress can be pushed though. It is an ethical experience rather than a dialectical process that allows people to rest. Intensive, active viewing moves the form of things, and in turn has a precise target that presses to be looked at. The driving force behind this circular movement is the necessity. Nothing new is offered other than the assurance of the gift of human vision as a creative act.

    - Chaja und Uwe -
    Entspricht etwas nicht unseren Erwartungen und Glaubenssätzen, stellen wir dessen Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit oft in Frage. So auch bei Paaren, deren Partner optisch nicht zusammen zu passen scheinen. Doch das Gefühl der Verbundenheit lässt sich ebenso wenig mit den Augen sehen wie die Liebe selbst. Meine Serie illustriert ein solches Paar, wie es uns täglich begegnen könnte. Auf überspitzte und ironische Art und Weise habe ich dieses in einem Schlafzimmer porträtiert. Eine Situation, die skurril und glaubwürdig zugleich wirkt.

    - Pin It Girl -
    Wir leben in einer Welt der Informationen. Täglich erreichen uns unzählige Eindrücke, die verarbeitet werden wollen. Viele Menschen verlieren den Überblick. Es müssen Systeme geschaffen werden, die unser Wissen verwalten. Aber auch Systeme, wie wir uns selbst verwalten. Vergesslichkeit, Stress, Termindruck, Burn-Out sind alles Synonyme für die Folgen. In diesem Werk illustrierte ich dieses Verlorensein in der Flut an Informationen mit hunderten Post-Its, die an einer Wand befestigt sind. Auf jedem Post-It steht etwas Alltägliches oder gar absurdes. Kein Post-It zeigt den gleichen Inhalt. Die Dame vor den Post-Its steht kurz davor die letzte freie Fläche zu beschreiben. Doch wie geht es weiter?

  • DEREVO UG

    DEREVO UG * 1964

    http://www.derevo.org

    Das Tanztheater-Ensemble DEREVO, russisch "Der Baum", wurde von Anton Adassinski 1988 in Leningrad gegründet. Anton Adassinski, der als Frontmann, Choreograf und Gitarrist des in den 80er Jahren namhaften russischen Rocktheaters AVIA bekannt wurde, übernahm die Rolle des künstlerischen Leiters und Hauptdarstellers. Gründungsmitglieder waren neben Anton Adassinski, Tanja Chabarowa, Jelena Jarowaja, Dimitri Tjulpanow, Alexei Merkuschew. DEREVO hat sich der "Sprache des Körpers, der Emotionen und der Seele" verschrieben, welches in ihrem sogenannten Manifest fixiert wurde. Im Gegensatz zum klassischen Ballett ist der eigenwillige Ausdruckstanz in ihren Aufführungen geprägt von Clownerie, Pantomime, Improvisation, Anarchie und Chaos. Inspiriert wurde DEREVO auch vom japanischen Butoh. Aufgrund der sich daraus ergebenden dramatischen Kraft werden die Zuschauer vom Spannungsfeld zwischen allgemeiner Anziehung und Abstoßung gefesselt. Neben der Teilnahme an zahlreichen Festivals arbeitete DEREVO lange in Prag, Amsterdam, Florenz, seit 1997 in Dresden.

    "Before condemning someone , take his shoes and walk his way, try his tears, feel his pain. Stumble upon every stone that he stumbled upon. And only then say that you know how to live properly." – The Dalai Lama

    "Never condemn a person until you have gone a long way in his shoes" – Lao Tze

    "Judge not, and ye would not be judged. For with what judgment ye judge, such shall ye be judged; And with what measure you measure, it will be measured to you." – The Gospel of Matthew The Sermon on the Mount

    "One Size Fits All" – Frank Zappa album

  • POSTGRAVITYART (NSK STAAT)

    POSTGRAVITYART (NSK STAAT) * 1960

    http://postgravityart.eu/

    Dragan Živadinov (SLO), Theaterdirektor aus Ljubljana. Er war Mitbegründer der Kunstbewegung Neue Slowenische Kunst (NSK) im Jahr 1985. 1995 begann er den 50-jährigen Theaterprozess "Noordung:: 1995-2045". 1998 wurde er Kosmonauten-Kandidat und 1999 realisierte er "Biomechanik Noordung", die erste komplette Theaterproduktion in Schwerelosigkeit.

    Dunja Zupančič (SLO) absolvierte die Akademie der Bildenden Künste in Ljubljana. Seit 1995 konstruiert sie mechatronische Entwürfe und Kunstsatelliten (umbots). Im Jahr 2015 schuf sie eine mechatronische Konstruktion als Ersatz für die Rolle einer verstorbenen Schauspielerin in der 50-jährigen Aufführung "Noordung:: 1995-2045".

    Miha Turšič (SLO) war zuerst in weltweiter Produkt- und Markenentwicklung tätig. Seit 2004 widmet er sich der Erforschung künstlerischer Methoden und Praktiken im Weltraum, entwickelt Post-Gravitationskunst und beteiligt sich an der Förderung der Kulturisierung des Weltraums. Er ist Mitbegründer und von 2010 bis 2016 Direktor des Kulturzentrums der europäischen Raumfahrttechnologien (KSEVT) in Vitanje.

    Die Künstlergruppe begann Post-Gravitationskunst zu entwickeln, eine Kunst, die unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit besteht, mit "Noordung:: 1995-2045", einem fünfzigjährigen Theaterprojekt, das am selben Tag alle zehn Jahre bis 2045 wiederholt werden soll. "Noordung:: 1995-2045" wurde 1995 in Ljubljana uraufgeführt. Die erste Wiederholung wurde 2005 von der ursprünglichen Bühne hin zu einem Modell der Internationalen Raumstation (ISS) im Sternenstädtchen (Star City, Звёздный городок, Russland) verlegt. Die zweite Wiederholung wurde im Jahr 2015 bei KSEVT in Vitanje, dem Kulturzentrum für europäische Raumfahrttechnologien, durchgeführt. In den verbleibenden drei Jahrzehnten werden alle vierzehn Akteure durch technologische Substitute ersetzt werden, die wiederum am Ende des Projektes in die Erdumlaufbahn gebracht werden. Im Jahr 2045 wird Dragan Živadinov während der fünften und letzten Wiederholung ein Raumfahrzeug benutzen, um 14 Satelliten / Umbots in eine geostationäre Umlaufbahn zu bringen, von wo aus sie Signale auf die Erde und in den Weltraum übertragen werden.