OSTRALE - Biennale für zeitgenössische Kunst


"Die OSTRALE, das ist nicht nur eine geografische oder politisch-historische Bestimmung, sondern auch ein magischer Raum, der von Weltfantasie und – Wirklichkeit geprägt ist.

Die Ideologie der OSTRALE ist es, dass Kunst ein Mittel der Kommunikation ist, der das Wort als Verständigung fehlen darf. Sie ist die sinnliche, empirische, auch empörte Wiedergabe und Wahrnehmung unserer Sucht nach Worten, sie ist die Anregung, innerhalb verschiedener Ideen und Logiken zu agieren.

Sie soll die Unmöglichkeit aufzeigen, dass die komplexe Form von Wissen – niemals auf eine einzige Erklärung, Frage oder Thematik oder auf ein einziges Paradigma zu reduzieren ist. Sie soll die Grundlage einer, auch in die Richtung der zeitgenössischen Bildenden Kunst, offenen Kulturlandschaft Dresdens sein und damit die Kunst- und Kulturstadt Dresden zu einem Wirtschaftssektor erweitern.

Kultur ist die Grundlage, mit der wir unsere Identität, unser Leben verhandeln. Wenn wir eine europäische Identität, ein europäisches Bürgerbewusstsein und damit Weltbewusstsein kreieren wollen, brauchen wir einen freien Kunst- und Kulturbetrieb, der sich klar artikulieren kann.

Wir müssen der Macht der Kunst und Kultur vertrauen, sie umfasst alle denkbaren, auch undenkbaren Lebensbereiche. Wenn wir Kunst und Kultur zu sehr instrumentalisieren und anderen Zielen unterordnen, nehmen wir ihr die tiefe Kraft der Überzeugung.

Die OSTRALE steht für das spukhafte und humorvolle Spiel von Machtstrukturen und Ideologien, und der „Werte" in der Kunst."

Andrea Hilger, Vorstand und Kuratorin der OSTRALE




(c) Sven Höher