Einladung zur öffentlichen Jurysitzung
zur Auswahl der künstlerischen Positionen für die OSTRALE Biennale Artikel FÜNF im kommenden Jahr
Wir laden Sie herzlich ein, am 28. bis 30. Juni 2026 bei unserer ersten öffentlichen Jurysitzung dabei zu sein. In dieser wählt eine 5-köpfige Fachjury die künstlerischen Positionen für die OSTRALE Biennale im kommenden Jahr (5. Juni bis 3. Oktober 2027) aus. Sie erhalten die Gelegenheit, den Auswahlprozess mitzuerleben und einen Einblick in die Diskussionen und Entscheidungsfindung der Jury zu gewinnen.
Die öffentliche Jurysitzung bietet eine seltene Möglichkeit, hinter die Kulissen der Ausstellungsplanung und Kuration zu blicken und den Dialog über zeitgenössische Kunst im Kontext zum Thema Artikel FÜNF (O27_Kuratorisches Konzept, siehe unten) unmittelbar mitzuerleben.
Termin: 28. bis 30. Juni 2026
Uhrzeit: jeweils 10 bis 18 Uhr
Ort: Schneider und Partner Beratergruppe, Lortzingstraße 37 in 01307 Dresden
Wir bitten Sie um vorherige Anmeldung per Mail unter post@ostrale.de.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Artikel FÜNF
Freiheit von Meinung, Kunst und Wissenschaft
Im Fokus der Biennale O27 steht der Mensch – als Individuum und als treibende Kraft: Was bedeutet es, Mensch zu sein – in der heutigen Zeit?
Seit dem Zweiten Weltkrieg schien ein Großteil Europas lange Zeit in einem stabilisierten Friedensversprechen zu leben. Heute jedoch ist die Realität des Krieges wieder spürbar geworden. Die gesellschaftlichen Erschütterungen greifen in das Innere des Menschen: in seine Gefühle, in seine Ängste.
In diesem Kontext rückt die Conditio humana in den Fokus – jene „menschliche Bedingung", die stets zwischen Gut und Böse, Gewalt und Toleranz, Hass und Liebe oszilliert.
Immer wieder kristallisieren sich dieselben Triebkräfte heraus: Besitz, Macht, Reichtum, das „Immer-mehr" als anthropologische Konstante.
Dieser destruktiven Dynamik setzen wir die Freiheit und die gelebte Vielfalt gegenüber – Vielfalt künstlerischer Äußerungen, Vielfalt menschlicher Gefühle. Eine Welt, die sich durch Pluralismus, Offenheit, Nachdenken und Aushandlungsprozesse auszeichnet.
Kunst kann den Krieg nicht verhindern. Aber sie kann Wahrnehmung schärfen, Erinnerung aktivieren und Empathie stiften. Außerdem kann die Auseinandersetzung mit ihr Erleichterung schaffen. Die Suche nach Schönheit und das Bewusstsein dafür, wohin man sich orientieren und sich weiterentwickeln kann, wird durch Kunst durchaus gut gesättigt.
In dieser Erkenntnis liegt die Hoffnung der OSTRALE Biennale 2027: dass der Mensch, konfrontiert mit seiner eigenen Conditio humana, nicht nur seine Abgründe erkennt, sondern auch seine Fähigkeit zur Freiheit und Verantwortlichkeit.
O27_Kuratorisches Konzept, vollständige Version HIER
Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen spannenden Prozess.
Ihr OSTRALE.Team
Die öffentliche Jurysitzung wird unterstützt durch

