Streams upstream | Ströme stromaufwärts

OUT of OSTRALE Ausstellung zeitgenössischer Kunst
05.10.2022 – 13.11.2022 Kaunas Hauptpostamt

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Die OSTRALE Biennale in Dresden ist eine der größten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst in Deutschland. 138 Künstlerinnen und Künstler aus 34 Nationen (einschließlich Litauen) nehmen 2021 teil. KünstlerInnen aus der ganzen Welt, darunter auch MitgliederInnen der internationalen Kuratorenjury aus Partnerinstitutionen in Kroatien, Litauen und Ungarn, haben ihre Werke in einem offenen Wettbewerb für die Biennale eingereicht.

Die Veranstalter der Biennale wollen die interdisziplinären Inhalte ihrer Ausstellungen nicht nur in Deutschland, sondern auch in verschiedenen Teilen Europas präsentieren und organisieren deshalb Wanderausstellungen. In Zusammenarbeit mit den Europäischen Kulturhauptstädten werden 2022 Kunstwerke der OSTRALE-Biennale in Litauen präsentiert.

Die OSTRALE Zentrum für Zeitgenössische Kunst organisiert Ausstellungen in nicht-traditionellen Räumen, die ursprünglich für andere Zwecke als Kunst gedacht waren. Die Umgestaltung dieser Räume bietet die Möglichkeit, neue Kontexte zu schaffen. Die Geschichte des Gebäudes und seine Vergangenheit beeinflussen die Erfahrung der BesucherInnen und schaffen Assoziationen und Bezüge, die die Kunstwerke ergänzen. Im Jahr 2021 fand die OSTRALE Biennale O21 ATEMWENDE in der robotron-Kantine, dem ehemaligen Kantinengebäude eines ostdeutschen Elektronikunternehmens in Dresden, statt. Eine Auswahl von Werken aus dieser Ausstellung wird jetzt in dem Hauptpostamt von Kaunas gezeigt.

„Streams upstream" („Ströme stromaufwärts") ist das letzte OUT of OSTRALE-Veranstaltung, die die Reihe des europäischen Kulturkooperationsprojekts „Flowing Connections" abschließt.

Die Themen der ständigen Bewegung, der Migration von Tieren und Menschen, ihre Begegnung mit Herausforderungen und einander werden von den KünstlerInnen der Ausstellung interpretiert. Die Perspektive jeder KünstlerIn hängt von der politischen und wirtschaftlichen Realität ab, aus der sie kommen. Dies ist eine Ausstellung über Globalität und Gegenwärtigkeit, Unvollkommenheiten und Subtexte dieses vielschichtigen Phänomens.

Pakete, Briefe oder Postkarten, die einst in den Postverteilungsräumen ihren Weg von den Absendern zu den Empfängern fanden und ihren eigenen Weg gingen, erreichten manchmal ihre Adressaten und verschwanden manchmal. Die BesucherInnen können nach einer Nachricht suchen, die nur für sie bestimmt ist, eine Nachricht, die heimlich von einem Fremden übermittelt wurde, verschlüsselt in der Sprache der Kunst, und gleichzeitig spüren, wie die Wände des Kaunas Zentralpostamtes mit dem Lauf der Zeit überzogen sind, und offen für eine ATEMWENDE.

Kuratorin: Patricija Gilytė
Architektin: Sigita Kundrotaitė-Savickė
Kuratorenteam der OSTRALE-Biennale O21: Nataša Bodrožić, Ivana Meštrov, Patricija Gilytė, Krisztián Kukla, Andrea Hilger, Antka Hofmann.

Ausstellende KünstlerInnen: Gabrielė Gervickaitė, Zsolt Ferenczy, Volker Kreidler, Seçkin Aydin, Nikita Kadan, Firoz Mahmud, Predrag Pavić, Gabriele Engelhardt, Jana Richenbachová, Farid Rasulov, Goran Škofić, Ivan Milenković, Philipp A. Schäfer, Daina Vanagaitė-Belžakienė, Toni Meštrović, Daniel Chong, Bronė Sofija Gideikaitė, Eszter Szabó, Michael Grudziecki.

Ausstellende AIR-KünstlerInnen: Gabrielė Gervickaitė, Anna Fabricius, Kollektive KOLXOZ.

Partner: Kaunas 2022 (Litauen), OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst (Deutschland), Slobodne Veze (Kroatien), Art Quarter Budapest (Ungarn).
Sponsoren: Kaunas 2022, Litauischer Kulturrat. Die Ausstellung ist Teil des vom Creative Europe Programm der Europäischen Union kofinanzierten Kooperationsprojekts Flowing Connections.
Producer: VšĮ „Ars futuri".

Über das Flowing Connections Projekt
Das Projekt Flowing Connections (FLOC) verbindet vier Städten mit einem engen Bezug zum Wasser und überbrückt zwei europäische Kulturhauptstädte unter ihnen – Dresden in Deutschland an der Elbe, Budapest in Ungarn an der Donau, Rijeka (Kulturhauptstadt Europas 2020) in Kroatien an der Küste der Adria und Kaunas (Kulturhauptstadt Europas 2022) in Litauen an den Flüssen Nemunas und Neris. Diese internationale Kooperation erforscht die künstlerischen, ökologischen und kulturellen Fragen des Lebens am Wasser, der Flüsse und Meere, die unsere Städte gleichermaßen nähren und bedrohen, die Menschen, Nationalitäten und Landschaften trennen und vereinen, und unserer fürsorglichen oder missbräuchlichen Beziehungen zu ihnen.